Good-News: Kuba schickt Ärzte und Pfleger nach Italien, um in Notlage zu helfen

0
186
Werbebanner


Aktualisiert am Sonntag, 22.03.2020, 22:27

Verbrechen, Streit und Katastrophen: Die Nachrichtenwelt konzentriert sich naturgemäß stark auf negative Ereignisse. In diesem News-Ticker setzen wir ein Gegengewicht – mit großen und kleinen Geschichten über Glück, Gelingen und Entwicklungen, die Hoffnung machen.

43.000 kämpfen gegen Corona: Hackathon der Bundesregierung wird zum Mega-Event

22.22 Uhr: Die Bundesregierung hat zugesagt, die besten Ideen und Lösungsansätze aus dem Hackathon #WirVsVirus möglichst zügig umzusetzen. An dem 48-stündigen Event hatten knapp 43 000 Menschen teilgenommen, um Apps und andere Lösungen zur Bewältigung der Corona-Krise zu programmieren und zu gestalten. „Das war offenkundig der größte Hackathon, der jemals weltweit durchgeführt wurde“, sagte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) am Sonntagabend. Die Teilnehmer aus dem In- und Ausland hätten sich bereiterklärt, eigene Ideen einzubringen und Maßnahmen gegen den Virus zu ergreifen.

„Unser Land und die ganze Welt ist in einer ernsten Lage“, sagte Braun. „Und dass so viele freiwillig mithelfen, die Dinge zu tun, die die Bundesregierung alleine nicht geschafft hätte, ist wirklich toll.“ Die Teilnehmer hatten knapp 2000 Projekte das Wochenende über bearbeitet. Rund 100 Projekte davon seien aus der Bundesregierung gekommen. Bis zum kommenden Wochenende soll nun eine Jury die besten Projekte auswählen.

Digital-Staatsministerin Dorothee Bär (CSU) hatte zuvor die Geschwindigkeit des Projekts gelobt. Sie zeigte sich auch «vom Zusammenhalt der Community» und der Leistung der Teams und der Veranstalter beeindruckt.

Die Aktion #WirVsVirus wurde von der Bundesregierung und den folgenden Gruppen initiiert: Tech4Germany, Code for Germany, Impact Hub Berlin, ProjectTogether, SEND e.V., Initiative D21, Prototype Fund. „Wir sind sektorübergreifend zusammengekommen, um gemeinsam einen digitalen Raum zu schaffen, in dem an Lösungen für die Herausforderungen durch Covid19 gearbeitet werden kann“, erklärten die Veranstalter.

Kampf gegen Corona: Kuba schickt Ärzteteam nach Italien

Sonntag, 22. März, 08.33 Uhr: Kuba hat am Sonntag ein Ärzteteam nach Italien geschickt, das die italienischen Kollegen bei ihrem Kampf gegen das Coronavirus unterstützen soll. Die 52 Ärzte und Krankenpfleger sollten in der Lombardei, dem aktuellen Brennpunkt der Corona-Krise, eingesetzt werden, teilte das Gesundheitsministerium in Havanna mit. “Wir haben Nachrichten von Freiwillen erhalten, die bereit sind, überall hinzugehen, um in dieser globalen Gesundheitssituation zu helfen”, sagte Jorge Delgado, der die Medizinische Zusammenarbeit des Ministeriums leitet, im kubanischen Staatsfernsehen.

Den kubanischen Behörden zufolge werden die Mediziner in der Lombardei auf Anfrage Italiens zunächst für bis zu drei Monate arbeiten. Sie haben bereits mit Krisen wie der Ebola-Epidemie zu tun gehabt und werden sich einer Gruppe chinesischer Ärzte anschließen, die bereits in einem Krankenhaus in Bergamo im Einsatz sind. In Italien sind schon mehr als 4000 Menschen an dem Coronavirus gestorben. In Kuba selbst sind nach offiziellen Angaben aktuell 20 Menschen mit dem Virus infiziert, eine Person starb daran.

Das medizinische Personal aus Kuba ist Teil des Internationalen Henry Reeve Kontingents, das der inzwischen verstorbene damalige Staats- und Regierungschef Fidel Castro 2005 gründete, um in Krisensituationen zu helfen. 2017 wurde es von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgezeichnet. Die kubanische Regierung hat schon Mediziner-Brigaden unter anderem nach Surinam, Nicaragua, Jamaika und Venezuela geschickt. Seit 1963 sind über die internationale medizinische Zusammenarbeit mehr als 400 000 Kubaner in 164 Länder entsandt worden. 2019 waren 28 000 kubanische Gesundheitshelfer in 61 Ländern im Einsatz.

Um sie vor Coronavirus zu schützen: London bringt Obdachlose in Hotelzimmern unter

15.39 Uhr: In London werden hunderte Obdachlose in Hotels untergebracht, um sie vor dem neuartigen Coronavirus zu schützen. Dies kündigte am Samstag Bürgermeister Sadiq Khan an. Es stünden dafür rund 300 Zimmer in zwei Hotels zur Verfügung. Die Maßnahme sei zunächst auf zwölf Wochen befristet.

“Der Corona-Ausbruch betrifft jeden in London und wir müssen alles Mögliche tun, um die Gesundheit aller zu schützen – nicht zuletzt die der Londoner, die jede Nacht unter rauesten Bedingungen auf den Straßen der Hauptstadt schlafen”, erklärte Khan. Die Obdachlosen sollten so schnell wie möglich zu ihren Zimmern gebracht werden. Dies geschehe durch Taxifahrer, die sich freiwillig für diese Aufgabe gemeldet hätten.

Offiziellen Angaben zufolge gibt es in London rund 1100 Obdachlose.

Mehr als 1000 Freiwillige wollen in Krankenhäusern helfen

Samstag, 21. März, 08.05 Uhr: Während der Corona-Pandemie verzeichnen die Gesundheitsbehörden große Hilfsbereitschaft. “Großartig ist, dass mehr als 1000 Freiwillige sich in nur zwei Tagen gemeldet haben”, sagte der Sprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Oliver Grieve, der Deutschen Presse-Agentur. An den beiden Klinik-Standorten Kiel und Lübeck herrsche «ein Klima von hohem Verantwortungsbewusstsein und großer Hilfsbereitschaft» – trotz der enormen Herausforderungen bei der Umstellung auf Corona-Infrastruktur und der gleichzeitig unterbrochenen Lieferkette von Schutzmaterialien.

Schleswig-Holsteins Wissenschaftsministerin Karin Prien (CDU) hatte Studenten angesichts der Corona-Krise am Mittwoch zur Mithilfe als Freiwillige im Uniklinikum aufgerufen. Dieses benötige Unterstützung nicht nur von Medizin-Studenten. “Auch wer zum Beispiel eine Rettungssanitäter-Ausbildung hat oder anderweitig etwas beitragen will, zum Beispiel auch im Bereich der Logistik, ist herzlich willkommen.”

Am Uniklinikum selbst sind nach Angaben des Sprechers zehn Mitarbeiter mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Überwiegend handele es sich dabei um Reiserückkehrer. Aktuell behandelt das Uniklinikum fünf Patienten, die mit Covid-19 infiziert sind. Aussagen darüber, bei wie vielen Infizierten die Erkrankung bereits überstanden ist, seien nicht möglich, sagte der Sprecher. Der erste Patient sei erst am 10. März gekommen.

Bochumer danken mit Grönemeyers größter Hymne allen Helden der Corona-Krise

22.17 Uhr: Bochum, Donnerstagabend 21 Uhr: Aus vielen Fenstern ist “Bochum” zu hören – die Hymne von Herbert Grönemeyer auf seine Heimatstadt. Zahlreiche Menschen waren dem Aufruf zu einer Solidaritätsaktion in der Corona-Krise gefolgt, der über die sozialen Netzwerke verbreitet worden war, und spielten über ihre Lautsprecher das Lied. In den Aufrufen hieß es etwa: “Lasst uns ein Zeichen setzen für die, die nicht zuhause bleiben können in dieser für alle schwierigen Zeit.”

In den vergangenen Tagen hatte es ähnliche Aktionen in zahlreichen Städten gegeben. Menschen klatschten an ihren Fenstern für Helferinnen und Helfer. Videos davon teilten sie in den sozialen Medien. Wer als Erster in Deutschland dazu aufgerufen hat, ist nicht bekannt.

Israels Präsident liest Kindern via Facebook vor – damit Eltern Pause kriegen

Donnerstag, 19. März, 11.00 Uhr: Israels Präsident Reuven Rivlin will die Eltern des Landes mit einer virtuellen Lesestunde entlasten. Ab 12 Uhr lokaler Zeit (11 Uhr in Deutschland) will Rivlin per Facebook Live den Kindern des Landes etwas vorlesen. Eltern könnten auch zuhören, wenn sie wollen – ansonsten biete sich eine Kaffeepause ohne Handy zum Abschalten an, so Rivlin. In Israel sind die Menschen wegen des Coronavirus angehalten, zuhause zu bleiben. Wie in Deutschland sind Schulen, Kitas, Spielplätze und Ähnliches geschlossen.

Große Rettungsaktion: Feuerwehr befreit Hund aus Abwasserrohr

Mittwoch, 18. März, 17.34 Uhr: Über 20 Feuerwehrleute haben einen Hund aus einem Abwasserrohr in Iserlohn befreit. Wie die Feuerwehr am vergangenen Sonntag mitteilte, hatte eine Spaziergängerin am Samstagnachmittag ein Bellen unter der Erde gehört.

Die herbeigerufenen Feuerwehren Iserlohn, Menden und Sümmern waren daraufhin mit insgesamt fünf Einsatzfahrzeugen und 24 Einsatzkräften vor Ort. Nachdem die Feuerwehrleute den Hund aus dem Rohr ausgegraben hatten, konnte er nach rund zwei Stunden unverletzt an seinen Besitzer übergeben werden. Wie der Terrier in das Abwasserrohr gelangen konnte, sei unklar, sagte ein Sprecher.

Deutsche Bahn lässt zurückgeholte Urlauber kostenlos mit der Bahn weiterreisen

16.21 Uhr: Bei der Rückholaktion für Urlauber können die Betroffenen kostenlos mit der Deutschen Bahn zu ihren eigentlichen Zielflughäfen weiterreisen. Das Flugticket oder die Bordkarte werden in den Zügen als Fahrschein anerkannt, wie das Bundesunternehmen am Dienstag mitteilte. Das gelte zunächst bis Ende März.

Mit der größten Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik sollen Zehntausende Deutsche zurückkehren, die wegen der Coronakrise im Ausland festsitzen. Nach Schätzungen des Auswärtigen Amts sind derzeit noch mehr als 100 000 Personen vor allem in den Hauptreisegebieten für diese Jahreszeit unterwegs, die zu einem großen Teil mit Sonderflügen zurückgeholt werden sollen.

“Wir bleiben für euch da”: Krankenschwestern werden für Appell gefeiert

12.12 Uhr: Das Coronavirus beschäftigt Mitarbeiter von Krankenhäusern weltweit und führt zu Überstunden und Mehrarbeit. Zwei Krankenschwestern aus Wien haben nun eine Botschaft gesendet, die in Windeseile via Facebook viral ging.

Auf einem Pappschild, das Jenifer Damith und Jessica Wallner hochhalten, steht “Wir bleiben für euch da! Bleibt ihr für uns daheim!” Die beiden Frauen arbeiten im Wilhelminenspital in der österreichischen Hauptstadt.

Kurz nachdem die 28-jährige Damith das Foto teilte, griffen dutzende weitere Mitarbeiter des Krankenhauses den Slogan auf und posteten ähnliche Beiträge. Innerhalb kürzester Zeit wurde die Aktion viele Male geteilt und tausende Österreicher bedankten sich bei den Krankenhausmitarbeitern.

3D-Drucker rettet Corona-Patienten das Leben

Dienstag, 17. März, 9.47 Uhr: In der Lombardei fehlt es wegen des Coronavirus aktuell sowohl an Betten als auch an Personal und Beatmungsgeräten. Während die ersteren beiden Probleme weiterhin bestehen bleiben, konnte das Problem der Beatmungsgeräte in Brescia gelöst werden.

Weil mehrere Ventile defekt waren, drohten einige Beatmungsmaschinen unbrauchbar zu werden. Eine Anfrage beim Hersteller brachte keine Besserung. Da die Nachfrage nach den Ersatzteilen enorm hoch sei, könne man aktuell keine liefern – eine Katastrophe.

Abhilfe schaffte Massimo Temporelli. Als er von dem Engpass hörte, aktivierte der Experte für 3D-Drucker die Community und erreichte die kleine Firma Isinnova aus Brescia. Der Gründer dieser kleinen Firma nahm schließlich einen Drucker mit ins das Krankenhaus und produzierte innerhalb weniger Stunden die benötigten Ersatzteile für die Beatmungsgeräte.

Nachdem die gute Nachricht die Runde gemacht hatte, meldeten sich weitere 3D-Druck-Hersteller beim Krankennhaus. Das ebenfalls lokal beheimatete Unternehmen Lonati lieferte sogar noch Ventile aus hochwertigerem Kunststoff.

Eigentlich ist der Nachbau patentierter Bauteile wie der Ventile strafbar. In Notfällen können Krankenhäuser aber die enstprechende Design-Datei offiziell anfordern und eine Patientengefährdung durch kaputte Geräte verhindern. Außerdem wurde in der Szene die Diskussion darüber angeregt, ob man auch andere notwenige Gegenstände wie Schutzmasken ebenfalls nachbauen könnte.

CO2-Ausstoß in Deutschland ging 2019 deutlich zurück

Montag, 16. März, 12.15 Uhr: Die Treibhausgas-Emissionen in Deutschland sind im vergangenen Jahr nach ersten amtlichen Berechnungen deutlich zurückgegangen. Wie Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) am Montag in Berlin mitteilte, sanken die Emissionen im Vergleich zu 2018 um 6,3 Prozent – Hauptgrund war demnach, dass weniger Strom aus Kohle produziert wurde. Im Vergleich zu 1990 waren es 35,7 Prozent weniger Treibhausgase.

Beim Heizen und im Verkehr stieg der CO2-Ausstoß den Angaben zufolge aber an. Heizöl sei günstig gewesen und das Wetter etwas kühler als im Vorjahr, hieß es. Es seien zwar sparsamere Autos auf den Markt gekommen, der Kfz-Bestand insgesamt sei aber um 1,6 Prozent gewachsen – und damit auch der Spritverbrauch.

Die Angaben seien die „gegenwärtig bestmögliche Schätzung“ und aufgrund noch fehlender Daten mit Unsicherheiten verbunden, teilten Umweltministerium und Umweltbundesamt mit. Der Treibhausgas-Ausstoß sei 2019 um 54 Millionen Tonnen auf 805 Millionen Tonnen gesunken. Es war der zweitgrößte Rückgang seit 1990 – stärker sanken die Emissionen nur im Jahr 2009, als die Wirtschaft unter den Folgen der Finanzkrise litt.

Hauptgründe für den Rückgang beim klimaschädlichen Kohlestrom war, dass der EU-weite CO2-Preis für die Energiewirtschaft gestiegen ist, sowie der relativ niedrige Gaspreis, aber auch der Ausbau von Windkraft und Solaranlagen in Deutschland. „Dieser Ausbau muss dringend weitergehen“, mahnte Schulze. In der Verkehrspolitik und bei den Gebäuden seien zusätzliche Maßnahmen nötig.

Kampf gegen Coronavirus: Cristiano Ronaldo will seine Hotels in Kliniken umbauen

12.45 Uhr: Ausnahme-Situationen erfordern auch Maßnahmen von Ausnahme-Sportlern. Zu diesen zählt definitv Fußball-Star Cristiano Ronaldo. Der Profi von Juventus Turin befindet sich aktuell auf seiner portugiesischen Heimatinsel Madeira in Isolation, nachdem es auch im Umfeld seines Klubs bestätigte Cornoavirus-Infektionen gegeben hat.

Aus seiner Isolation heraus will Ronaldo allerdings nicht untätig bleiben und bietet mit einer selbstlosen Aktion Unterstützung an. Wie mehrere spanische und portugiesische Medien berichten, soll der Juve-Star planen, seine zwei “Pestana CR7“-Hotels, die er in Portugals Hauptstadt Lissabon sowie in Funchal besitzt, in provisorische Krankenhäuser umzugestalten.

Die reine Umgestaltung seiner Vier-Sterne-Ressorts reicht dem 35-Jährigen allerdings wohl nicht aus. Demnach soll Ronaldo ebenfalls die Kosten für die Behandlung der Patienten übernehmen sowie die Bezahlung für Ärzte, Krankenschwestern und weitere nötige Angestellte aus eigener Tasche bezahlen.

Formel-1-Auftakt wegen Coronavirus abgesagt: Fahrer treten bei E-Sports-Rennen an

Sonntag, 15. März, 08.58 Uhr: Sehr zum Bedauern der weltweiten Motorsport-Fans ist auch der Renn-Auftakt der neuen Formel-1-Saison dem Coronavirus zum Opfer gefallen. Aufgrund der Pandemie wurde der Grand Prix im australischen Melbourne abgesagt, auch die Folge-Rennen in Vietnam und Bahrain sind bereits gestrichen. Um den Fans die motorsportfreie Zeit zu versüßen gibt es aber ein ganz besonderes Highlight.

Red-Bull-Fahrer Verstappen (22) tritt nämlich in einem “All-Star Esports Battle” des Motorsport-Portals “The Race” am heutigen Sonntag (14.00 Uhr/YouTube) gegen weitere echte Rennfahrer und Videospiel-Größen an. Unter anderen ist der frühere Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya dabei.

McLaren-Mann Norris (20) nimmt ebenfalls am heutigen Sonntag (17.45 Uhr/Twitch.tv und YouTube) den Kampf gegen Top-Gamer bei “Not the Aus GP” auf, das vom Gaming-Team Veloce Esports organisiert wird. Auch hier wird weitere Sport-Prominenz vertreten sein. Unter anderem bestätigte der Veranstalter die Zusage von Fußballtorhüter Thibaut Corouis, dessen Team Real Madrid aktuell aufgrund des Virus unter Quarantäne steht.

Coronavirus: Khedira und Juventus Turin sammeln Geld für Krankenhäuser

13.08 Uhr: Sami Khedira, Mittelfeldspieler von Juventus Turin, hat sich inmitten der Coronavirus-Epidemie in Italien via Twitter an seine Follower gewandt.

“Wir befinden uns alle in einer außergewöhnlichen Situation, aus der wir nur gemeinsam herauskommen”, sagte Khedira auf Italienisch und appellierte: Um ein Vorbild für andere abzugeben, sei es wichtig, zu Hause zu bleiben und soziale Kontakte zu vermeiden.

“Junge Leute helfen älteren, die Gesunde helfen Kranken”, sagte Khedira weiter. “Wir bei Juventus Turin sammeln Geld für Krankenhäuser in Turin und die Region im Piemont. Eine gute medizinische Versorgung kann viele Leben retten!” Jeder könne etwas beitragen.

Trotz Coronavirus: Berliner Feuerwehr und BVG rufen zu Solidarität auf

11.24 Uhr: Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben die Bevölkerung im Zuge der Coronakrise zu Solidarität aufgerufen. “Bitte unterstützt euch alle gegenseitig in der aktuellen Lage!”, twitterte das Unternehmen am Samstagmorgen. Auch die Berliner Feuerwehr richtete unter dem Hashtag #WirRettenBerlin_gemeinsam eine Art Mantra an die Menschen in der Hauptstadt: “Alle getro ffenen Maßnahmen helfen, dass die Zahl der Neuinfektionen langsam steigt und das Gesundheitssystem nicht an seine Grenzen kommt.”

Am Freitag verkündete Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) drastische Maßnahmen, um die Ausbreitung des Virus in der 4-Millionen-Metropole zu verlangsamen. So sollen ab Dienstag Kneipen, Clubs, Bars und Schulen geschlossen werden.

Deutsche Bahn weitet Umtausch-Regeln wegen Coronavirus aus

14.23 Uhr: Die Deutsche Bahn weitet angesichts der Coronavirus-Pandemie ihre Kulanzregeln für Fahrgäste erneut aus. Ab Montag soll es für Fahrgäste auch unabhängig von Risikogebieten oder der Absage von Großveranstaltungen die Möglichkeit geben, Sparpreis- und Supersparpreistickets in Gutscheine umzutauschen. Damit wolle die Bahn auch ein wichtiges “Signal zur Beruhigung” aussenden, sagte Richard Lutz am Freitag in Berlin.

“Natürlich haben wir Verständnis dafür, wenn unsere Kunden in der aktuellen Situation ihre gebuchte Reise noch einmal überdenken wollen”, erklärte Lutz. Aus diesem Grund habe sich die Bahn entschieden, eine “deutschlandweite Sonderkulanz-Regelung einzurichten”. 

Kunden, die aufgrund des Coronavirus ihre Reise nicht mehr antreten möchten, können demnach ab Anfang kommender Woche ihre gebuchten Tickets kostenfrei in einen Reisegutschein im Wert ihres Tickets umwandeln lassen. Gelten soll dies für alle Supersparpreise und Sparpreise für Reisen bis einschließlich 30. April. Betroffene Kunden sollten sich dazu “an die Kundenservice-Kanäle und die Verkaufsstellen der Bahn wenden”, erklärte der Konzern. Um unnötige Wartezeiten in Reisecentern zu vermeiden, würden die Kunden allerdings gebeten, “alle digitalen Wege für den Umtausch der Tickets zu nutzen”.

Reisende mit Flexpreistickets haben laut Bahn unabhängig von den aktuellen Sonderkulanzen die Möglichkeit, ihre Fahrkarten kostenlos zu stornieren und sollen dafür “die üblichen Stornierungswege nutzen”. 

Kunden, die aufgrund des Coronavirus ihre Reise innerhalb Deutschlands verschieben wollen, können das gebuchte Ticket bis zum 30. Juni 2020 flexibel nutzen. Bei Sparpreisen wird die Zugbindung aufgehoben.

Zugleich bekräftigte Lutz am Freitag bei einer Pressekonferenz mit Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), dass die Bahn von ihrer Seite aus den Betrieb nicht einschränken werde. Der Konzern begreife sich als Teil der Daseinsvorsorge, der einen “wesentlichen Beitrag” zur Mobilität der Menschen und Versorgung der Wirtschaft leiste. Deshalb sei es für die Bahn wichtig, auch in schwierigen Situationen den Betrieb “so lange wie möglich und so gut wie möglich” aufrecht zu erhalten.

Der Konzernchef betonte, dass die Bahn Wert auf einen bestmöglichen Schutz an Bord der Züge lege und verwies hierbei etwa auf die verstärkte Reinigung der Wagen und die Verfügbarkeit von Desinfektionsmitteln; zudem stünden für den Fall, das Verdachtsfälle auf eine Coronavirus-Infektion auftreten sollten, auch Atemmasken zur Verfügung.

#NachbarschaftsChallenge: Menschen beweisen Nächstenliebe in Zeiten von Corona

22.36 Uhr: Das Coronavirus bestimmt aktuell das Weltgeschehen. Umso schöner ist es, wenn Menschen auch in Zeiten dieser Pandemie füreinander da sind und echte Nächstenliebe beweisen. Unter dem Hashtag #NachbarschaftsChallenge gibt es in den sozialen Netzwerken aktuell eine Solidaritätswelle. Menschen, besonders in Mehrfamilienhäusern, bieten dabei in ausgehängten Briefen älteren Nachbarn ihre Hilfe an, besonders in der österreichischen Hauptstadt Wien.

 

“Sollten Sie über 65 Jahre alt sein und ein geschwächtes Immunsystem haben, möchte ich Euch unterstützen, gesund zu bleiben”, heißt es beispielsweise in einem Brief. Es folgt das Angebot, entsprechenden Personen unter die Arme zu greifen, indem man für sie einkaufen geht oder kleinere Besorgungen macht. Auch Angebote, beispielsweise mit dem Hund Gassi zu gehen, kommen vor.

Hintergrund der Aktion ist, dass ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen zur Risikogruppe im Falle einer Corona-Infizierung gehören. Durch die Hilfe netter Nachbarn müssten diese nicht mehr selber das Haus verlassen und das Risiko einer Infizierung wäre geringer.

In der deutschen Corona-Hochburg macht ein Hashtag Mut

Donnerstag, 12. März, 04.25 Uhr: Der Coronavirus verbreitet sich in ganz Deutschland. Den Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen hat es besonders schlimm erwischt, viele der Bürger dort leben momentan in Quarantäne. Den Mut verlieren sie deshalb aber nicht. Im Kurznachrichtendienst Twitter macht derzeit der Hashtag #hsbestrong die Runde. Nicht nur Heinsberger, sondern Menschen aus ganz Deutschland spenden sich und ihren Mitmenschen mit diesen Tweets Trost, solidarisieren sich mit den Bewohnern des Kreises oder lassen einfach ihre Wut auf den Virus raus.

Italienische Fußballfans spenden Ticketentschädigung an Krankenhäuer

Mittwoch, 11. März, 11.12 Uhr: Nachdem verkündet wurde, dass die Europapokalspiele der beiden italienischen Clubs Atalanta Bergamo und AS Rom wegen des neuartigen Coronavirus ohne Zuschauer stattfinden werden, haben zahlreiche Fans sich dazu entschlossen, die Entschädigung für ihre Tickets zu spenden.

So schreibt die Curva Nord von Atalanta Bergamo auf Facebook: “In diesen Wochen gibt es in unserer Stadt, unserer Provinz Helden, die mit unzureichenden Ressourcen und in anstrengenden Schichten für Gesundheit aller Menschen kämpfen. Deshalb haben wir beschlossen, die Summe der Ticketentschädigungen an das Krankenhaus von Bergamo zu spenden. Wir werden in den nächsten Tagen 40.000 Euro überweisen.”

Die Fans des AS Rom wollen ihre Spenden unterdessen dem Lazzaro Spallanzani Krankenhaus in Rom zukommen lassen, heißt es in einem Bericht des Nachrichtenportals “Il Romanista“. Außerdem haben sie eine Spendenkampagne gestartet, die den Namen “United We Stand” trägt. Mehr als 2000 Euro sind so bereits zusammengekommen.

Unbekannte versorgen Krankenhauspersonal in Italien mit Pizza und guten Wünschen

Dienstag, 10. März, 18.35 Uhr: Während ganz Italien momentan aufgrund der steigenden Covid-19-Erkrankungen lahmgelegt ist und die Krankenhäuser allerhand zu tun haben, sorgen Unbekannte für kurze Momente der Freude. Via Twitter wird von kleinen Gesten gegenüber dem Krankenhauspersonal einer Klinik in der stark betroffenen Region Emilia Romagna berichtet.

 

Dem Personal sei zur Stärkung Pizza geliefert worden, an den Fensterscheiben diverser Krankenwagen wären Frühstücksbeutel befestigt worden. Stets mit dabei – kleine Zettel mit positiven Wünschen. Vermutlich ein Dankeschön der Anwohner.

Fahrer nach Herzinfarkt bewusstlos – Helfer schlägt Scheibe mit Highheels ein

20.54 Uhr: Ein Helfer hat bei der Rettung eines offensichtlich bewusstlosen Autofahrers in Kaiserslautern die Seitenscheibe mit Highheels eingeschlagen. Die Rettungskräfte waren am Freitag zunächst nicht an den 63-Jährige herangekommen, weil das Auto von innen verriegelt war, wie die Polizei am Montag mitteilte. Ein 24-jähriger Helfer griff sich daraufhin beherzt die Stöckelschuhe seiner Begleiterin und zertrümmerte die Scheibe.

Der bewusstlose Fahrer, der offenbar einen Herzinfarkt erlitten hatte, konnte dann versorgt werden. Er wurde umgehend ins nächste Krankenhaus gebracht.

Nach Buschbränden in Australien: Wiener Zoo spendet Eintrittsgelder und Gehälter

11.53 Uhr: Mit einer Spendenaktion will der Tiergarten Schönbrunn in Wien die Aufbauarbeiten nach den Buschbränden in Australien unterstützen. Wie der Zoo am Montag mitteilte, werden die Mitarbeiter am Mittwoch ab 12 Uhr gratis arbeiten und das Gehalt vom Nachmittag spenden. Der Tiergarten selbst legt ab 12 Uhr die gesamten Eintrittsgelder und die Umsätze aus der Gastronomie dazu. “Ich arbeite hier mit den Koalas. Die Bilder aus Australien haben mich sehr betroffen gemacht, und da wollte ich natürlich etwas tun”, sagte Tierpflegerin Kiva Cheyenne Prinsloo laut einer Mitteilung. Die Summe geht an den Wildtierfonds der Zoo and Aquarium Association Australasia (ZAA). Bei den monatelangen Feuern waren in Australien 12,5 Millionen Hektar niedergebrannt, das ist mehr als ein Drittel der Fläche von Deutschland.

Nach Deutschland schafft auch Großbritannien die Tampon-Steuer ab

21.40 Uhr: Großbritannien schafft die sogenannte Tampon-Steuer ab. Auf Hygieneartikel soll demnach künftig keine Mehrwertsteuer mehr erhoben werden, so dass Tampons oder Binden billiger werden. Damit will das Land weiter die “Perioden-Armut” bekämpfen: Viele Mädchen und Frauen haben zu wenig Geld für solche Artikel und greifen während ihrer Periode zu alten Zeitungen, Stofflappen und Klopapier. Etliche schwänzen die Schule – aus Angst, es könnte ein Malheur passieren.

Finanzminister Rishi Sunak wird die Maßnahme bei der Vorstellung des neuen Haushaltsplans am Mittwoch verkünden. Viele Vorhaben der Regierung wurden schon am Wochenende bekannt. Die Abschaffung der “Tampon-Steuer” wird demnach am 1. Januar 2021 in Kraft treten. In der Brexit-Übergangsphase bis Ende des Jahres sei die Abschaffung aufgrund von EU-Regelungen nicht möglich, berichteten Zeitungen. Derzeit werden in Großbritannien fünf Prozent Mehrwertsteuer auf solche Hygieneartikel erhoben. Durch den Wegfall der Steuer könnten Frauen 40 Britische Pfund (etwa 46 Euro) im Leben sparen, hieß es.

In Großbritannien gilt vor allem Schottland als Vorreiter im Kampf gegen die “Perioden-Armut”. Etliche Schülerinnen und Studentinnen bekommen dort bereits kostenlos Binden und Tampons zur Verfügung gestellt. In Deutschland war zum Jahreswechsel die Mehrwertsteuer auf Menstruationsprodukte von 19 auf 7 Prozent gesenkt worden.

Der Finanzminister will auch sicherstellen, dass genug Bargeld in Großbritannien zur Verfügung steht. Landesweit werden bei Zahlungen vor allem Bankkarten genutzt. Die Zahl der Bankfilialen und frei zugänglichen Geldautomaten nimmt aber deutlich ab. Millionen von Menschen seien bei ihren täglichen Zahlungen auf Münzen und Banknoten angewiesen, teilte Sunak mit. Er werde dafür sorgen, dass sie “weiter auf ihre Einnahmen zugreifen und auf jede Art und Weise ausgeben können”. Sein Ministerium wird der Nachrichtenagentur PA zufolge hierzu Gespräche mit Banken und Aufsichtsbehörden führen.

Frau findet Geldbörse – und rettet Mann so den Ostsee-Urlaub

Sonntag, 8. März, 13.34 Uhr: Eine ehrliche Finderin aus Wismar hat einem Mann aus Sachsen den Ostsee-Erholungseffekt “gerettet”. Wie ein Polizeisprecher am Freitag sagte, hatte der 63 Jahre alte Urlauber aus der Region Meißen eine Woche zuvor seine Geldbörse auf einem Parkplatz bei Boltenhagen (Nordwestmecklenburg) auf dem Dach seines Autos liegengelassen. Darin waren rund 700 Euro Bargeld und diverse persönliche Papiere. Später bemerkte der Fahrer, dass das Portemonnaie fehlte – wo es vom Auto gefallen war, war unklar.

Die Suche blieb erfolglos, der Mann schaltete die Polizei ein. Nach einigen Tagen habe sich jedoch die Frau aus Wismar gemeldet und dem Sachsen seine Geldbörse mit dem gesamten Inhalt zurückgegeben, sagte der Polizeisprecher. Mit Hilfe der Papiere habe sie die Telefonnummer gefunden und den Mann angerufen, der noch in der Gegend war. Wo dem Mann seine Geldtasche vom Autodach gerutscht war und ob es Finderlohn gab, konnte die Polizei nicht sagen. “Es wäre aber wohl angebracht”, sagte ein Beamter.

Nach Bränden in Australien: Koalas dürfen bald nach Hause

Freitag, 6. März, 10.00 Uhr: Mit bisher unbekannter Wucht fegten die Waldbrände in den letzten Monaten über den australischen Kontinent. Während unzählige Menschen ihre Häuser verloren, fielen schätzungsweise anderthalb Milliarden Tiere den Flammen zum Opfer.

Auch Australiens Nationaltier, der Koala, wurde in seiner Population bedroht, entweder durch die Feuer selbst oder die anschließende Futterknappheit. Doch nicht alle der grauen Pelztierchen ereilte ein übles Schicksal, einige konnten gerettet werden.

So wie die Tiere, die nun im Zoo von Sydney auf ihre Auswilderung vorbereit werden. Sie waren Teil eines Forschungsprojekts und trugen deswegen einen Peilsender, als die Flammen wüteten. Helfer retteten die Tiere und verfrachteten sie in den Zoo von Sydney, um sie dort wieder aufzupäppeln, berichtet der „Deutschlandfunk”.

Jetzt, wo die Brände nach Monaten endlich erloschen sind, geht es für die Tier bald zurück in ihre natürliche Umgebung, und zwar in die von den Feuern verschonten Eukalyptuswälder. In anderen Teilen des Landes wird es noch lange dauern, bis sich die Natur wieder vollends erholt haben wird.

Dennoch wächst auf der verkohlten Erde bereits wieder das erste Grün. Zusätzlich werden weiterhin Nahrungsmittel wie Süßkartoffeln oder Karotten per Hubschrauber über den verbrannten Gebieten abgeworfen, um die überlebenden Tiere vor dem Verhungern zu bewahren.

13-Jähriger wird in Krankenhaus zurückgelassen – dann adoptiert Pflegevater ihn

17:47 Uhr: Der 13-jährige Tony aus North Carolina (USA) war seit seinem zweiten Lebensjahr im Pflegeheim, mit vier Jahren wurde er schließlich adoptiert. Neun Jahre später ließen ihn seine Pflegeeltern einfach in einem Krankenhaus zurück. Niemand wusste wieso. Peter Mutabazi, der zuvor bereits drei Jahre als Pflegevater aktiv war, bekam daraufhin einen Anruf – er möge sich doch bitte die nächsten zwei Tage um Tony kümmern.

Heute, ganze zwei Jahre später, zeigt sich: Aus den zwei Tagen wurde eine Bindung fürs Leben. „Ich weinte. Ich dachte: Wer würde so etwas tun?“, so Mutabazi über den Moment, an dem Tony ihm seine Geschichte erzählte. Für den Pflegevater war sofort klar, der Junge muss bei ihm bleiben. Im November letzten Jahres wurde schließlich die Adoptionsurkunde unterzeichnet.

„Vom ersten Tag an nannte er mich Dad“, berichtet Mutabazi stolz. Er selbst sei als 10-Jähriger vor seiner Familie weggelaufen und schließlich aus Uganda in die vereinigten Staaten gezogen. Für ihn habe es damals eine ähnliche Vaterfigur gegeben, er habe dieses Gefühl einfach zurückgeben wollen. Seine täglichen Erlebnisse mit Sohnemann Tony postet Mutabazi regelmäßig auf Instagram.

FC Bayern startet Kampagne “Rot gegen Rassismus”

10.34 Uhr: Der FC Bayern München will mit der Aktion “Rot gegen Rassismus” ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Beleidigungen und Intoleranz setzen. Der deutsche Fußball-Rekordmeister startete am Donnerstag diese Initiative. “Wir wollen mit unserer Aktion Haltung gegen Hass, Hetze und jede Art von Gewalt zeigen. Rassismus ist mit die schlimmste Form der Diskriminierung und hat in unserer Welt keinen Platz. Fußball muss Freude machen. Dafür steht der FC Bayern – genauso wie für die Werte Toleranz, Respekt und Vielfalt”, erklärte Vereinspräsident Herbert Hainer.

In der Aktion beziehen Spielerinnen und Spieler aus der Fußball- und Basketball-Abteilung des FC Bayern sowie Vereinsverantwortliche mit persönlichen Stellungnahmen Position. “In einer funktionierenden Gesellschaft kann man nicht immer von einer offenen Welt und großen Werten sprechen, nur wenn es einem Vorteile bringt. Es geht um ein vernünftiges Miteinander, einen gemeinsamen Austausch, gegenseitigen Respekt und Toleranz”, sagte Vize-Kapitän Thomas Müller. “Wir werden nicht müde, für das Thema Rassismus zu sensibilisieren.”

Zuletzt war etwa Hertha-Profi Jordan Torunarigha im DFB-Pokal-Spiel beim FC Schalke rassistisch beleidigt worden. “In den vergangenen Wochen ist es in den Stadien der Bundesliga zu Vorfällen gekommen, die uns allen nicht gefallen können. Insbesondere die sich häufenden Fälle von Rassismus bereiten uns große Sorge”, erklärte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. “Deshalb zeigen wir dem Rassismus die rote Karte. Mit unserer lange geplanten Aktion ‘Rot gegen Rassismus’ wollen wir dazu beitragen, dass unsere Stadionkultur, um die man uns in ganz Europa beneidet, wieder von Vernunft und Menschlichkeit bestimmt wird.”

Die Aktion war bereits schon länger und vor dem vergangenen Bundesliga-Spieltag geplant. Beleidigungen gegen den Hoffenheimer Geldgeber Dietmar Hopp sorgten bei der Bayern-Partie gegen die TSG für zwei Spielunterbrechungen.

Um Tiere zu schützen: Modemacher stellen jetzt Leder aus Kaktus-Blättern her

20.34 Uhr: Viele Jahre arbeiteten die Mexikaner Adrián López Velarde und Marte Cázarez in der Modeindustrie. Eines Tages wurde ihnen klar, dass tierisches Leder endlich eine Alternative braucht. Gemeinsam gaben sie ihre bisherigen Berufe auf und gründeten das Unternehmen “Adriano Di Marti”. Fortan sollte veganes Leder den Modemarkt revolutionieren.

Das Leder, “Desserto” genannt, besteht aus den Blättern einer mexikanischen Kaktus-Art. Alle 6 bis 8 Monate wird es geerntet und anschließend verarbeitet. Im Vergleich zu herkömmlichem Leder sparen die Unternehmer dabei deutlich mehr Wasser, zudem ist das Material atmungsaktiv, robust und zu großen Teilen biologisch abbaubar.

Vorgestellt wurde es bereits im Oktober 2019 in Mailand, der Mode-Hochburg Europas. Velarde und Cázarez haben aus dem Leder bisher eine Bandreite an Produkten hergestellt – von Taschen und Schuhen bis hin zu Sitzpolstern für Autos.

Pizzeria liefert Kartons mit Hundefotos aus – damit sie ein neues Zuhause finden

Mittwoch, 4. März, 12.54 Uhr: Die New Yorker Pizzeria “Just Pizza & WingCo.” hat zusammen mit dem Tierheim “Niagara SPCA” eine Aktion gestartet, um mehr Hunde aus dem Tierheim an neue Besitzer zu vermitteln. Dies berichtet “CNN“.

“Kimberly LaRussa vom Tierheim schrieb mir eines nachts eine SMS und fragte: ‘Hey, was denkst du darüber, Bilder von Hunden auf Pizzaschachteln zu platzieren?'”, erzählt Mary Alloy, die Betreiberin der Pizzeria, gegenüber CNN. Mary sei sofort begeistert von der Idee gewesen: “Wir sind alle Tierliebhaber hier. Ich hatte mich sofort an die Arbeit gemacht.”

Seit dem vergangenen Freitag erhalten nun alle Kunden des Pizzaladens bei ihrer Bestellung einen Karton mit dem Foto eines Hundes, der zur Adoption steht. Mary erzählt, die Reaktion der Kunden sei der beste Teil ihrer Aktion. Denn die Leute “lieben” die neuen Pizzakartons, so die Ladenbetreiberin.

Bereits am ersten Tag der Kampagne wurde ein Hund adoptiert. Der 6 Monate alte Welpe Larry fand dank des Flyers auf der Pizzaschachtel ein neues Zuhause.

“Viele Leute bestellen nur eine Pizza, um an das Foto des Tierheimhundes zu kommen”, berichtet Mary gegenüber “CNN”.

Seit der Aktion sei sogar der Umsatz des Ladens gestiegen. Gewöhnlich verkauft die Pizzeria 600 bis 800 Pizzen in einer Woche. Allein zwischen Freitag und Sonntag sollen es jedoch laut CNN schon 500 gewesen sein.

Neben den Flyern hat sich die Pizzeria noch eine weitere Idee überlegt: Wer aufgrund des Pizzakarton-Flyers einem Hund ein neues Zuhause schenkt, erhält von Just Pizza & WingCo. einen Gutschein im Wert von 50 US-Dollar.

Mary will die Aktion “solange wie es dauert” weitermachen, bis alle Hunde aus dem Tierheim vermittelt wurden. Mittlerweile sollen auch weitere Pizzerien angeboten haben, bei der Kampagne mitzumachen und Flyer auf ihre Schachteln zu kleben.

“Wir sind Mary und Just Pizza so dankbar”, sagt Kimberly LaRussa vom Tierheim Niagara SPCA.

Deutsche Bahn: 90 Prozent aller eigenen Güterwagen inzwischen leiser

Mittwoch, 04. März, 05.17 Uhr: Gute Nachrichten für Anwohner entlang von Bahnschienen: Die Deutsche Bahn kommt mit der Umsetzung eines Gesetzes für leiseren Schienenverkehr weiter gut voran. Inzwischen seien die Bremsen von rund 58.000 Güterwagen so umgerüstet, dass die Fahrzeuge deutlich leiser unterwegs seien, teilte der Konzern der Deutschen Presse-Agentur mit. „Das sind 90 Prozent der Flotte.“ Bis zum Ende des Jahres sollen – wie es gesetzlich vorgeschrieben ist – sämtliche rund 63 000 Güterwagen der Deutschen Bahn entsprechend ausgestattet sein.

Die neuen Bremsen verhindern das Aufrauen der Räder und reduzieren das Rollgeräusch. „Durch die Umrüstung reduziert sich das Vorbeifahrgeräusch eines Zuges um zehn Dezibel, was vom menschlichen Ohr als Halbierung wahrgenommen wird“, heißt es in der Mitteilung des Konzerns.

Das Gesetz der Bundesregierung sieht vor, dass bis zum Ende des Jahres sämtliche Güterwagen, die in Deutschland unterwegs sind, entsprechend umgerüstet sein müssen. Erfüllen sie die Lärmschutzvorgaben nicht, drohen vom kommenden Jahr an Bußgelder und Fahrverbote.

Schätzungen des Verbands der Güterwagenhalter in Deutschland (VPI) zufolge sind hierzulande rund 180 000 Wagen im Einsatz. Ein gutes Drittel davon gehört der Deutschen Bahn, weitere 60 000 sind im Besitz privater Wagenhalter. Das verbleibende Drittel gehört Eigentümern im Ausland. Er sei sicher, dass auch die privaten Wagenhalter in Deutschland die gesetzlichen Vorgaben im Laufe dieses Jahres umsetzen werden, sagte der VPI-Vorsitzende Malte Lawrenz.

24 Milliarden Dollar – Witwe von Steve Jobs will Vermögen spenden

18.32 Uhr: Sie ist derzeit die Nummer 35 der reichsten Menschen der Welt: Laurene Powell Jobs (56). Doch ihr Vermögen von knapp 24 Milliarden Dollar möchte sie nicht an ihre Kinder weitergeben.

Ihr Geld wolle sie, im Einklang mit ihrer Familie, spenden, sagte Powell kürzlich in einem Interview mit der „New York Times“: “Ich habe kein Interesse daran, familiären Reichtum aufzubauen, und meine Kinder wissen das.” So solle der Reichtum mit ihr enden, denn in ihren Augen wäre es anders nicht fair. „Es ist nicht richtig von Einzelnen, große Mengen an Reichtum anzusammeln“, fügte sie an.

Gewachsen sei in ihr dieser Gedanke, als sie in die Stadt Palo Alto im Silicon Valley gezogen war. Dort habe sie eine große Diskrepanz zwischen Arm und Reich wahrgenommen. Keine zwei Meilen weiter liegt East Palo Alto – niedrige Einkommen, verunreinigte Luft, vergiftetes Land und Wasser. Ein absoluter Gegensatz zu ihrem damaligen Wohnort. Ihr verstorbener Ehemann, Steve Jobs, habe ähnliche Ansichten geteilt, so könne sie sein Lebenswerk würdigen. 

Chinas älteste Coronavirus-Patientin aus Klinik entlassen

Dienstag, 3. März, 10.49 Uhr: Die älteste Coronavirus-Patienten Chinas ist geheilt: Die 98-jährige Hu Hanying wurde am Montag aus dem Krankenhaus entlassen. Das berichtet die “Daily Mail”. Die Frau stammt aus Wuhan, einer der Hochregionen des Coronavirus.

Zeitgleich mit Hanying wurde auch ihre Tochter aus dem Krankenhaus entlassen. “Wir dachten nicht, dass wir es schaffen würden”, sagte Hanying unter Tränen bei der Entlassung. Die beiden Frauen waren am 13. Februar im kritischen Zustand ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Schutz gegen das Coronavirus

Unser PDF-Ratgeber zeigt Ihnen, was Sie jetzt zum Coronavirus wissen müssen, wie Sie sich schützen und Ihr Immunsystem stärken können.

Katy Perry veranstaltet Konzert für Helfer und Betroffene der Brände in Australien

21.37 Uhr: Die verheerenden Buschbrände in Australien beschäftigten zu Beginn dieses Jahres die gesamte Welt. Insgesamt wurde dabei ein Gebiet in der Größe von ungefähr ein drittel der Fläche Deutschlands zerstört. 33 Personen verloren ihr Leben in den Flammen. Tausende Menschen verloren ihr Eigenheim, Hab und Gut. Nicht zuletzt deshalb gab es immer wieder große Spendenaufrufe von Stars und Promis aus der gesamten Welt.

Sängerin Katy Perry ist dies allerdings nicht genug – daher will der Superstar den Helfern sowie den Betroffenen der Brände eine ganz besondere Freude machen. Unter dem Titel “Fight On” will sie für ebendiese Personen ein Gratis-Konzert geben. “Als gebürtige Südkalifornierin kenne ich die Verwüstung, die diese Feuer anrichten, aus meiner Heimatgegend und war deshalb ganz besonders betroffen von den Buschbränden in Australien”, begründet Perry auf Instagram ihr Vorhaben.

Stattfinden soll das Konzert am 11. März in der Stadt Bright im Bundesstaat Victoria im Pioneer Park Recreation Reserve. “Die Tickets sind umsonst und werden an die Rettungskräfte, die dabei geholfen haben, Menschenleben und deren Besitz zu retten, verteilt”, heißt es in dem Instagram-Post. Weitere Tickets werden an die direkt von den Feuern betroffenen Einwohner ausgegeben.

In Seenot geratener Angler aus der Ostsee gerettet

Montag, 2. März, 13.54 Uhr: Seenotretter haben in der Ostsee einen mit seinem Kajak gekenterten Angler gerettet. Der Mann kam nach seiner Rettung am Samstag stark unterkühlt in ein Krankenhaus. Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger mitteilte, war der Hamburger bei Strande (Kreis Rendsburg-Eckernförde) mit einem Tretkajak zum Angeln auf die Kieler Förde gefahren und dann gekentert. Bis zu seiner Rettung war der 66-Jährige nach eigenen Angaben rund 30 Minuten im Wasser getrieben. Die Besatzung eines Motorschiffs war auf den Mann aufmerksam geworden und hatte die Seenotretter verständigt.

CDU-Mann Ziemiak attackiert Grünen-Chefin: „Forderungen verantwortungslos!“

 




Dieser Beitrag ist ein öffentlicher RSS Feed. Sie finden den Original Post unter folgender Quelle (Website) .

Krypto-Nachrichten ist ein RSS-Nachrichtendienst und distanziert sich vor Falschmeldungen oder Irreführung. Unser Nachrichtenportal soll lediglich zum Informationsaustausch genutzt werden.

Werbebanner

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

3 × zwei =