Hunderte Verletzte bei Explosionen in Beirut | Aktuell Nahost | DW

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Die beiden massiven Explosionen in Beirut haben viele Opfer gefordert. Staatsmedien berichteten von Toten und Verletzten. Es seien Hunderte Menschen verletzt worden, sagte der Generalsekretär des libanesischen Roten Kreuzes, Georges Kettaneh, der Deutschen Presse-Agentur. Die Nachrichtenagentur Reuters meldet unter Berufung auf Sicherheitskreise und Augenzeugen, es habe zehn Tote gegeben.

Die Detonationen ereigneten sich im Hafenviertel. Sie führten vielerorts zu Stromausfällen. Örtliche Medien zeigten Bilder von Verschütteten und Personen, die unter Trümmern feststeckten. In den Straßen waren zudem ausgebrannte Autos zu sehen, viele mit aufgeblasenen Airbags. Zu möglichen Hintergründen gibt es bislang keine Angaben. Es könnte sich sowohl um einen Unfall wie auch um einen Anschlag handeln.

Libanon | Gewaltige Explosion in Beirut (Getty Images/AFP/Haidar)

Dieser ersten Explosion folgte eine gewaltige Druckwelle

Die gewaltige Druckwelle war in weiten Teilen der Stadt zu spüren. Am Himmel standen große Rauchwolken. Zahlreiche Fensterscheiben barsten. Im Quartier Hamas seien flächendeckend Geschäfte beschädigt worden, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP. Vor dem Clemenceau-Krankenhaus warteten dutzende Verletzte auf Einlass, darunter mehrere Kinder. In einem von libanesischen Medien verbreiteten Video waren Gebäude mit zerstörten Fensterscheiben und überall verstreuten Möbelstücken zu sehen. 

Libanon | Gewaltige Explosion in Beirut (Getty Images/AFP/A. Amro)

Die Detonationen verursachten in der nahen Umgebung eine Trümmerwüste

Der Libanon steckt derzeit in seiner schlimmsten Wirtschaftskrise seit dem Bürgerkrieg, der 1990 endete. Aus Protest gegen mangelnden Reformwillen seiner Kabinettskollegen hatte Außenminister Nassif Hitti am Montag seinen Rücktritt erklärt. Wenn die Regierung nicht die vom Internationalen Währungsfonds (IWF) geforderten Reformen umsetze, drohe der Libanon ein “gescheiterter Staat” zu werden, warnte Hitti. Das Mittelmeerland verhandelt seit zwei Monaten mit dem IWF über dringend benötigte Finanzhilfen. Die Folgen der Corona-Pandemie haben die Krise zusätzlich verschärft.

Zuletzt hatten sich auch die Spannungen zwischen dem Libanon und dem Nachbarland Israel wieder erheblich verschärft. Ende Juli hatte die israelische Armee erklärt, einen “Infiltrationsversuch” im israelisch-libanesischen Grenzgebiet vereitelt zu haben. Demnach hatte eine Gruppe aus bewaffneten Männern die sogenannte Blaue Linie im umstrittenen Berg-Dow-Gebiet in den Golanhöhen überquert. Israel machte die radikalislamische Hisbollah-Miliz für den Vorfall verantwortlich, der Libanon warf Israel seinerseits eine “gefährliche Eskalation” vor. 

Libanon | Gewaltige Explosion in Beirut: Feuerwehr löscht Brand (Reuters/M. Azakir)

Die Feuerwehr versucht Brände zu löschen

Die Explosionen in Beirut ereigneten sich zudem nur wenige Tage, bevor am Freitag vor einem Sondergericht in Den Haag das Urteil im Prozess um den tödlichen Anschlag auf den libanesischen Ex-Ministerpräsidenten Rafik Hariri fällt. Vier angebliche Mitglieder der schiitischen Hisbollah-Miliz sind wegen des Selbstmordanschlags auf den sunnitischen Politiker angeklagt, bei dem 21 weitere Menschen getötet wurden. Der Prozess findet in Abwesenheit der Angeklagten statt.

jj/qu/kle (dpa, afp, rtr)



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