Kims Schwester rückt wieder ins Politbüro auf | Aktuell Asien | DW

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Der Name Kim Yo Jongs tauchte in Berichten der Staatsmedien über die Wahl zweier Funktionäre zu “alternativen Mitgliedern” des Politischen Büros des Zentralkomitees der kommunistischen Partei auf. Das Politbüro tagte demnach am Samstag unter Vorsitz von Kim Jong Un in der Hauptstadt Pjöngjang. Angeblich wurden auch Posten innerhalb anderer Parteigremien umbesetzt.

Die erneute Berufung Kim Yo Jongs ins Politbüro spiegelt nach Meinung von Beobachtern ihre wachsende Rolle an der Seite ihres älteren Bruders als Beraterin wider. Kims jüngere Schwester ist nach Berichten südkoreanischer Medien 32 Jahre alt. Das Politbüro gilt als höchstes Vollzugsorgan innerhalb des Zentralkomitees.

Treffen Regierungschefs Süd- und Nordkorea (Getty Images/South Korean Presidential Blue House)

Im Mai 2018 war sie auch bei dem Treffen der beiden Staatschefs von Nord- und Südkorea dabei

Aufstieg und Fall

Die Schwester wurde im Oktober 2017 zum ersten Mal zum “alternativen Mitglied” des Politbüros ernannt. Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang fungierte Kim Yo Jong als Stellvertreterin ihres Bruders. Bei Gipfeltreffen Kim Jong Uns mit US-Präsident Donald Trump oder dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In war sie ebenfalls regelmäßig zugegen.

Nach Berichten der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap wurde Kims Schwester vor einem Jahr bei einer Plenarsitzung der Arbeiterpartei aus dem Politbüro entfernt, behielt aber weiter hochrangige Posten. Die Entlassung sei etwa zwei Monate nach dem gescheiterten Gipfel zwischen Kim Jong Un und Donald Trump in Vietnam erfolgt. Beide Politiker konnten sich seinerzeit nicht auf einen Fahrplan für die atomare Abrüstung Nordkoreas und die Gegenleistungen der USA einigen. Kim Yo Jong hatte ihren Bruder damals begleitet und kümmerte sich um Protokollfragen.

Anfang März dieses Jahres hatte Nordkorea zum ersten Mal eine offizielle Erklärung im Namen von Kim Yo Jong veröffentlicht. Darin reagierte sie mit wütenden Verbalattacken auf die Kritik der südkoreanischen Regierung an neuen nordkoreanischen Raketentests.

kle/as (dpa, afp)



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