Israel nimmt Syriens Süden ins Visier | Aktuell Nahost | DW

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Israel bestätigt nur selten Militäreinsätze in Syrien, doch in der Nacht zum Dienstag gaben die “Israeli Defence Forces” (IDF) eine entsprechende Erklärung ab: Angegriffen worden seien unter anderem Beobachtungsposten sowie Kommando- und Kontrollsysteme auf Stützpunkten der syrischen Armee. Dies sei eine Reaktion auf den vereitelten Sprengstoffanschlag an der Grenze zu Syrien auf den Golanhöhen gewesen, betonte das israelische Militär. “Die IDF machen die syrische Regierung für alle Aktivitäten auf syrischem Boden verantwortlich”, hieß es.

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte erfolgten die Angriffe auf Militärstellungen in der Provinz Kuneitra. Die von israelischen Hubschraubern aus abgeschossenen Raketen hätten nur Sachschäden angerichtet, meldete das syrische Fernsehen. Die eigene Luftabwehr habe auf die “feindlichen” Attacken nahe der Hauptstadt Damaskus reagiert. Außerdem soll es Angriffe auf pro-iranische Stellungen nahe der syrischen Grenze zum Irak gegeben haben. Der Iran steht im Syrien-Konflikt an der Seite von Machthaber Baschar al-Assad.

Brennpunkt Golanhöhen

Israels Armee hatte zuvor mitgeteilt, eine vierköpfige Gruppe daran gehindert zu haben, Sprengstoff an einem unbesetzten IDF-Posten in der Nähe des Sicherheitszauns auf den Golanhöhen zu platzieren. Man gehe davon aus, dass alle Mitglieder der Gruppe getötet worden seien, sagte ein Offizier. Unklar ist, welcher Organisation die Männer angehörten.

Grenzregion zwischen Merom Golan (Israel) und Kuneitra (Syrien) I Golanhöhen I Quneitra (Getty Images/AFP/J. Marey)

Israelischer Grenzzaun auf den Golanhöhen (Archiv)

Auf den Golanhöhen hatten die Spannungen zuletzt wieder zugenommen, woraufhin das israelische Militär seine Truppen dort verstärkte. 1967 wurde das strategisch wichtige Felsplateau von Israel besetzt und 1981 annektiert, was von den meisten Staaten aber nicht anerkannt wurde. Nach internationalem Recht gelten die Gebiete noch immer als Territorium Syriens.

wa/ack (dpa, afp)



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