Gold: Warum wir uns um unser Geld sorgen müssen – während Gold durchstartet

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„Chartbook” Gold: Alarmierende Kurven: 8 Grafiken zeigen, warum wir uns um unser Geld sorgen müssen

Diese Grafiken untermauern eindrucksvoll, warum ein Teil des Vermögens in das Edelmetall gehört und weshalb Papiergeld verliert – während Gold richtig durchstartet

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, lautet eine beliebte Volksweisheit. Noch geballter allerdings wird die Aussagekraft von Bildern – oder wie hier von Grafiken -, wenn sie durch detaillierte Informationen ergänzt werden. Genau das soll an dieser Stelle im „Chartbook” Gold geschehen. So nennen Investmentprofis die Zusammenfassung zahlreicher Infografiken zu einem bestimmten Thema. Diese Schaubilder entstammen einer Vorabversion der legendären Gold-Studie „In Gold We Trust” der Liechtensteiner Vermögensverwaltung Incrementum, die dieses Jahr zum 27. Mal erscheint und als umfangreichste Analyse des globalen Goldmarkts gilt.

Schockierender Kaufkraftverlust

Den Chart-Reigen eröffnet links unten eine Kurve, die auf einen Blick zeigt, dass weltweit die Unsicherheit bezüglich der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung noch nie so ausgeprägt war wie heute. Gleich danach folgt ein Chart, der den dramatischen Verlust der Kaufkraft der Weltleitwährung US-Dollar darstellt. Anleger aus dem Euro-Raum wird besonders die Grafik direkt rechts oben schockieren, die schonungslos zeigt, wie viel weniger Gold man heute für seinen Euro erhält als noch vor einigen Jahren. Über relative Bewertungen von Gold zu Aktien und die wichtigen Reserven der Notenbanken geht’s zu den fundierten Projektionen des Goldpreises – und die sind teils gigantisch.

Am Ende dieses Artikels findet sich ein Kasten mit hilfreichen Tipps, was Kaufinteressenten beim Erwerb von physischem Gold, aber auch bei dessen Aufbewahrung und Versicherung beachten sollten.

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Corona & Co. – Unsicherheit ist das prägende Gefühl

Klar, derzeit dominiert das Thema Corona das Interesse der Menschen weltweit. Doch daneben schwelen viele weitere Krisenherde, die das Unsicherheitsgefühl der Bevölkerung und der Investoren erhöhen: Gerade durch den Streit zwischen den USA und China über die Ursachen der Corona-Ausbreitung könnte deren schwelender Handelskonflikt wieder eskalieren. Der Brexit oder die stark steigenden Schulden etwa in Italien oder China, aber auch von Unternehmen und Verbrauchern weltweit lassen den Index für politische und wirtschaftliche Unsicherheit ebenfalls explodieren. Diese Unsicherheit ist eher Gift für die Aktienmärkte, aber ein Haupttreiber des Goldpreises. Dies gilt vor allem vor dem Hintergrund der neuerlichen Papiergeldflut, mit der die globalen Notenbanken die Krisen eindämmen wollen.

Weltleitwährung – Ein Dollar bleibt ein Dollar . . .

Diese Überzeugung, die der US-Valuta Tribut als Leitwährung der Welt zollt, stimmt noch – allerdings nur auf dem Papier. Tatsächlich zieht der Greenback im Vergleich zu anderen beliebig druckbaren Währungen in Krisenzeiten regelmäßig an. Im Vergleich zu Gold, das der legendäre US-Bankier John Pierpont Morgan als einziges wirkliches Geld bezeichnet hat („. . . alles andere ist Kredit . . .”), verliert er langfristig indes deutlich an Wert, also an Kaufkraft. Für eine Einheit Gold hingegen konnten Verbraucher im Lauf der Jahre deutlich mehr Waren erwerben. Der Hauptgrund: Die USA sind zwar die dominierende Volkswirtschaft der Welt, waren aber mit rund 23,7 Billionen Dollar, also rund 100 Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP), bereits vor der Corona-Krise hochverschuldet. Tendenz: stark steigend.

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Abwertung: Huch – mein Euro ist weg!

Ganz so weit ist es zwar noch nicht. Aber ähnlich wie der Dollar – nur deutlich schneller – verliert die Gemeinschaftswährung im Wettstreit mit Gold massiv an Boden. Das haben viele Bürger noch nicht realisiert, da sich der Euro im Vergleich mit anderen Papierwährungen vergleichsweise gut hält und da die Inflation für viele Produkte in den vergangenen Jahren moderat ausfiel, auch weil der Ölpreis tendenziell gesunken ist. Viele Betrachter dieser Grafik dürften aber darüber erschrocken sein, welche Menge Gold sie noch zur Einführung der Gemeinschaftswährung für einen Euro erhielten und wie wenig jetzt. Solche Betrachtungen könnten zu regelrechter Kaufpanik führen, falls Gold weiter steigt und die Goldkaufkraft des Euro weiter sinkt.Lesen Sie mehr zum Corona-Crash im News-Ticker.

Teure Finanzwerte: Blasenbildung fast überall

Die Vermögensverwaltung Incrementum verweist mit diesem Schaubild darauf, dass die meisten Vermögenswerte wie Aktien, Immobilien, aber auch exotische Assets wie Kunst oder Oldtimer stark im Wert gestiegen sind. Früher waren es nur vereinzelte Segmente des Kapitalmarkts, die zur Blasenbildung tendierten. Die Liechtensteiner nennen die jüngsten Auswüchse der Geldschwemme, die so gut wie sämtliche Realwerte treibt, die „Allesblase”. Kommt es hier zu Verkäufen, könnte Gold als Alternative weiter zulegen, da dessen Wert zwar ebenfalls gestiegen ist, es aber noch deutlich unter seinem Höchstkurs notiert. Darüber hinaus hat Gold den Vorteil, dass es wesentlich liquider ist als andere Sachwerte und sich auch leichter transportieren lässt.

Börseneuphorie: Aktien sind im Vergleich teurer

Erfahrene Investoren wägen stets – besonders aber in Krisenzeiten – ab, welche Vermögensgegenstände günstig oder aber zu hoch bewertet sind. Denn bei Letzteren besteht im Fall eines Marktcrashs die Gefahr, dass sie besonders abstürzen. Das hat man bei ambitioniert gepreisten Technologiepapieren schon oft gesehen. Die Grafik bildet ab, dass trotz einer beginnenden Normalisierung (Aktien runter, Gold rauf) das Preisverhältnis von Aktien aus dem weltweit maßgeblichen Aktienindex S&P-500  (USA) und Gold immer noch extrem zugunsten der Aktien ausfällt. Dabei hat das Edelmetall in den vergangenen 20 Jahren, in denen Dividendenwerte die Finanzberichterstattung klar dominierten, fast identische Renditen abgeliefert. Das Verhältnis könnte nun sogar zugunsten von Gold kippen.

Nullzinsen: Anleihen & Co. sind keine Alternative

Generell gilt: Steigende Realrenditen (also der Nominalzins abzüglich der Teuerungsrate) sind negativ für die Goldnotierung. Immerhin wirft Gold keine laufenden Erträge ab. Derzeit allerdings beschleunigt sich der Trend zu Null- oder sogar Negativzinsen, wie die Grafik eindrücklich belegt. Besonders in der Euro-Zone sind die Realrenditen in fast allen Laufzeitbereichen negativ. Das bedeutet: Aus dem früheren Nachteil der Zinslosigkeit des Goldes wird jetzt eher sogar ein Vorteil. Denn wo es keine positiven Zinsen gibt, entfallen auch Strafzinsen, die immer mehr Banken ihren Kunden für Kontengelder aufbrummen. Gold könnte also von Klein- und Großanlegern verstärkt als Wertspeicher ohne Minuszinsen entdeckt werden. Den traditionellen Inflationsschutz gibt’s obendrauf.

Wertspeicher: Die Notenbanken greifen zu

Weltweit haben die Zentralbanken 2019 so viel Gold erworben wie seit rund 50 Jahren nicht mehr. Bei zahlreichen Schwellenländern, aber auch geopolitischen Konkurrenten der USA liegt das daran, dass sie sich unabhängiger vom US-Dollar machen möchten (Stichwort: De-Dollarisierung). Sie wollen in ihren Bilanzen lieber einen größeren Teil Gold als ultimativen Wertspeicher halten, der nicht an das Zahlungsversprechen einer anderen Notenbank gebunden ist. Zudem sind viele Länder ohnehin stark vom Dollar abhängig, weil sie sich dort hoch verschuldet haben und Rohstoffe zumeist in Dollar abgerechnet werden. Was allerdings die Grafik zeigt: Im Verhältnis zum gesamten Welt-Goldbestand ist der Anteil der Notenbanken sogar geschrumpft – weitere Käufe bieten daher zusätzliches Preispotenzial.

Preisprojektionen: Und wie geht es weiter?

Natürlich interessiert Goldfans vor allem, welches Potenzial die Notierung ihres Edelmetalls nach den bereits ordentlichen Kursavancen noch bietet. Dabei sollten sie langfristig denken, denn oft wird ein Anteil Gold am Vermögensmix ja gerade für den eigenen Ruhestand oder für die Erben erworben. Und langfristig sind Unzenpreise vorstellbar, die sogar deutlich über den aktuellen Kurszielen von beispielsweise 2300 Dollar (Incrementum) liegen. Wichtig: Hierbei handelt es sich nicht um konkrete Prognosen von Banken oder Research-Häusern, sondern um Preisprojektionen, die sich ergeben, wenn man Entwicklungen früherer Zyklen auf die Zukunft anwendet. Schreibt man zum Beispiel die Renditen seit den 1980er-Jahren (mit teils schwachen Goldphasen) fort, ergeben sich mehr als 6000 Dollar je Unze.

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Darauf muss man beim Kauf von physischem Gold achten

Hier steht, welche Aspekte beim klassischen Kauf von Barren und Münzen wichtig sind.

  • Weltweit akzeptiert. Anlagemünzen (Bullion-Coins) wie der südafrikanische Krügerrand oder der kanadische Maple Leaf sowie Barren, die gewissen Standards entsprechen, sind weltweit anerkannt und fungibel. Grundsätzlich gilt: Je größer die Einheit ist, umso niedriger fällt das Aufgeld aus – also die Differenz zwischen dem reinen Materialwert des Goldes und dem Preis, den ein Anleger für die Münze oder den Barren zahlt. Das Gleiche gilt für die Spanne zwischen An- und Verkaufspreisen von Barren und Münzen (Spreads). Anleger sollten aber auch bedenken, dass im Fall von extremen Krisen kleinere Stückelungen möglicherweise leichter eingesetzt werden können. Derzeit fallen Aufgelder und Spreads überdurchschnittlich hoch aus, weil der Goldpreis sehr stark schwankt und die Händler einen Sicherheitspuffer einbauen müssen. Allerdings ist es derzeit ohnehin nicht immer möglich, die gewünschten Stücke zu ergattern. Denn selbst die Online-Shops vieler Edelmetallunternehmen sind momentan aufgrund von Lieferengpässen geschlossen.
  • Die Frage der Aufbewahrung. Die Käufer müssen sich auch Gedanken machen, wo sie ihr Gold lagern möchten. Für den heimischen Tresor spricht die jederzeitige Möglichkeit des Zugriffs auf das Gold. Doch sollte man zuvor mit dem Versicherungsberater besprechen, welche Sicherheitsklasse der Safe aufweisen muss und welche weiteren Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit das Gold effektiv und in ausreichender Höhe versichert ist. Aktuell sind aufgrund der Corona-Krise viele Bankfilialen geschlossen und der Zugang nur eingeschränkt möglich (oft nur nach Terminvereinbarung). Ähnliches gilt für Schließfächer bei Goldhändlern, die ebenfalls ihre Filialen schließen mussten. Viele Goldbesitzer bevorzugen die Aufbewahrung bei Pro Arum, Goldkontor Hamburg & Co., da diese außerhalb des Bankensektors operieren und nicht von möglichen Bankruns im Fall von Großkrisen betroffen sein könnten.
  • Auch Sparpläne sind möglich. Mehrere Goldhandelsfirmen in Deutschland bieten Sparpläne für Gold an, bei denen die Käufer zum Beispiel monatlich einen festen Betrag investieren und so, ähnlich wie bei einem Fondssparplan, von temporären Kursrückgängen des Edelmetalls profitieren. Auch der Erwerb von Unzenbruchteilen ist möglich. Bei einem Test von FOCUS-MONEY haben unter anderen die Sparpläne der Anbieter Granvalora und Solit hervorragend abgeschnitten. Vorteil: Wie bei den Goldzertifikaten müssen sich Käufer hier keine Gedanken über die Lagerung machen.

Alle Informationen zum Coronavirus finden Sie  im News-Ticker von FOCUS Online

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Andreas Körner

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