“Italien wird Sargnagel des Euro”: Ausbleibender Tourismus hat immense Folgen

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Ohne Touristen droht Südeuropa der Gau: Ökonomen Weik und Friedrich warnen: “Italien wird Sargnagel des Euro”

Dass die Weltwirtschaft auf eine massive Rezession zusteuert, ist unstrittig. In der Eurozone ist vor allem Italien von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen. Mit großen Folgen: Der Virus-Schock könnte für das Land zu viel sein – und den Euro endgültig zum Scheitern bringen.

Das Coronavirus grassiert in den EU- und Euro-Ländern. Die volkswirtschaftlichen Folgen des Lockdowns werden verheerende volkswirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen. Insbesondere die faktisch bankrotten Staaten Südeuropas wie beispielsweise Italien und Griechenland stehen mit dem Rücken zur Wand.

Vor allem die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone, Italien, wird der finale Sargnagel für das zum Scheitern verurteilte Währungsexperiment Euro sein. Wir haben bereits in unserem aktuellen Bestseller „Der größte Crash aller Zeiten“ geschrieben, dass der Auslöser für den Eurocrash eine Naturkatastrophe sein kann. Wichtig zu wissen ist: Die Corona-Krise ist lediglich der Auslöser, aber keineswegs die Ursache der Misere.

Südeuropa droht ohne Tourismus der Gau

Wenn diesen Sommer die Urlaubssaison ausfällt ist das nicht nur bitter für den Urlauber, sondern der Supergau für die Länder Südeuropas. Der Anteil der Tourismusbranche am Bruttoinlandsprodukt (BIP) macht in Frankreich 9,5 Prozent, Spanien 14,6 Prozent, in Italien 13,2 Prozent und in Griechenland sogar 30,9 Prozent sowie 25,9 Prozent an der Gesamtbeschäftigung (2018) aus.

Die Folgen eines Sommers ohne Touristen werden zahllose Pleiten, hohe Arbeitslosenquoten, sinkende Steuereinnahmen, kippende Banken, explodierende Schulden sowie Target2-Forderungen sein.

Die Target2-Forderungen werden explodieren

Die Entwicklung der Target2 Salden von Deutschland sind auf 935,1 Mrd. Euro, das sind 113,6 Milliarden Euro mehr im Vergleich zum Vormonat (Stand: 31. März 2020), angestiegen. Sie zeigen tagtäglich auf, dass der Euro nicht funktioniert. Italien steht mittlerweile mit 491,62 Mrd. Euro (ein Anstieg von 106,93 Mrd. Euro zum Vormonat) und Spanien mit 407,43 Mrd. Euro bei Deutschland in der Kreide.

 

Je länger die Krise in den Ländern anhält, desto weiter werden die Forderungen steigen. Es ist lediglich eine Frage der Zeit, bis die Billionengrenze überschritten wird. Wir gehen sehr stark davon aus, dass der deutsche Steuerzahler das Geld niemals wieder sehen wird. Obendrein fragen wir uns, wie lange der deutsche Steuerzahler diesen Irrsinn noch mitträgt.

Italien wird der Sargnagel des Euro

Italien kommt volkswirtschaftlich nicht auf die Beine und wird den Euro schlussendlich zum Scheitern bringen. Das Land befindet sich in einer Abwärtsspirale, aus dem es nicht mehr herauskommt.

Über die Autoren

Marc Friedrich und Matthias Weik sind studierte Ökonomen. Sie halten Vorträge und schreiben Bücher. Am 31. Oktober 2019 erschien ihr fünftes Buch “Der größte Crash aller Zeiten“. Außerdem bieten sie als Honorarberater Beratung zur Vermögenssicherung an. Weitere Informationen und Videos finden Sie unter: www.friedrich-weik.de

Italien kann nicht mehr abwerten

In drei Jahrzehnten hat Italien seine Währung kontinuierlich gegenüber der Deutschen Mark abgewertet (über 80 Prozent). Seit knapp zwei Jahrzehnten ist keine Außenabwertung der Italiener gegenüber Deutschland mehr möglich, die schwarze Trendkurve zeigt an, wie stark diese voraussichtlich gewesen wäre.

 

Italiens Automobilindustrie ist bereits vor der Krise abgeschmiert

Bereits 2019 sank die PKW-Produktion in Italien um 19,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2020 droht ein neues Tief, auf ein Niveau wie Ende der 50er Jahre. Beraubt um seine regelmäßigen Außenabwertungen mit der Lira, erodiert die Wertschöpfung der industriellen Produktion immer tiefer, da Italien diesbezüglich keine Wettbewerbsfähigkeit mehr herstellen kann.

Mit COVID-19 droht endgültig die Gefahr eines realwirtschaftlichen Kollapses und einem Schuldenniveau des Staates, in bis dato noch unvorstellbaren Höhen. Fakt ist: Die italienische Wirtschaft kommt seit dem Eintritt in die Eurozone volkswirtschaftlich auf keinen grünen Zweig mehr und wird es unter dem Euro auch nie wieder kommen. Da werden weder Coronabonds noch sonstige Milliardentransfers langfristig helfen.

In Italien werden Populisten an die Macht kommen

Diese Probleme Italiens werden im Zuge der Coronakrise lediglich noch deutlicher. Folglich lässt in Italien die Zustimmung zur Eurozone und der EU deutlich nach. Es ist lediglich eine Frage der Zeit, bis die Lage so dramatisch wird, dass “Populisten” die Macht übernehmen und das Währungsexperiment Euro implodieren lassen. Die Folgen eines unkontrollierten Endes der Eurozone wären unvorstellbar. Folglich ist es an der Zeit neu zu denken. Ein neues Denken können wir jedoch von Seiten der Politik nicht erkennen. Ganz im Gegenteil, es wird krampfhaft am Bestehenden festgehalten.

Der Steuerzahler in Deutschland wird bluten

Europa befand sich bereits 2019 in der Stagnation. Dann prügelte die Lahmlegung der Wirtschaft den Kontinent endgültig in die Rezession. Zur Bekämpfung dieser Rezession greift man zu Maßnahmen, welche weder nachhaltig noch sinnig sind. Die Geldschleusen werden noch weiter geöffnet und die Verschuldung wird explodieren. Seit 2014 explodiert die Bilanzsumme förmlich und es wird Geld gedruckt, als ob es kein Morgen gäbe. Anfang April betrug diese bereits knapp 5,2 Billionen Euro – Tendenz weiter steigend.

Es wird mittlerweile mit irrsinnigen Summen von Seiten der Politik hantiert, ohne zu verraten woher das Geld kommen soll, es werden Coronabonds gefordert, welche nichts anderes als Eurobonds und somit eine Vergemeinschaftung der Schulden sind. Warum immer von einer Vergemeinschaftung von Schulden, niemals aber von einheitlichen Steuersätzen (Deutschland hat die zweithöchste Steuer- und Abgabenlast weltweit) gesprochen wird, konnte uns noch kein Politiker beantworten. Das dicke Ende für den Steuerzahler in Deutschland wird erst noch kommen. Wir gehen von drastischen Steuererhöhungen und Vermögensabgaben aus, um die Programme der Politik zu finanzieren. Es stellt sich die Frage: wie lange machen das die Steuerzahler in Deutschland noch mit?

Dexit aus der Euro-Zone

Was für viele als undenkbar betrachtet wird, muss in Erwägung gezogen werden: Der Dexit aus der Eurozone. Kurzfristig wird dieser drastische Schritt selbstredend immense wirtschaftliche Folgen haben. Es ist davon auszugehen, dass wir von einer verlorenen Dekade sprechen können.

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Langfristig gesehen wird dieser Schritt jedoch weniger teuer sein, als ein krampfhaftes Festhalten an dem zum Scheitern verurteilten Währungsexperiment Euro. Je länger die deutsche Politik am Euro festhält, desto größer wird die volkswirtschaftliche Schadensmaximierung. Wir brauchen Europa als Wirtschaftsunion, aber nicht als Währungsunion. Der Euro, welcher Europa einen sollte, trennt es.

Fakt ist: Bleibt der Euro, dann scheitert mit Sicherheit die EU. Es ist an der Zeit neu zu denken.

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Der Beitrag wird in der Community wieder rege diskutiert – drei Beispiele:

Carl Murmann sagt: “…Oben schrieben sie, dass IT u. ES bei DE “in der Kreide stehen”. Das stimmt nicht. Die Salden entstehen zwar tagsüber bei der Bundesbank, da sie die Zahlungsaufträge, z. b. von der der Banca d´Italia, ausführen MUSS (auch wenn deren Konto keine Deckung aufweist).Die Salden werden dann aber jeden Abend an die EZB weitergereicht – ein wichtiges Detail, was die Haftung der Bundesbank betrifft.”

Dr. Adalbert Gnandt schreibt: „Die Entwicklung der Target2 Salden von Deutschland sind auf 935,1 Mrd. Euro, das sind 113,6 Milliarden Euro mehr im Vergleich zum Vormonat (Stand: 31. März 2020), angestiegen. Sie zeigen tagtäglich auf, dass der Euro nicht funktioniert. Italien steht mittlerweile mit 491,62 Mrd. Euro (ein Anstieg von 106,93 Mrd. Euro zum Vormonat) und Spanien mit 407,43 Mrd. Euro bei Deutschland in der Kreide.„ Ich beneide die junge Generation nicht und staune ,dass die Merkelsche Regierung keine Alpträume hat und predigt uns täglich eine heile Welt in Deutschland. Diese Darstellung ist mehr als eine Katastrophe für die Bürger Deutschlands.Gott schütze Deutschland!

Rafael Stafylas meint: “Die Target-Forderungen steigen proportional zum Export, ein völlig natürlicher Vorgang. Wer daran was anderes sehen will hat das Target-System nicht kapiert.”
 

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