Joe Biden festigt seine Favoritenrolle | Aktuell Amerika | DW

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Präsidentschaftsbewerber Joe Biden hat die Vorwahlen der oppositionellen Demokraten in den Bundesstaaten Florida und Illinois laut Prognosen gewonnen. Der frühere US-Vizepräsident setzte sich mit deutlichem Vorsprung gegen seinen linksgerichteten Rivalen Bernie Sanders (78) durch, wie US-Medien berichten. Damit festigte der 77-Jährige seine Favoritenrolle für die Präsidentschaftskandidatur der Oppositionspartei.

Insgesamt ging es in den drei Bundesstaaten um 441 Stimmen von Delegierten für den Nominierungsparteitag der Demokraten im Sommer, bei dem der Präsidentschaftskandidat am Ende gekürt wird. 441 Stimmen, das sind rund elf Prozent der insgesamt 3979 Parteitagsdelegierten.

USA | Wahlen | Bernie Sanders (Reuters/K. Lamarque)

Bei den Demokraten wird darüber spekuliert, ob Bernie Sanders nun aus dem Rennen aussteigt

Ohio sagt Vorwahl kurzfristig ab

Allein 219 Delegiertenstimmen wurden in Florida vergeben, 155 in Illinois, 67 in Arizona. In Ohio wären es 136 gewesen. Doch die Gesundheitsbehörde dieses Bundesstaates hatte kurzfristig angeordnet, die Wahllokale geschlossen zu halten – wegen der Coronavirus-Pandemie. Es sei inakzeptabel, Wähler und Wahlhelfer während einer solchen Gesundheitskrise einem Infektionsrisiko auszusetzen, twitterte Gouverneur Mike DeWine.

USA Florida Präsidentschaftsvorwahlen (picture-alliance/Zumapress/TNS)

Wahllokale in Florida – hier gab es trotz COVID-19 eine rege Beteiligung

Die Corona-Pandemie hat bereits jetzt mächtigen Einfluss auf den Wahlkampf in den USA: Kundgebungen werden abgesagt, erste Bundesstaaten – Louisiana, Georgia, Kentucky und Maryland – haben ihre Vorwahlen wegen der Ausbreitung des Virus verschoben. Weitere könnten folgen.

Der Bundesparteichef der Demokraten, Tom Perez, forderte die Bundesstaaten mit noch ausstehenden Vorwahlen dazu auf, ihr Vorgehen an die Lage anzupassen. Das einfachste Mittel dafür sei die Briefwahl, empfahl Perez. Wegen der Unvorhersehbarkeit der Ausbreitung von COVID-19 riet er dagegen davon ab, Termine der Vorwahlen einfach zu verschieben.

Auch die Republikaner hielten in Florida und Illinois Vorwahlen ab. Ihr Präsidentschaftskandidat steht aber quasi schon fest: Amtsinhaber Donald Trump hat parteiintern keine ernstzunehmende Konkurrenz. Die republikanische Partei in Arizona strich deswegen die Vorwahl dort.

se/gri (ap, cnn, afp, rtr)




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