Kims Rückkehr freut Trump | Aktuell Welt | DW

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Auf Twitter schrieb er: “Ich für meinen Teil freue mich, dass er wieder da ist und es ihm gut geht!” Trump setzt auf sein gutes Verhältnis zu Kim, um die derzeit stockenden Verhandlungen über Nordkoreas Atomwaffenprogramm wieder fortsetzen zu können. Die beiden hatten sich in der Vergangenheit bereits dreimal getroffen.

Nordkorea ist eines der weltweit am stärksten isoliertesten Länder. Die Gesundheit des Machthabers gilt als Tabuthema. Am 11. April hatte Kim noch ein wichtiges Parteitreffen in Pjöngjang geleitet, danach war er nicht mehr aufgetaucht. Insbesondere nach seiner Abwesenheit bei den Feierlichkeiten zum Geburtstag seines 1994 verstorbenen Großvaters und früheren Staatschefs Kim Il Sung am 15. April in Pjöngjang hielten sich hartnäckig Gerüchte, Kim sei ernsthaft erkrankt.

In Gefahr nach einer OP?

Der US-Nachrichtensender CNN hatte zuletzt unter Berufung auf einen Regierungsbeamten berichtet, der 36-Jährige sei “nach einer Operation in ernsthafter Gefahr”. In Südkorea war der Bericht aber auf Skepsis gestoßen. Nach Angaben des Präsidialamts in Seoul gab es zunächst keine Hinweise auf größere Gesundheitsprobleme Kims. Auch war die Regierung in Südkorea davon ausgegangen, dass Kim weiter die Kontrolle über die Regierungsgeschäfte ausgeübt hat.

Die auf Nordkorea spezialisierte Internetzeitung “Daily NK” in Südkorea hatte berichtet, Kim habe sich einer Operation am Herzen unterziehen müssen. Später gab es sogar Gerüchte, er sei wahrscheinlich tot. Kim Jong Un ist übergewichtig und gilt als starker Raucher. Sein Vater Kim Jong Il war Ende 2011 an einem Herzinfarkt gestorben.

Die Schwester an der Seite

Nach Berichten der nordkoreanischen Staatsmedien hatte Kim am 1. Mai an einer Zeremonie zur Fertigstellung einer Düngemittelfabrik nördlich von Pjöngjang teilgenommen. Die offizielle Zeitung “Rodong Sinmun” zeigte Fotos von Kim, wie er in einem dunklen Mao-Anzug ein rotes Band zerschneidet oder sich breit lächelnd im Kreis von Funktionären bewegt – darunter auch seine einflussreiche Schwester und Beraterin Kim Yo Jong.

Dass Kim längere Zeit nicht öffentlich in Erscheinung tritt, ist nicht ungewöhnlich. 2014 war er fast sechs Wochen von der Bildfläche verschwunden. Danach zeigte er sich mit einem Gehstock.

haz/pgr (dpa, afp, rtr, ap)

 



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