Hoeneß & Rummenigge: Es zeigt sich, wie unfair harte Kritik an Bayern-Bossen war

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Hoeneß und Rummenigge: Jetzt zeigt sich, wie unfair die harte Kritik an den Bayern-Bossen war

Vielleicht zum ersten Mal geht der FC Bayern als klarer Favorit in ein Champions-League-Duell mit Barcelona. Die Katalanen haben zuletzt viel falsch gemacht, die Münchner aber auch viel rchtig. Jetzt zeigt sich, wie unfair die harte Kritik der Vorjahre an den Bayern-Bossen um Uli Hoeneß mitunter war.

Wann hat es das mal gegeben?

Der FC Bayern geht tatsächlich als Favorit ins Champions-League-Viertelfinale gegen Barcelona (Freitag ab 21.00 Uhr im Live-Ticker von FOCUS Online), und die Fachwelt ist sich ausnahmsweise einig, dass die Rollen sogar klar verteilt wären, wenn es zwei Spiele gäbe und nicht, wegen Corona, dieses improvisierte Finalturnier von Lissabon: In 90 oder 120 Minuten steigt die Gefahr, dass der Stärkere scheitert.

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Bayern ist auch deshalb Favorit, weil bei Barca eine Menge falsch gelaufen ist, auf und neben dem Fußballfeld. Dieses umgekehrte Prinzip als Erklärungsbasis wäre freilich zu undifferenziert: Barca hat viel falsch gemacht, aber Bayern halt viel richtig. Der öffentlichen Meinung zum Trotz.

Hoeneß wurde Ewiggestrigkeit vorgeworfen

Seit dem Triple 2013 und spätestens seit Pep Guardiolas Abschied 2016 hieß es ja ständig, dass Münchens Chef-Etage um Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge – salopp gesagt – keinen Plan habe. Das Plenum krakeelte wegen vermeintlicher Orientierungslosigkeit, fehlender Weitsicht, mangelndem Verständnis für die Entwicklungen im Big Business, wo all die Madrids und Liverpools zum Galopp ansetzten, die Bayern aber nicht (mehr) auf Trab kamen, angeblich und buchstäblich.

Unterfüttert wurde dies durch das Gebaren ihrer Patriarchen. Markiges, bayerisch-barockes Vorpreschen vom Schlage Hoeneß, bei dem Ewiggestrigkeit moniert und Sachverstand mitunter negiert wurde.

Hoeneß trug seinen Löwenanteil bei, durch seeehr hoeneßsche Ansichten zu Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen; zu kroatischen Chauffeuren, die offensichtlich die Verpflichtung von kroatischen Trainern anregten; zu Jupp Heynckes, der sich schon öffentlich sträuben musste, damit Freund Uli abließ vom Wunsch, Freund Jupp im hohen Traineralter zum Weitermachen zu überreden.

Vorher war Carlo Ancelotti ein Fehlgriff, danach war Niko Kovac annähernd ein Irrtum. Parallel veranstaltete Karl-Heinz Rummenigge verlässlich Karl-Heinz-Rummenigge-Dinge, was inkludierte, dass er am Ende des Tages, rational, seriös und überhaupt, nie die Konkurrenz schwächen wollte bei einem Spielertransfer. Soso.

Hoeneß und Rummenigge: Echo auf Mia-san-Mia-Plusterei kommt immer

Hasan Salihamidzic, der Sportdirektor, wurde zur ganz eigenen Causa. Dazu die Katar-Nähe. Auf der Jahreshauptversammlung 2018 entlud sich gekränkter Fan-Stolz, speziell gegen Hoeneß, den wiederum dies kränkte, was das Internet wiederum nicht kränkte.

Die Bayern-Bosse teilten aus, und für allzu affektierte Mia-san-Mia-Plusterei mussten sie einstecken. Sie riefen populistisch in den Wald und hörten populistisches Echo. Teilweise: zurecht, ohne Diskussion. Inzwischen aber zeigt sich, dass nicht alles so verkehrt und verblendet gewesen sein kann wie gerne beschrien. National ohnehin nicht, dort prägen diese Bayern eine Epoche, wie es in Deutschland nie geschehen war. Neun Meisterschaften in Folge, ihr Hunger: ungestillt.

Und der Effekt wirkt weitaus globaler, also dorthin, wo sich die Laptop- und Lederhosen-Münchner sehen im Fußballkosmos, der eigentlich eine Industrie ist. Derzeit ist der FC Bayern wahrscheinlich der gesündeste Fußballverein der Welt (beziehungsweise das gesündeste Fußballunternehmen), übrigens ohne den Vorteil horrender TV-Gelder wie in England und nicht minder horrender Scheich-Schecks wie bei Manchester City oder Paris Saint-Germain.

Bayern baut Team der Gegenwart und Zukunft

Bayern baut ein Team der Zukunft, das bereits in der Gegenwart angreift. Der Klub hat den Robbery-Umbruch maximal hinausgezögert, dann aber eine Achse der 95er und 96er Jahrgänge etabliert, die Führung von heute und morgen, Joshua Kimmich, Leon Goretzka, Serge Gnabry, Niklas Süle, Alexander Nübel, Leroy Sané (für einen Spitzenpreis). Alphonso Davies ist Jahrgang 2000.

Der zum Sportvorstand beförderte Salihamidzic hat sich profiliert, In-spe-Rummenigge-Nachfolger Oliver Kahn und Hoeneß-Erbe Herbert Hainer gefallen als Souveräne der ruhigen Hand. Zwischendurch ist Hoeneß immer noch Hoeneß, aber mei: Sonst wär’s ja fad.

“Sie machen es seit zwei, drei Jahren exzellent. Die haben eine grandiose Mannschaft”, lobt gar BVB-Rivale Hans-Joachim Watzke via RTL. Ja, diese Bayern stellen momentan das beste Team Europas. Sie wurden zu ihrem Glück (Trainer Hansi Flick) ein bisserl gezwungen (ein bisserl sehr), und ob sie die Champions League gewinnen, hängt an vielen Faktoren, nicht zuletzt dem fiesen wie unkalkulierbaren Faktor Glück.

Aber: Zufall ist das gewiss keiner. Sondern das Produkt guter Arbeit.

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