Jan Frodeno über Virus-Horror in Spanien: “Traurig und nicht in Worte zu fassen”

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Das Corona-Virus legt die Sportwelt lahm. Wie beurteilen Sie die aktuelle Situation?

Jan Frodeno: Das Corona-Virus legt die gesamte Welt lahm, da ist der Sport nur ein Bruchteil von. Es ist wichtig, dass wir das alle gemeinsam bald in den Griff bekommen und dann auch irgendwann wieder in ein normales Leben übergehen können. Bis dahin ist Sport und Bewegung ein wichtiger Teil, um gesund und fit zu bleiben – aber mit Sicherheit ist nicht das Wichtigste, wann der nächste Wettkampf stattfindet.

Wie trainieren Sie während der Corona-Krise? Wie halten Sie sich fit?

Frodeno: Wir hier in Spanien dürfen ja schon gute zwei Wochen gar nicht mehr aus dem Haus. Auch nicht fürs Training – weder joggen noch Rad fahren. Daher bin ich sehr froh, dass ich die Möglichkeit habe, auf meinen Laufband zuhause zu laufen und auch indoor Rad zu fahren. Zusätzlich mache ich auch noch Athletik und Krafttraining daheim und kann daher meine Form schon halbwegs halten. Das ist aber momentan gar nicht so wichtig, weil erst mal keine Wettkämpfe in Aussicht sind.

Wie erleben Sie die Situation in Spanien, wo so viele Menschen sterben?

Frodeno: Die Situation ist krass – einfach nur traurig und nicht in Worte zu fassen. Man sieht zwar nichts, weil man berechtigterweise zum Daheimsein verdammt ist, aber eine gute Freundin von mir arbeitet hier in einem Krankenhaus und wenn sie sich meldet und darüber erzählt, ist das sehr bedrückend.

Haben Sie selber Angst, sich mit dem Virus anzustecken?

Frodeno: Wir haben keine Angst, aber Respekt vor der Situation. Und daher halten wir uns auch gern an die Bestimmungen und bleiben nur unter uns und zu Hause. Das ist das Beste, was wir für uns und auch für die Allgemeinheit jetzt tun können.

Unterstützen Sie ein Hilfsprojekt in der Corona-Krise?

Frodeno: Wir kümmern uns hier um konkrete Hilfe vor Ort. Gestern zum Beispiel haben wir Lunchpakete ins örtliche Krankenhaus geschickt und auch mit einem Partner Atemmasken auf dem Weg gebracht. Solidarität ist das, was jetzt zählt.

War die Olympia-Absage aufgrund der Corona-Pandemie die richtige Entscheidung?

Frodeno: Ja, definitiv. Alles andere wäre fatal. Es hat mich sehr verwundert, dass die Entscheidung so spät getroffen wurde. Aber so sind klare Verhältnisse und es gibt die Chance auf ein schönes Großereignis in 2021.

Mit HOKA laufen Sie in einer neuen Schuhmarke. Inwieweit kann ein Schuh die Laufleistung verbessern?

Frodeno: Ich glaube fest daran, dass diese Schuhe einen großen Einfluss darauf haben, dass ich mich während des Laufens wohl und komfortabel fühle. Viele Marken haben schnelle Schuhe, aber nicht so viele passen zu einem Läufer, der wie ich stark auf dem Fuß landet und versucht, rund 4500 km Laufen im Jahr zu laufen. Letztendlich war es eine leistungsbezogene Entscheidung. Ich habe alle möglichen Schuhe ausprobiert und sie waren einfach die am besten passenden – leistungsmäßig, aber auch, weil sie mir noch mehr Lust zum Laufen geben. Komfort und Leistung sind eine seltene Kombination.

Wann werden wir Sie wieder bei einem Triathlon sehen?

Frodeno: Das weiß ich nicht. Sobald alle wichtigeren Probleme und die schlimme Situation gelöst sind. Die Leute müssen dann auch erst wieder die Lust nach Wettkämpfen verspüren. Aber sobald das der Fall ist, bin ich da.  Bis dorthin kümmere ich mich neben meiner Bestform um Wichtigeres.


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