Immobilie kaufen: “Die Gefahr einer Immobilienblase ist real”, warnt Dirk Müller

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“Mr. Dax” analysiert die Märkte: “Die Gefahr einer Immobilienblase ist real”: Dirk Müller beantwortet Ihre Fragen

Die User von FOCUS Online und Finanzen100 konnten Dirk Müller ihre Fragen stellen. Lesen Sie hier die Antworten, unter anderem spricht Müller über die Möglichkeit einer Inflation, einer Aktien- und Immobilienblase.

Frage: Droht wegen der Geldflut eine Inflation?

Dirk Müller: Aus meiner Sicht ist zuerst ein deflationärer Schock oder zumindest eine deflationäre Entwicklung denkbar. In der Wirtschaftskrise halten die Menschen ihr Geld zusammen, es wird weniger verreist, die Preise sinken. Das zeigt sich beispielsweise bei den Rabatten, die auf Auto gewährt werden.

Zugleich fließen aber Billionen-Summen in den Markt. Das viele Geld trifft auf ein geringeres Warenangebot, was spätestens nach der Wirtschaftskrise zu Inflation führen wird. Wie stark diese ausfällt, oder ob es sogar eine galoppierende Inflation wird, kann derzeit keiner seriös vorhersagen.

Frage: Droht eine Währungsreform? Was kann dann passieren?

Dirk Müller: Eine gute Frage, aber zuerst muss definiert werden, was Währungsreform bedeutet. Die Umstellung von DM auf Euro war ja auch eine. Ich glaube, dass wir uns von klassischen Geldscheinen verabschieden und es einen digitalen Dollar und einen e-Euro geben wird. Die spannende Frage ist aber, ob das „alte Geld“ zuvor wertlos wird oder sich das Vermögen erhalten lässt.

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Ich befürchte, dass Leute mit Geld-Vermögen starke Verluste erleiden und dass die nächste Währungsreform eher disruptiv verläuft anstatt harmlos. Und wenn das zutrifft, sind Anleger mit Sachwerten besser aufgehoben als mit Bargeld oder Geld auf dem Konto. Sachwerten ist es letztlich egal, in welcher Währung sie notieren.

Frage: An welchen Signalen erkennen Sie das Platzen einer Aktienblase?

Dirk Müller: Das sogenannte ,Smart Money’, also das intelligente Geld erfahrener institutioneller Anleger, ist ein Faktor. Erfahrene Trader halten sich derzeit einfach stark zurück.

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Frage: Ende April habe ich meine Aktien verkauft – was soll ich nun machen?

Dirk Müller: Letztlich hängt das immer von der persönlichen Haltung zu den Märkten ab. Ich kann eine Katastrophen-Hausse nicht ausschließen, glaube aber daran, dass es Aktien im Winterhalbjahr noch einmal deutlich günstiger geben wird.Hier können Sie die Aufzeichnung erwerben.

Auf Sicht von einem Jahr bis Mitte 2021 könnte der Spuk aber vorbei sein. Daher wäre es eine Möglichkeit, über einen Zeitraum von einem Jahr jeden Monat um die 8 Prozent des Kapitals zu investieren. Mit dem gestaffelten Einstieg wäre der Anleger dabei, wenn es weiter nur nach oben geht oder er hat einen guten Mischkurs auf Jahressicht.

Frage: Haben Anleihen wieder eine Zukunft?

Dirk Müller: Nach einer Währungsreform ja, aber derzeit nicht. Für mich ist es ein merkwürdiges Investment, wenn Anleger Anleihen kaufen und man im besten Fall weniger als vorher dafür bekommt. Und zudem habe ich ein Ausfallrisiko. Das ist keine gute Idee.

Frage: Wie kann ich Geld für zwei bis drei Monate zwischenparken?

Dirk Müller: Zinsen auf Tages- oder Festgeld gibt es ohnehin kaum. Ich würde es wegen der Flexibilität auf dem Konto einer möglichst stabilen Bank liegen lassen.

Frage: Würden Sie eine Immobilie jetzt verkaufen oder eher als Anlage halten oder sogar kaufen?

Dirk Müller: Kaufen würde ich derzeit nicht, dafür sind mir die Preise tendenziell zu hoch. Aber wenn ich eine Immobilie besitze, würde ich auch nicht verkaufen, sondern sie halten. Denn was mache ich mit dem Geld, wenn ich veräußere? In Zeiten wie diesen sind für mich Sachwerte eine sinnvolle Anlage.

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FOCUS Online: Gibt es eine Immobilienblase?

Dirk Müller: Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Situation ist die Gefahr einer Blase real. Speziell bei Gewerbe- oder Büro-Immobilien wird sich einiges verändern, allein schon, wenn man an den Trend zum Home Office denkt.

FOCUS Online: Soll ich lieber eine Sondertilgung machen oder angespartes Geld in den Aktienmarkt investieren?

Dirk Müller: Sicherer als mit einer Sondertilgung kann ich mein Geld nicht anlegen. Man hat dann weniger Schulden und mit der Zinsersparnis eine gesicherte Rendite. Das macht doch frei und unabhängig.

Das schreiben die  FOCUS Online-Leser über diesen Beitrag:

“Der Hauptgrund für die hohen Immobilien-Preise ist das Bauland. Der Markt für Bauland ist kein Markt mehr. Bauland-Kauf ist zum Erpressungs-System verkommen. Die meisten Städte und Gemeinden weisen seit Jahrzehnten nur Bauland aus zu stets steigenden Preisen. Drohten Preise zu fallen, wurde sofort die Bauland-Ausweisung gestoppt. Man kann dabei schon in die Richtung mafiöser Strukturen denken zwischen Gemeinde- und Stadträten, Landwirten und Erben. Außerdem traut man sich nicht mehr in den Hochbau von größeren Familien-Wohnungen, die dringend fehlen. Es muss wieder mehr Markt in das System. Derzeit hat der Markt fast vollkommen versagt, er ist zum Erpressungs-System verkommen mit volkswirtschaftlich großem Schaden. Das kann nur politisch wieder zurechtgerückt werden für mehr Markt.”

“Solange die Zinsen so niedrig bleiben ( was in den nächsten 15 Jahren sicher so sein wird) und die Inflation tendenziell eher zunimmt, sind Immobilien neben Aktien die einzige Möglichkeit Geld einigermaßen wertstabil anzulegen. Im Unterschied zu Aktien kann man in Immobilien zusätzlich auch noch wohnen.”

“Kein Mensch kann aktuell auch nur im Ansatz abschätzen, was in den nächsten Monaten passieren wird. Wenn ein Impfstoff kommt, ist die Situation eine völlig andere als wenn ein zweiter Lockdown die Wirtschaft in einen Tiefschlaf schickt. Börsenexperten können daher das Geschehen genauso wenig vorhersagen wie zum Beispiel der Virologe Droste. Und selbst Epidemiologie tun sich derzeit mit Prognosen schwer. Wie will man aber eine Wirtschaftsprognose abgeben, wenn die Entwicklung der Realwirtschaft nicht mal für einen Monat vorhersehbar bleibt? Es ist verführerisch Prognosen abzugeben und darauf zu hoffen, dass diese zufällig eintreten. Seriös ist das aber absolut nicht.”

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vt/


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