Kipping und ihr China-Seufzer: Selten war Hilflosigkeit im TV so offensichtlich

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Das alte Leiden der Katja Kipping – an kritischen Stellen kann die Vorsitzende der Partei „Die Linke“ nur für sich ganz alleine sprechen. Als es um die Uralt-Solidarität mit der Volksrepublik geht, entrutscht ihr vor laufenden ZDF-Kameras in „Berlin direkt“ sogar ein Seufzer. Selten war Hilflosigkeit im Fernsehen so offenkundig zu sehen.

Es ist ein Höhepunkt für das öffentlich-rechtliche Sommerinterview-Ritual, es wird ein Tiefpunkt für die Vorsitzende der Linke. Fürs ZDF-Politikmagazin „Berlin direkt“ lässt Interviewerin Shakuntala Banerjee nicht locker, als es um die Hongkong-Politik Chinas geht und das beharrliche Schweigen der Linken zu den Menschenrechtsverletzungen. Die ZDF-Frau nennt Beispiele vergleichsweise belangloser Ereignisse, zu denen die Partei Solidaritätsbekundungen abgegeben hat, zur hochaggressiven Machtpolitik gegenüber Hongkong und den Menschen dort – keine Solidarität. „Aber wir haben uns damit auseinandergesetzt“, sagt Katja Kipping irgendwann matt. Dann stöhnt sie. Und dann schiebt sie ein noch matteres „ja“ hinterher.

Bei Corona positioniert sich Kipping klar

Das ZDF legt das Leiden der Vorsitzenden an ihrer Partei (und wohl auch umgekehrt) gnadenlos offen. Katja Kipping kommt gut an bei Studierenden und linken Intellektuellen. Bei der alten Basis, Arbeitern und Arbeitslosen, tut sie sich schwer. Fast schon verzweifelt versucht die Vorsitzende, die Brücke zu schlagen. Da spricht sie über die Klimapolitik, die ihr am Herzen liegt. Und versucht, sich dann etwas krampfig von den Grünen abzugrenzen. „Wir wissen, dass der Klimawandel auch hierzulande die Armen und Verletzbaren trifft“, sagt sie da. Und schiebt noch hinterher, sie wolle keine Klimapolitik, bei der „die Ärmsten frieren“.  Ähnlich positioniert sich die Linke-Vorsitzende beim Blick auf die Anti-Corona-Demonstration an diesem Wochenende in Berlin. „Jede Fahrlässigkeit ist ein Aufruf zur Rücksichtslosigkeit – das kritisiere ich aufs Schärfste.“

Stammtisch wagen? „Ich lade zum Kaffee ein“

Seit acht Jahren führt Katja Kipping ihre Partei. Zuletzt waren die Wahlergebnisse mehr als ernüchternd. Die alten Hochburgen Sachsen und Brandenburg sind bei den Landtagswahlen gefallen, im Bund kommt die Linke auf gerade noch sieben Prozent. „Die Linke hat das Potenzial, bundesweit auf 15 Prozent zu kommen“, sagt da die Vorsitzende. Es klingt nach lautem Pfeifen im Wald, um die Angst vor dem Abrutsch in die Bedeutungslosigkeit zu vertreiben. Da will das ZDF wissen, ob sie für mehr Wahlerfolg mehr Stammtisch wagen müsse? Ihre Antwort ist verräterisch: „Ich lade zum Kaffee ein.“

Das „Ich“ der Vorsitzenden gegen das „Wir“ der Partei

Spätestens als das Interview die internationale Politik erreicht, ist Schluss mit Kaffeekränzchenbefindlichkeit. Bei der Kritik an Donald Trump tut sich Katja Kipping leicht. Auch beim westlichen Verteidigungsbündnis bleibt sie beredt. „Dass die Nato ein Wertebündnis ist, hat sich doch erledigt“, sagt sie und fügt hinzu: „Die Nato schafft sich von alleine ab.“ Bei der anderen Weltmacht, China, wird es jedoch unübersehbar einsam um die Vorsitzende. „Wo Menschenrechte verletzt werden, muss man sich dagegenstellen“, formuliert sie. Doch sie spricht erkennbar für sich alleine. Aus ihrer Partei, augenscheinlich eben noch heute tief verwurzelt in alten linken Bündnissen, gab es keine Solidaritätsbekundung für Hongkong. So sagt die Vorsitzende: „Ich habe mich klar positioniert.“ Und die anderen in der Partei? „Wir haben Verbesserungsbedarf.“ Hier das „Ich“ der Vorsitzenden, dort das „Wir“ der Partei: Es ist das alte Leiden der Katja Kipping, das wenig Hoffnung macht auf eine erfolgreiche Politik.

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