Kabul lässt 400 Taliban-Kämpfer frei | Aktuell Asien | DW

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Die afghanische Regierung hat nach eigenen Angaben den vereinbarten Gefangenenaustausch mit den radikalislamischen Taliban abgeschlossen. “Bis auf ein paar wenige” seien die 400 Kämpfer, deren Freilassung die Taliban verlangt hatten, allesamt freigekommen, teilte der Sprecher des afghanischen nationalen Sicherheitsrats, Dschawid Faisal, im Online-Dienst Twitter mit. Die Regierung in Kabul erwarte nun, dass direkte Friedensgespräche mit den Aufständischen “unverzüglich” starten könnten.

Nur einige wenige Talibankämpfer, die für den Tod von NATO-Soldaten verantwortlich gemacht werden, sollen zunächst nicht freikommen. Interveniert hatten Frankreich und Australien. Diese sieben Taliban sollen laut Regierungskreisen nach Katar gebracht werden, wo auch der Auftakt der Friedensgespräche geplant ist.

Auch Taliban machen Zugeständnisse

Auch die Taliban machten Zugeständnisse und ließen sechs Spezialkräfte der afghanischen Armee frei, wie der Staatssender RTA berichtete. Die verbliebenen Kämpfer wurden seit Montag weitgehend an der Öffentlichkeit vorbei freigelassen.

Nach einem Beschluss einer traditionellen Ratsversammlung hatte Präsident Aschraf Ghani vor rund drei Wochen eine Anordnung zur Freilassung von 400 als besonders gefährlich eingestuften Taliban unterzeichnet. Dies galt als wichtigste Forderung der militanten Gruppe vor Beginn von Friedensgesprächen. Auch mutmaßliche Drahtzieher von Anschlägen wie dem auf die Deutsche Botschaft im Jahr 2017 sollen sich unter ihnen befinden.

Bislang 5000 Taliban freigelassen

Der Gefangenenaustausch war als Vorbedingung für innerafghanische Friedensgespräche in ein Abkommen aufgenommen worden, das die USA mit den militant-islamistischen Taliban am 29. Februar in Doha (Katar) unterzeichnet hatten. Die afghanische Regierung in Kabul war nicht daran beteiligt worden, weil die Taliban damals direkte Gespräche abgelehnt hatten. Der Konflikt im Land geht unvermindert weiter. Insgesamt kamen knapp 5000 Taliban im Tausch gegen 1000 von den Rebellen festgehaltene Gefangene frei.

nob/se/rb (dpa, afp)



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