Kamala Harris: Drei Makel machen die “konventionelle Wahl” zum Risiko für Biden

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Kampf um die US-Präsidentschaft: Drei Makel machen die “konventionelle Wahl” Kamala Harris zum Risiko für Biden

Am Ende blieb vor allem die Frage, warum Joe Biden es so spannend gemacht hatte. Mit Kamala Harris traf der Präsidentschaftskandidat am Dienstagabend seine Wahl für die Vizepräsidentin. Diese könnte für ihn jedoch zum Risiko werden.

Seit Monaten schon überschlagen sich die Wetten und Spekulationen darüber, wen sich der vermeintliche Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten als seine Stellvertreterin aussucht. Beinahe wöchentlich wurden neue Namen ins Spiel gebracht und andere verworfen.

Umso größer war die Enttäuschung, als Biden am Dienstagnachmittag endlich per Twitter Kamala Harris als seine Vizepräsidentin im Falle seines Wahlsieges bekannt gab.

Kamala Harris: Die “konventionellste” Wahl

Harris war, wie Barack Obamas ehemaliger Wahlkampfmanager David Axelrod es ausdrückte, „die konventionellste“ Wahl. Das Polit-Portal „Five Thiry Nine“ erinnerte süffisant daran, dass es bereits im März auf Harris getippt hatte.

Biden ist mit Harris auf Nummer sicher gegangen. Harris stellt für Bidens Wahlkampf kein Risiko dar, wie es etwa Obamas ehemalige UN-Delegierte Susan Rice bedeutet hätte, die noch nie in ein politisches Amt gewählt wurde; oder etwa die selbstbewusste, aber polarisierende einstige Gouverneurskandidatin aus Georgia, Stacey Abrams.

Harris kandidierte selbst für die Präsidentschaft

Die Senatorin aus Kalifornien ist eine wohl eingeführte Figur auf der nationalen Bühne.  Durch ihre eigene Präsidentschafts-Kandidatur, die bereits zu Beginn des Jahres endete, ist Harris einem nationalen Publikum wohl bekannt. Überraschungen über ihre Person und ihre Vergangenheit wird es kaum geben.

 

In ihrer Zeit als Senatorin hat die ehemalige Staatsanwältin Härte und Kompetenz demonstriert – Eigenschaften, die für die Stellvertreterin eines 78 Jahre alten Präsidenten wichtig sind. Harris steht, wie das Polit-Portal „Five Thirty Nine“ schrieb, „links, aber nicht zu weit links.“

Sie ist schwarz, was für die demokratische Partei in Zeiten von Massenprotesten gegen Rassismus und Polizeigewalt wichtig ist. Gleichzeitig ist sie für die moderaten weißen Wähler, welche die Demokraten für sich gewinnen wollen, als Establishment-Figur akzeptabel.

Biden sichert sich in alle Richtungen ab

Mit Kamala Harris, so scheint es, hat sich Joe Biden nach allen Seiten abgesichert. Er hat mit der historischen Wahl einer schwarzen Frau für ein hohes politisches Amt den progressiven Flügel der Partei befriedet, der nach Veränderung drängt. Gleichzeitig hat er sich jemanden ausgesucht, der in Washington und auf der internationalen Bühne salonfähig ist.

Nun stellt sich für Joe Biden und die demokratische Partei jedoch die Frage, ob die sichere Wahl auch tatsächlich die Beste war, um im Herbst gegen Donald Trump erfolgreich zu sein. Erste Analysen sprechen dafür, dass dies nicht unbedingt der Fall sein wird.

Entscheidet Harris den Kampf um die Stimmen der schwarzen Wähler?

„Five Thirty Nine“, für seine gründlichen und scharfen statistischen Untersuchungen bekannt, glaubt etwa nicht, das Kamala Harris Biden dabei helfen wird, die schwarze Wählerschaft zu mobilisieren.

Für einen Wahlsieg Bidens, davon wird gemeinhin ausgegangen, ist es entscheidend, dass schwarze Wähler in großen Zahlen zur Wahlurne gehen. Bei ihrem eigenen Wahlkampf hat es Harris jedoch nicht geschafft, die schwarze Wähler zu elektrisieren.

Ältere schwarze Wähler, die Biden noch stark mit Barack Obama in Verbindung bringen, haben in den Vorwahlen Biden selbst gegenüber Harris bevorzugt. Diese Wähler hat Biden ohnehin auf seiner Seite. Jüngere schwarze Wähler hingegen haben eher zu den progressiveren Kandidaten Elizabeth Warren und Bernie Sanders tendiert.

Für “Black Lives Matter” ist Harris ein Problem

Als Grund dafür nennt Five Thirty Nine nicht zuletzt Kamala Harris‘ Vergangenheit als General-Staatsanwältin von Kalifornien. Für Wähler, denen Polizeireform und die “Black Lives Matter”-Bewegung wichtig sind, ist diese Vergangenheit ein Problem.

So sagte der New Yorker Schriftsteller Joseph O’Neill, der sich seit 2016 stark in der demokratischen Partei engagiert und darüber schreibt: „Die Tatsache, dass die Demokraten als Reaktion auf Black Lives Matter eine Strafverfolgerin nominieren, zeigt, wie stark die Partei den Kontakt zur Basis verloren hat.“

Fehlt Harris das “klare Konzept”?

Harris hat sich in Kalifornien zwar für Strafrechts- und Polizeireform stark gemacht. Sie wurde jedoch gleichzeitig dafür kritisiert, dass sie in Fällen von Polizeigewalt gegen Minderheiten als Staatsanwältin untätig blieb. Während ihrer eigenen Kandidatur wurde sie dafür von Rivalen wie Tulsi Gabbard stark angegriffen.

Der Kommentator der New York Times, David Leonhart drückte die Vorbehalte gegen Harris so aus: „Harris sagt immer wieder, dass sie die Leben von marginalisierten Gruppen ändern möchte. Aber sie hat nie ein klares Konzept dafür ausgearbeitet, wie sie die Regierung dazu nutzen möchte.“

 

Die Demokraten stellen die Weichen für ihre Zukunft

Bei all diesen strategischen Überlegungen im Hinblick auf den kommenden November darf man jedoch nicht die strategische Bedeutung der Nominierung von Harris aus den Augen verlieren. Harris ist die erste farbige Frau, die für ein hohes nationales Amt kandidiert. Damit hat die demokratische Partei die Weichen für ihre Zukunft gestellt.

Die Symbolik dieser Geste gewinnt zusätzlich dadurch Bedeutung, dass Joe Biden voraussichtlich nur für eine Amtsperiode zur Verfügung steht. Biden hat sich zwar noch nicht darauf festgelegt, ob er 2024 erneut kandidieren würde, er hat sich aber selbst bereits als Übergangsfigur bezeichnet. Somit wäre Kamala Harris im Fall eines Wahlsiegs von Biden automatisch eine Spitzenkandidatin für 2024.

Trump zögert keine Stunde mit seinem Angriff auf Harris

Das wiederrum macht Harris, wie David Axelrod bemerkte, zur sofortigen Zielperson von Trumps Kampfmaschine. Und tatsächlich zögerte Trump am Dienstag keine Stunde, um Harris als „gemein, gehässig und falsch“ zu titulieren.  Es war nur Beginn einer Schlammschlacht, auf die Harris sich in den kommenden Wochen gefasst machen muss.

 

Dass sie nicht zimperlich ist, hat Harris allerdings schon im Senat bewiesen, wo sie sich mit ihrer Erbarmungslosigkeit bei Ausschuss-Anhörungen einen Namen gemacht hat. Insbesondere den späteren Obersten Bundesrichter Brett Kavanaugh brachte sie ins Schwitzen, als sie ihn zu den Vergewaltigungsanschuldigungen gegen ihn befragte.  Dabei hinterließ sie den Eindruck von jemanden, der für die politischen Schlachten dieser Tage bestens gerüstet ist.

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