Hessen: Streit um Maskenpflicht in Supermarkt eskaliert – zwei Verletzte

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In einem Supermarkt in Mörfelden-Walldorf ist ein Streit um die Maskenpflicht eskaliert. Ein 29-Jähriger hatte keinen Schutz getragen, worauf ihn der Sicherheitsdienst mehrfach zurechtwies, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der Mann zeigte sich bei dem Zwischenfall am Samstagabend aber uneinsichtig und ging zur Kasse. Dort bezahlte er demnach nur einen Teil seiner Einkäufe und verließ den Supermarkt.

Den Angaben zufolge hielten andere Kunden den 29-Jährigen fest. Darauf reagierte er aggressiv und trat um sich. Dabei sei ein 57-Jähriger leicht verletzt worden. Polizisten überwältigten den Unruhestifter wenig später. Diese habe er beleidigte und einen Beamten am Ellenbogen verletzt. Ein Test ergab später, dass der 29-Jährige unter Drogeneinfluss stand. Daher musste er eine Blutprobe abgeben.

Die genauen Hintergründe seines Handelns müssen laut Polizei nun ermittelt werden. Auf den Mann kommen Anzeigen wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und räuberischen Diebstahls zu.

Polizei in Rüsselsheim schließt Supermarkt

Nach mehreren Verstößen gegen die Auflagen zur Bekämpfung des Corona-Virus hat die Rüsselsheimer Stadtpolizei einen Lebensmittelmarkt geschlossen. Die Betreiber ließen deutlich mehr Menschen in das Geschäft als erlaubt, wie die Stadt am Montag mitteilte. Zudem sei der Mindestabstand nicht beachtet und auch die Vorschrift zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung weder kontrolliert noch eingehalten worden. Der Marktleiter war demnach mehrfach auf die geltenden Bestimmungen hingewiesen worden. Als die Stadtpolizei bei einer erneuten Kontrolle am Samstag die gleichen Verstöße festgestellt hatte, untersagte sie den Angaben zufolge den weiteren Betrieb und versiegelte die Eingänge des Ladens.

8541 bestätigte Corona-Fälle

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen ist in Hessen nur leicht auf 8541 gestiegen. Am Montagvormittag (Stand 10.30 Uhr) hatten sich 27 Menschen mehr als bis zum Vortag mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Dies teilte das Sozialministerium in Wiesbaden mit.

Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Coronavirus in Verbindung gebracht werden, stieg in Hessen um zwei auf 372 an. In der Corona-Statistik werden nur solche Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer elektronischen Datenbank erfasst werden.

Mit der Öffnung von Friseursalons, Zoos, Museen und Spielplätzen gewinnen die Menschen in Hessen gleichzeitig ein kleines Stück Normalität in der Corona-Krise zurück – auch wenn die Rückkehr in den Alltag unter Einhaltung strikter Vorgaben hier und da etwas holprig verläuft.

Friseursalons sind wieder geöffnet

Die Friseursalons in Hessen haben nach der Wiedereröffnung alle Hände voll zu tun. Doch wie sie ihr Handwerk genau ausführen dürfen, war teilweise noch unklar. “In Nuancen ist die Auslegung noch nicht ganz klar”, sagte der Geschäftsführer des Landesinnungsverbandes Friseurhandwerk Hessen, René Hain, am Montag.

Die derzeitigen Vorgaben vom Land würden vereinzelt noch Fragen offen lassen, die es zu klären gelte. Derzeit hielten sich die Salons an die Richtlinien der Berufsgenossenschaft zu den Arbeitsschutzstandards. Durch die gegebenen Vorschriften benötigen die Friseure durchschnittlich länger für einen Kunden als gewöhnlich, viele Salons sind für die nächsten Wochen bereits ausgebucht.

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Schulen vor größerem Neustart

Spätestens in der übernächsten Woche soll es einen größeren Öffnungsschritt an den Bildungseinrichtungen geben. Dies kündigte Hessens Kultusminister Alexander Lorz am Montag an. Das Land verfolge dabei weiter die Strategie “von oben nach unten”, weil ältere Schüler sich besser an die Hygiene- und Abstandsregeln halten könnten, sagte der CDU-Politiker im ZDF-Morgenmagazin.

Derzeit sind nur weiterführende Schulen für den Unterricht von rund 110.000 Jugendlichen der Abschlussjahrgänge geöffnet. Lorz plädierte zugleich für ein ausgewogenes Verhältnis von Präsenzunterricht und Lernen zuhause. Eine Maskenpflicht an Schulen hält er für pädagogisch nicht sinnvoll. Das Land habe sich in dieser Frage mit Fachleuten beraten. “Man kann das den Kindern auch nicht zumuten, über Stunden hinweg”, sagte der Minister. “Die Masken verlieren auch irgendwann ihre Wirkung.”

Spielplätze, Zoos und Museen öffnen wieder

Neben der Nutzung von Spielplätzen sind auch wieder Besuche in den hessischen Zoos und Museen erlaubt. Bereits am Montag öffnete der Opel-Zoo in Kronberg – mit Besucherzählung. Der Frankfurter Zoo wird nach der coronabedingten Zwangspause am kommenden Mittwoch wieder seine Pforten öffnen. Die Zahl der täglichen Besucher sei zunächst aber auf 750 beschränkt, teilte eine Sprecherin der Stadt am Montag mit. Gleichzeitig dürfen nur maximal 250 Menschen im Zoo unterwegs sein. Am Dienstag wollen auch viele Museen wieder öffnen. Im Historischen Museum Frankfurt gibt es zum Neustart eine Sonderausstellung. “Wir freuen uns, wieder loszulegen”, sagte Direktor Jan Gerchow.

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Fahrschulen nehmen Betrieb auf

Unter Auflagen für Kleingruppen dürfen auch Hessens Fahrschulen wieder öffnen. Erlaubt ist nach Angaben des Verkehrsministeriums ein Einzel- oder Kleingruppenunterricht mit bis zu fünf Personen für den Auto- und Kraftradführerschein. Diese Regelung gelte für den Theorie- und Praxisunterricht, erklärte eine Ministeriumssprecherin am Montag in Wiesbaden. Für den Lkw- und Busführerschein werden nach Angaben des Ministeriums für Theorie und Praxis Gruppengrößen von nicht mehr als 15 Personen zugelassen.

Finanzhilfe

Das Land Hessen vergisst in der Corona-Krise auch die Schwachen nicht. Mit bis zu 1,25 Millionen Euro wird die Versorgung Bedürftiger mit Lebensmitteln unterstützt. Das Geld sichert den Betrieb der hessischen Tafeln. “Durch die Ausbreitung des Coronavirus sind die Tafeln in eine schwierige Lage geraten, weil die bislang erfolgten Lebensmittelspenden ausbleiben”, sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Montag. Laut dem Verein Tafel Hessen ist damit der Betrieb der Einrichtungen bis Ende Juni gesichert. Die 57 Tafeln in Hessen verteilen 25 000 Tonnen Lebensmittel pro Jahr an Bedürftige und unterstützen 100 000 Menschen mit Essen und Dingen des täglichen Bedarfs. Wegen der Corona-Pandemie hatten viele Tafeln in den vergangenen Wochen geschlossen. Nun ist rund die Hälfte in Hessen wieder aktiv.

Alle Entwiclkungen zur Corona-Pandemie lesen Sie im News-Ticker. 

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