„Keine gute Entwicklung“: Anlegerschützer mit Kritik um umstrittenes Start-Up

0
78
Werbebanner

Anlegerschützer bewerten den Aufstieg von Delivery Hero in den DAX durchaus skeptisch. „Das ist zwar auf Basis der aktuell gültigen Kriterien eine logische, aber trotzdem keine gute Entwicklung – weder für die Anleger noch für die betroffenen Unternehmen und auch nicht für den Index selbst“, sagt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Marc Tüngler. Vor der Aufnahme in den obersten deutschen Börsenindex sollten Aktiengesellschaften erst beweisen müssen, dass ihr Geschäftsmodell langfristig trägt, betont der Anlegervertreter.

Der Online-Essenslieferdienst Delivery Hero wird am Montag auf den insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard im DAX folgen. Das 2011 gegründete Unternehmen mit Sitz in Berlin war im Zuge der Corona-Krise zuletzt stark gewachsen, konnte in seiner Firmengeschichte bislang aber noch nie einen operativen Gewinn erzielen. Sein Deutschlandgeschäft hat Delivery Hero vor zwei Jahren an einen Mitbewerber verkauft.

Kriterien für Aufnahme zu lasch und lückenhaft

Die DSW fordert von der Deutschen Börse künftig strengere Kriterien, um die Kapitalmarktreife von Firmen festzustellen. Dazu gehöre unter anderem eine gute Unternehmensführung. „Auch der Beleg, dass das Unternehmen in den letzten drei Jahren vor der Aufnahme in das Oberhaus der deutschen Aktiengesellschaften zumindest einmal einen Gewinn ausweisen konnte, wäre aus unserer Sicht nicht zu viel verlangt“, sagt DSW-Hauptgeschäftsführer Tüngler. Die reine Fokussierung auf Marktkapitalisierung bei der Betrachtung von Kandidaten greife zu kurz, kritisiert der Anlegerschützer.

Hintergrund der vorzeitigen Neuordnung im DAX ist die Insolvenz des Zahlungsdienstleisters Wirecard. Das Unternehmen aus Aschheim bei München wurde 2018 von der Deutschen Börse in den Index der 30 wertvollsten börsennotierten Unternehmen in Deutschland aufgenommen. Zu den entscheidenden Aufnahmekriterien zählen bisher vor allem der Börsenumsatz und der Streubesitz der Aktien. Im Juni 2020 wurde bekannt, dass Wirecard Investoren und Anleger mutmaßlich über Jahre hinweg mit gefälschten Bilanzen getäuscht hatte. Danach stürzte der Aktienkurs von mehr als 100 Euro auf aktuell nur noch knapp über ein Euro ab.

[Coustom ad_2]
Dieser Beitrag ist ein öffentlicher RSS Feed. Sie finden den Original Post unter folgender Quelle (Website) .

Krypto-Nachrichten ist ein RSS-Nachrichtendienst und distanziert sich vor Falschmeldungen oder Irreführung. Unser Nachrichtenportal soll lediglich zum Informationsaustausch genutzt werden.

Werbebanner

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

siebzehn + 16 =