Kaufgelegenheit? – Warum die Vorwürfe gegen BitMEX Bitcoin nicht schaden werden

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In den gestrigen Abendstunden ist Bitcoin (BTC) plötzlich abgerutscht, nachdem bekanntwurde, dass die amerikanische Aufsichtsbehörde für Derivathandel (CFTC) Anklage gegen BitMEX erhoben hat. Der Kryptobörse wird zur Last gelegt, Geldwäsche begünstigt und illegalen Derivathandel betrieben zu haben. Die schwere der Vorwürfe wurde umso deutlicher, als Samuel Reed, einer der Mitgründer von BitMEX, festgenommen wurde.

BitMEX war lange Zeit die marktführende Handelsplattform für Bitcoin-Futures, ehe im März 2020 der sogenannte „Black Thursday“ dazwischenkam, der massive Abverkäufe im Wert von 1 Mrd. US-Dollar zur Folge hatte und den Bitcoin-Kurs auf 3.750 US-Dollar absenkte. Auf Grund dessen konnten sich Konkurrenten wie Binance Futures und ByBit anschließend große Marktanteile sichern.

Krypto-Experten hatten schon lange gemunkelt, dass es früher oder später Vorwürfe gegen die BitMEX geben würde, die Verhaftung von Reed kommt jedoch auch für sie überraschend. Der Schock machte sich auch auf die Kursentwicklung von Bitcoin bemerkbar, indem es für diesen nach bekanntwerden der Meldung um 4,11 % abwärts ging. Dadurch rutschte der Krypto-Marktführer von 10.833 auf 10.437 US-Dollar ab.

Bitcoin-Kursdiagramm. Quelle: TradingView.com

Allerdings gibt es mehrere Faktoren, die darauf hindeuten, dass Bitcoin sich zumindest auf kurze Sicht wieder von diesem Schrecken erholen wird. Die Hauptgründe sind dabei die Kürze des ausgelösten Abschwungs, das vergangene Verhalten von Bitcoin in rechtlichen Konflikten und ein starker Support bei 10.500 US-Dollar, der aktuell hält.

Ist der Schmerz nur vorübergehend?

Der Bitcoin-Kurs ist innerhalb von zwei Stunden um mehr als 4 % abgestürzt. Ein solch drastischer Abschwungs in kürzester Zeit ist ungewöhnlich und Beleg, dass wohl die Meldung um BitMEX als Auslöser gesehen werden kann.

Normalerweise wenn Bitcoin mit einer solchen Intensität fällt, folgt darauf eine Art Dominoeffekt, der Liquidierungen nach sich zieht. Da die meisten Trader im Futures-Markt mit Leverage, also einer finanziellen Hebelwirkung, handeln, entsteht daraus eine Abwärtsspirale, die die Schließung von immer mehr Long-Positionen bewirkt und den Kurs weiter drückt.

Zurzeit ist das Open-Interest, eine Kennzahl, die den Gesamtwert der offenen Positionen im Markt beziffert, jedoch relativ niedrig und auch das Handelsvolumen im Futures-Markt ist deutlich geringer als sonst. Dementsprechend gibt es weniger Trader, die mit übermäßiger Leverage handeln und von einem Abschwung drastisch betroffen sind.

Regierungsmaßnahmen keine langfristige Bedrohung

In den letzten Jahren musste die Kryptobranche wiederholt heftige Rückschläge durch die Entscheidungen von Regierungen, Parlamenten und Behörden verkraften, aber wie Krypto-Marktforscher Vijay Boyapati bestätigt, hat sich Bitcoin immer wieder davon erholt.

Die Vorwürfe gegen BitMEX könnten kurzfristig durchaus negative Auswirkungen haben, allerdings ist laut Boyapati unwahrscheinlich, dass sich auch langfristig ein Effekt bemerkbar macht:

„Bitcoin hat schon immer negativ auf schwerwiegende Maßnahmen von Regierungen reagiert. Historisch gesehen war dies jedoch auch immer eine gute Kaufgelegenheit. Die Vorwürfe gegen BitMEX sind da keine Ausnahme.“

 




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