Kanzlerin Angela Merkel mahnt zu anhaltender Vorsicht in Corona-Krise | Aktuell Deutschland | DW

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Kanzlerin Angela Merkel hat die Deutschen eindringlich aufgefordert, sich an das Abstands- und Maskengebot im Kampf gegen das Coronavirus zu halten. Es werde in der aktuellen neuen Phase der Pandemie notwendig sein, “dass bei den inkraftgetretenen Lockerungen auch alle Sicherheit haben”, sagte Merkel nach einer Videokonferenz mit Vertretern der Gesundheitsbehörden. Abstand halten, Mundschutz tragen mit Nasenschutz und aufeinander Rücksicht nehmen, seien unerlässlich so die Kanzlerin.

Am Wochenende hatten in mehreren Städten zahlreiche Menschen ohne Abstand zu halten und ohne Mund-Nasen-Schutz gegen die weiter bestehenden Beschränkungen in der Corona-Krise protestiert. Die Gesundheitsämter spielen derzeit eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung der Pandemie. Sie entscheiden, ob es möglich ist, bei Neuinfizierten alle Kontakte tatsächlich nachzuverfolgen. Merkel stellte den Ämtern Unterstützung in Aussicht, falls es bei der Bewältigung der Aufgaben zu personellen Engpässen kommen sollte. Zudem sei die Bundeswehr bereit, Unterstützung zu leisten, sagte Merkel.

Coronavirus - Forschungsministerin zu Impfstoffentwicklung (picture-alliance/dpa/B. von Jutrczenka)

Ministerin Anja Karliczek konnte in Berlin ein millionenschweres Programm für die Entwicklung eines Impfstoffes ankündigen

Kürzlich hatte das Harzer Gesundheitsamt in Sachsen-Anhalt vor einer besonderen Herausforderung gestanden, als das Coronavirus in der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber in Halberstadt ausgebrochen war. Mehr als 120 Menschen infizierten sich. Bis Anfang des Monats stand die Gemeinschaftsunterkunft unter Quarantäne.

750 Millionen Euro für Impfstoffentwicklung

Um die Entwicklung und Herstellung eines Impfstoffes voranzubringen, stellt die Bundesregierung 750 Millionen Euro bereit. Mit rund 500 Millionen Euro sollen Studienkapazitäten für die Impfstofferprobung in Deutschland ausgebaut werden, und 250 Millionen Euro sollen in den Ausbau der Produktion im Land gehen, wie Forschungsministerin Anja Karliczek in Berlin mitteilte. Zuvor hatte das sogenannte Corona-Kabinett – ein Kabinettsausschuss mehrerer Bundesminister unter Leitung der Kanzlerin – über das Thema beraten. Unter anderem sollen bevorstehende Impfstoffstudien gleich mit größerer Probandenzahl ermöglicht werden, was “aufwendig und kostenintensiv” sei, so Karliczek.

uh/qu (dpa, afp)



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