IRS: Fortnite-Geld doch keine virtuelle Währung

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Die US-Steuerbehörde IRS hat auf ihrer Webseite einige Passagen entfernt, in denen Währungen in Spielen als Beispiele für eine konvertierbare virtuelle Währung genannt werden. Diese Klarstellung ist wichtig, weil eine neue Steuerregelung von Steuerzahlern die Angabe fordert, ob sie mit virtuellen Währungen handeln.

Bloomberg Tax berichtete am 13. Februar darüber. In den offiziellen Richtlinien auf der IRS-Webseite wurden die V-Bucks von Fortnite und der Robux von Roblox als Beispiele für virtuelle Währungen genannt. Bloomberg Tax zeigte einen Screenshot, auf das Konzept ziemlich detailliert erklärt wurde. Sogar Blockchain-Alternativen, wie etwa der Directed Acyclic Graph (DAG), wurden erwähnt.

Quelle: Bloomberg Tax

Schlechte Beispiele virtuelle Währungen

Die IRS-Definition einer virtuellen Währung besagt, dass es darauf ankomme, ob die Währung “wie eine ‘echte’ Währung funktioniert”. Das bedeutet, sie müsse zwischen den Nutzern frei übertragbar sein und leicht in Fiatwährung umgetauscht werden können.

Sprecher von Epic Games, dem Fortnite gehört, sagten gegenüber Bloomberg, dass nichts davon auf die Währung des Spiels zutreffe:

“V-Bucks können weder ‘digital zwischen Benutzern gehandelt werden’, noch können sie ‘in US-Dollar, Euro und andere reale oder virtuelle Währungen umgetauscht werden’.” 

Roblox-Vertreter gaben eine ähnliche Erklärung ab. Sie merkten jedoch an, dass Robucks unter bestimmten Umständen gegen Fiatgeld eingetauscht werden könnten. Die Transaktion werde automatisch der IRS gemeldet, so das Unternehmen.

Die überarbeiteten Richtlinien erwähnen nur noch Bitcoin (BTC). Ein Verweis auf Ether (ETH), der unter diese Definition fallen sollte, wurde entfernt.

Aggressive Haltung gegenüber Krypto

Die US-Steuerbehörde hat kürzlich hart durchgegriffen, um eine Steuerhinterziehung durch Krypto einzudämmen. Das Formular 1040 enthält jetzt eine sehr direkte Frage:

“Haben Sie im Jahr 2019 zu irgendeinem Zeitpunkt finanzielle Anteile an einer virtuellen Währung erhalten, verkauft, gesendet, getauscht oder anderweitig erworben?”

Die Kategorisierung von Spielgeld als virtuelle Währung hätte zur Folge gehabt, dass Millionen von Menschen diese Frage mit “Ja” beantworten müssten. Mit Spielwährungen lassen sich jedoch im Allgemeinen nur wenig Gewinne erzielen.

Angesichts der Tatsache, dass bei einer falschen Angabe auf dem Formular ein Bußgeld in Höhe von bis zu 250.000 US-Dollar droht, wurde diese Frage wahrscheinlich im Formular aufgenommen, um Kryptowährungsnutzer zu zwingen, ihre Einkünfte anzugeben.

Das dürfte recht kompliziert sein. Jeder Krypto-zu-Krypto-Austausch wird etwa als steuerpflichtiges Ereignis betrachtet, das gemeldet werden muss. Obwohl einige gehofft hatten, dass diese unter die Definition eines “gleichartigen Austauschs” fallen, wurde das von einem IRS-Mitarbeiter dementiert. Diese Definition hätte bedeutet, dass Kryptowährungsgewinne nur bei der Umwandlung in Fiatwährung besteuert werden.

Die Kryptowährungsbesteuerung ist weiter unklar. Regulierungsbehörden weltweit haben dabei sehr unterschiedliche Ansätze. Frankreich etwa besteuert keine Krypto-zu-Krypto-Transaktionen.

Ein neuer Gesetzesentwurf, der kürzlich dem US-Kongress vorgelegt wurde, könnte die Verwendung von Krypto für Zahlungen erleichtern. Dabei sollen Transaktionen von geringem Wert von der Besteuerung ausgenommen werden.




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