IWF warnt im Vorfeld von Treffen mit El Salvador vor einer Einführung von Bitcoin

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Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt, dass die Entscheidung von El Salvador, Bitcoin zum offiziellen Zahlungsmittel zu ernennen, rechtliche und wirtschaftliche Konsequenzen für das kleine südamerikanische Land haben könnte.

Gerry Rice, ein Sprecher des IWF, hatte am Donnerstag zunächst bekanntgegeben, dass sich die Organisation und das Land aktuell wegen Hilfszahlungen für den Wiederaufbau der Wirtschaft in Gesprächen befinden. Die betreffenden Hilfsgelder wurden El Salvador bereits im vergangenen Jahr wegen der Coronapandemie bewilligt. Beim kommenden Treffen mit Präsident Nayib Bukele sollen allerdings auch Kryptowährungen zum Gesprächsthema werden, wie Rice angibt.

„Die Einführung von Bitcoin als offiziellem Zahlungsmittel wirft eine Reihe von wirtschaftlichen, finanziellen und rechtlichen Fragen auf, die genau analysiert werden müssen“, wie der IWF-Sprecher in diesem Zusammenhang erklärt. Und weiter: „Wir werden diese Entwicklung genau beobachten, und werden weiter im engen Austausch mit den Behörden stehen“.

Der IWF äußert immer wieder seine Bedenken, wenn Länder die Einführung einer Digitalwährung ernsthaft in Betracht ziehen. So hatte sich die Organisation erst im März ähnlich besorgt gezeigt, als die Marshallinseln ihre eigene Digitalwährung namens SOV zum offiziellen Zahlungsmittel erhoben. Auch hiermit würden beträchtliche finanzielle und rechtliche Risiken einhergehen. Die IWF gab hier zu bedenken, dass der durch die Pandemie angerichtete Schaden nicht durch die Einführung einer Digitalwährung einfach so wieder behoben werden könnte.

Allerdings scheint El Salvador unmittelbar Nägel mit Köpfen machen zu wollen, denn Präsident Bukele hatte erst am vergangenen Wochenende auf der Konferenz „Bitcoin 2021“ offengelegt, dass im Parlament des Landes ein Gesetzentwurf eingegeben werden solle, um Bitcoin (BTC) zum Zahlungsmittel zu machen. Der entsprechende Entwurf wurde dann bereits am Mittwoch verabschiedet.

Obwohl die Regierung bisher noch keine Rücksprache mit dem IWF gehalten hat, gibt es bereits Pläne, wie Bitcoin-Mining in El Salvador organisiert werden soll. So will Bukele anordnen, dass der staatliche Energieversorgen LaGeo bestimmte Kapazitäten für Miner freihält. Demnach sollen diese allen voran auf den Strom aus zwei Geothermiekraftwerken zurückgreifen können, die über Vulkane betrieben werden.

IWF-Sprecher Rice warnt abschließend: „Kryptowährungen bringen erhebliche Risiken mit sich. Der Umgang damit erfordert klare Regulierungsmaßnahmen.“


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