Kleinunternehmen: Wo es jetzt Tausende Euro in den 16 Bundesländern gibt

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Hinweise wie diese hängen derzeit bundesweit an vielen Friseurläden. „Liebe Kunden, bis auf weiteres bleibt unser Friseursalon geschlossen“, steht da in blauen Lettern an den heruntergelassenen Rollladen eines geschlossenen Geschäfts in Stuttgart. Denn nachdem sich Bund und Länder vergangenen Sonntag darauf verständigt haben, das öffentliche Leben wegen der Corona-Pandemie noch weiter einzuschränken und den direkten zwischenmenschlichen Kontakt auf ein absolutes Mindestmaß zu reduzieren, sind seit Anfang der Woche nun auch die Friseursalons dicht. Dazu kommen andere Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Tattoo-Studios und Massagesalons.

Besonders viele Kleinunternehmen wie der lokale Einzelhandel, die Gastronomie sowie Freizeit- und Kultur-Einrichtungen bekommen die wirtschaftlichen Folgen des Shutdowns zu spüren. Viele müssen schließen, haben jedoch nicht die finanziellen Rücklagen, um Wochen oder sogar Monate ohne Umsatz zu überleben.

Kleinunternehmen sollen Corona-Hilfen schon in wenigen Tagen erhalten

Der Bund will nun auch kleinen und mittleren Unternehmen finanziell unter die Arme greifen. Am Montag (23. März) hat er dazu ein zusätzliches Hilfspaket auf den Weg gebracht, welches auch Direktzuschüsse für Kleinunternehmer und Solo-Selbstständige beinhaltet. Denn in der Regel erhalten sie keine Kredite, weil sie weder über Sicherheiten noch weitere Einnahmen verfügen.

Auch Länder planen Zuschüsse für angeschlagene Unternehmen

Gleichzeitig haben auch alle Bundesländer eigene Hilfsprogramme für betroffene Unternehmen, Selbständige, Freiberufler und zum Teil auch Künstler auf die Beine gestellt. Diese Soforthilfen werden häufig ebenfalls in Form von direkten Zuschüssen gezahlt. Teilweise überlappen sie sich mit den Maßnahmen des Bundes oder stellen eine Erweiterung dar – und sollen nun “synchronisiert” werden.

Doch wie genau setzen sich diese Zuschüsse der Länder und des Bundes aktuell zusammen? Was müssen Mini-Unternehmer zur Beantragung dieser Soforthilfen wissen? FOCUS Online hat den aktuellen Stand zu den verschiedenen Maßnahmen für alle Länder im Überblick (Stand: 24. März).

Bund: Diese Zuschüsse fließen in allen 16 Bundesländern

Diese Zuschüsse soll es geben: Die Bundesregierung hat ein Zuschussprogramm für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmen bis zu 10 Mitarbeitern auf den Weg gebracht. Die finanziellen Soforthilfen (Zuschüsse) für kleine Unternehmen gelten für alle Wirtschaftsbereiche sowie Solo-Selbständige und Angehörige der Freien Berufe bis zu zehn Beschäftigten. Das Programm umfasst bis zu 50 Milliarden Euro. Im Einzelnen ist vorgesehen:

  • bis 9000 Euro Einmalzahlung für drei Monate bei bis zu fünf Beschäftigten,
  • bis 15.000 Euro Einmalzahlung für drei Monate bei bis zu zehn Beschäftigten.

Die Soforthilfen müssen nicht zurückgezahlt werden. Voraussetzung für den Zuschuss ist aber, dass der Betrieb oder der Selbstständige sich vor März 2020 noch nicht in wirtschaftlicher Schieflage befand. Der Schaden muss in einem direkt im Zusammenhang mit der Corona-Krise stehen. Als Stichtag gilt der 11. März.

 

Wo und wie Kleinunternehmer die Corona-Soforthilfen beantragen: Das Bundeswirtschaftsministerium und arbeitet im engen Austausch mit den Bundesländern an einer schnellen Umsetzung der Bundes-Soforthilfen für kleine Unternehmen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ist optimistisch, dass von der Corona-Krise betroffene Unternehmen in einzelnen Bundesländern noch in dieser Woche erste Hilfsgelder erhalten. „Es soll so unbürokratisch wie möglich gehen – wo immer möglich, auch elektronisch“, versprach der CDU-Politiker. Spätestens Mitte kommender Woche solle dann in allen Ländern klar sein, welche Stellen die Gelder auszahlen.

Diese Zuschüsse erhalten Kleinunternehmen außerdem jetzt in den 16 Bundesländern (alphabetisch geordnet):

1. Baden-Württemberg

Diese Zuschüsse soll es geben: Selbstständige und kleine Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten in Baden-Württemberg sollen noch in dieser Woche finanzielle Hilfe in der Coronavirus-Krise bekommen. Schon am Mittwoch (25. März) soll das Programm starten. Ministerpräsident Winfried Kretschmann versprach, dass Betroffene schnell und unbürokratisch einen Zuschuss bis zu 30.000 Euro erhalten sollen. Insgesamt stünden rund fünf Milliarden für Wirtschaftshilfen bereit, davon vier Milliarden für die Soforthilfen.

„Mit der Förderung im Rahmen des Soforthilfeprogramms soll die wirtschaftliche Existenz von Solo-Selbstständigen, gewerblichen Unternehmen, Sozialunternehmen und von Angehörigen der Freien Berufe gesichert werden“, heißt es auf der Seite der Landesregierung. Die Förderung erfolge im Rahmen eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschusses, zunächst für drei Monate. Dabei ist der Zuschuss je nach Betriebsgröße gestaffelt.

  • Solo-Selbstständige und Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten erhalten 9.000 Euro
  • Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten erhalten 15.000 Euro
  • Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten erhalten 30.000 Euro

Neben dem Soforthilfeprogramm arbeitet das Land aktuell das Konzept für einen Beteiligungsfonds aus. „Wir müssen bereits heute auch daran denken, wie es weitergeht, wenn die Krise vorbei ist, um insbesondere gesunde, angesichts der Krise aber in Not geratene, systemrelevanten Unternehmen zu stärken“, erläuterte die Wirtschaftsministern Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Wo und wie Kleinunternehmer die Corona-Soforthilfen beantragen: Antragsformulare sollen ab Mittwoch, 25. März, auf der Seite des Wirtschaftsministeriums verfügbar sein. Informationen finden Kleinunternehmer bereits hier. Unklar ist noch, wie das Landesprogramm mit den vom Bund angekündigten Hilfen zusammengebracht werden kann.

Zudem bietet das Land mit einem Beratungsprogramm speziell zu dieser Krisensituation eine zusätzliche Hilfeleistung. Die Beratung wird online zur Verfügung stehen und sich um Liquiditätsplanung, die Corona-Soforthilfen und weitergehende Hilfsmaßnahmen drehen.

2. Bayern

Diese Zuschüsse soll es geben: Die Bayerische Staatsregierung hat für Betriebe und Freiberufler ein Soforthilfeprogramm eingerichtet. Es richtet sich an alle Unternehmer, die durch die Corona-Krise in finanzielle Schieflage geraten sind. Je nach Betriebsgröße werden bis zu 30.000 Euro gewährt, die bereits seit Freitag (20. März) ausgezahlt werden. Die Soforthilfe wird unmittelbar auf das Konto des Antragstellers überwiesen. Da es sich bei der Soforthilfe nicht um einen Kredit oder ein Darlehen handelt, müssen die Zuschüsse nicht zurückgezahlt werden.

Die Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen und beträgt bislang:

  • bis zu 5 Erwerbstätige 5.000 Euro,
  • bis zu 10 Erwerbstätige 7.500 Euro,
  • bis zu 50 Erwerbstätige 15.000 Euro,
  • bis zu 250 Erwerbstätige 30.000 Euro.

Teilzeitkräfte werden je nach Stundenzahl über einen Faktor zur Betriebsgröße angerechnet. Beispiel: Ein Mitarbeiter auf 20-Stunden-Basis wird mit dem Faktor 0,5 zur Zahl der Erwerbstätigen berücksichtigt.

Markus Söder (CSU) kündigte jedoch am Dienstag (24. März) an, die Zuschüsse schnell mit den Soforthilfen vom Bund “verzahnen” zu wollen. Kleinbetrieben mit bis zu zehn Mitarbeitern sollen künftig die höheren Fördersätze des Bundesprogramms zugute kommen. Wer bayerische Soforthilfen bereits beantragt habe, werde aufgestockt. Unternehmen ab 11 bis 250 Beschäftigten sind im bundesweiten Programm nicht berücksichtigt. Ihnen steht weiterhin die bayerische Soforthilfe mit bis zu 30.000 Euro zur Verfügung.

Wo und wie Kleinunternehmer die Corona-Soforthilfen beantragen: Anträge können bereits seit Mittwoch, 18.03.2020, von gewerblichen Unternehmen (bis zu 250 Erwerbstätige) gestellt werden. Sie müssen eine Betriebs- oder Arbeitsstätte in Bayern haben.

Das Geld kann über einen Antrag (den finden Sie hier) schnell und unbürokratisch beantragt werden. Das Land weist ausdrücklich darauf hin, dass die Anträge nicht beim Bayerischen Wirtschaftsministerium einzureichen sind, sondern bei den zuständigen Bewilligungsstellen. Welche Behörde für Ihren Antrag zuständig ist, sehen Sie auf der “Soforthilfe”-Seite des bayerischen Wirtschaftsministeriums unter dem Reiter „Zuständige Bewilligungs- und Vollzugsbehörden“.

3. Berlin

Diese Zuschüsse soll es geben: Der Senat hat sich auf Soforthilfemaßnahmen für Kleinunternehmen und Soloselbstständige sowie für Freiberuflerinnen und Freiberufler verständigt. Die Soforthilfe II sieht ein Landesprogramm in Höhe von 100 Millionen Euro für das laufende Jahr vor. Dieses Programm wird durch die Soforthilfe I ergänzt, die auf kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten zielt.

So sehen die Programme konkret aus:

Soforthilfe-Paket II: Die Soforthilfe II wendet sich an die besonders hart von der Corona-Krise getroffene Klein- und Kleinstunternehmen. Das Land Berlin hat dafür vorerst 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

  • Firmen mit maximal fünf Beschäftigten sowie Freiberufler und Solo-Selbständige erhalten darüber 5.000 Euro Zuschuss
  • Der Zuschuss soll vor allem an Betriebe und Einrichtungen aus den Bereichen Gesundheit, Gleichstellung, Handel und Dienstleistung, Jugend und Bildung, Kreativwirtschaft, Kultur, Soziales, Sport und Tourismus gehen.

Soforthilfe-Paket I: Beim Soforthilfe-Paket I handelt es sich nicht um Zuschüsse. Stattdessen können Unternehmer darüber zinslose Überbrückungskredite bis zu einer Höhe von 0,5 Mio. Euro mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren beantragen. „Zu diesen Mitteln können auch bisher ausgeschlossene und nun sehr stark betroffene Branchen wie z.B. Einzelhandel, Gastronomie, Beherbergung und konsumorientierte Dienstleistung (z.B. Clubs) Zugang erhalten“, heißt es auf der Seite der Investitionsbank Berlin (IBB).

Wo und wie Kleinunternehmer die Corona-Soforthilfen beantragen: Das Land Berlin arbeitet derzeit an der Umsetzung des Soforthilfe-Paket II. Ab Freitag, den 27. März 2020, um 12 Uhr sollen die Anträge auf der Website der IBB zur Verfügung stehen. Anträge vorab per E-Mail können nicht berücksichtigt werden. Das Soforthilfe-Paket II soll mit den Zuschüssen des Bundes “synchronisiert” werden.

Einen Antrag auf das Soforthilfe-Paket I können Unternehmen online über die IBB stellen. Das ausgefüllte Antragsformular sowie ergänzende Dokumente müssen dort im Kundenportal hochgeladen werden. Mehr zu den Liquiditätshilfen finden Sie hier.

4. Brandenburg

Diese Zuschüsse soll es geben: Brandenburg hat ein Soforthilfeprogramm für kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler aufgelegt. Für sie können bis zu 60.000 Euro fließen. Antragsberechtigt sind gewerbliche Unternehmen und Angehörige der Freien Berufe mit bis zu 100 Erwerbstätigen, die eine Betriebs- beziehungsweise Arbeitsstätte im Land Brandenburg haben, teilte das Land mit.

Die Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen und beträgt:

  • bis zu 5 Erwerbstätige bis zu 9.000 EUR,
  • bis zu 15 Erwerbstätige bis zu 15.000 EUR,
  • bis zu 50 Erwerbstätige bis zu 30.000 EUR,
  • bis zu 100 Erwerbstätige bis zu 60.000 EUR.

Wo und wie Kleinunternehmer die Corona-Soforthilfen beantragen: Ab Mittwoch (25. März) um 9 Uhr startet die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) mit der Entgegennahme der Anträge auf Soforthilfe. Die Antragsformulare stehen für alle Bürgerinnen und Bürger zu diesem Zeitpunkt auf www.ilb.de bereit.

5. Bremen

Diese Zuschüsse soll es geben: Der Bremer Senat hat eine Soforthilfe über insgesamt 10 Millionen Euro für kleine Unternehmen und Freiberufler angekündigt. Diese Soforthilfe gilt für Unternehmen in Bremen und Bremerhaven mit weniger als zehn Beschäftigten und einem Jahresumsatz von weniger als zwei Millionen Euro. Im vereinfachten Verfahren steht Unternehmen eine Soforthilfe von bis zu 5.000 Euro zu, bei besonderem Bedarf sind sogar bis zu 20.000 Euro möglich. Was die Zuschüsse fördern sollen:

  • Ausgaben für laufende Belastungen wie z.B. Miet- und Pachtzahlungen für gewerbliche Immobilien, die aufgrund der Corona-Krise nicht oder nur eingeschränkt genutzt werden können
  • Zinszahlungen, Finanzierungsraten für fremdfinanzierte Maschinen, Anlagen und Einrichtungen, die aufgrund der Corona-Krise nicht oder nur eingeschränkt genutzt werden können
  • Berücksichtigt werden können Kosten für max. 3 Monate
  • Kein Ausgleich von Kosten, die vor dem 1.3.2020 entstanden sind

Wo und wie Kleinunternehmer die Corona-Soforthilfen beantragen: Die Antragstellung erfolgt ausschließlich mit dem Antragsformular. Das Formular kann digital ausgefüllt werden, muss aber nach dem Ausdrucken unterschrieben eingereicht werden. Anträge für Bremen werden bei der BAB gestellt, der Förderbank für Bremen und Bremerhaven. An die BAB können Sie den Antrag per Mail an zuschuss@bab-bremen.de schicken oder per Post an:

BAB Bremer Aufbau Bank GmbH
Langenstr. 2-4
28195 Bremen

Mehr zum Thema:  Bis zu 15.000 Euro warten: Welche Hilfe Freiberufler und Solo-Selbstständige jetzt bekommen

6. Hamburg

Diese Zuschüsse soll es geben: „Ergänzend zu den Hilfen des Bundes legt der Hamburger Senat kurzfristig Maßnahmen für einen Hamburger Schutzschirm für Corona-geschädigte Unternehmen und Institutionen auf.“, heißt es auf der Webseite der IFM Hamburg, der Förderbank der Stadt. Drei Förderprogramme hat die Hansestadt angekündigt, die über die IFB Hamburg umgesetzt werden – darunter auch ein Soforthilfe-Programm mit Zuschüssen für kleine und mittlere Betriebe sowie Freiberufler.

Bei der Hamburger Corona Soforthilfe (HCS) handelt es sich um Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen und nach der Zahl der Beschäftigten gestaffelt werden. Geplant ist, dass Solo-Selbständige 2.500 Euro und Unternehmen 5.000 bis maximal 25.000 Euro erhalten.

Neben diesen Soforthilfen soll es auch von der IFB Hamburg vergebene Rettungsdarlehen für Betriebsmittel bis 250.000 Euro für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus Hamburg geben, die durch die Corona-Krise in Liquiditätsschwierigkeiten geraten sind. Für Kultur- und Sporteinrichtungen soll es zudem Rettungsdarlehen bis 150.000 Euro geben.

Wo und wie Kleinunternehmer die Corona-Soforthilfen beantragen: Auf der Seite der IFM Hamburg heißt es zur Beantragung: „Die Umsetzung in der IFB Hamburg läuft gegenwärtig auf Hochtouren. Unser Ziel ist es, in Kürze Anträge entgegennehmen zu können. Daher bitten wir Sie um Ihre Geduld. Wir werden die Informationen auf unserer Webseite in den nächsten Tagen ständig aktualisieren. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir vor Veröffentlichung der entsprechenden Förderrichtlinien und Formulare keine Anträge entgegennehmen können.“

7. Hessen

Diese Zuschüsse soll es geben: Das Land Hessen hat kurzfristig 7,5 Milliarden Euro für Soforthilfen in Aussicht gestellt. „Wir möchten damit schnell und unbürokratisch den Unternehmen in unserem Land – von klein bis groß – notwendige Liquidität zur Verfügung stellen“, erklärte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer.

Das Land will die Zuschüsse des Bundes so aufzustocken, dass für die Gruppe mit bis zu fünf Arbeitnehmern 10.000 Euro und für die Gruppe mit bis zu zehn Arbeitnehmern 20.000 Euro Einmalzahlungen als Soforthilfe gewährt werden.

„Darüber hinaus halten wir es für notwendig, auch denjenigen, die der Bund mit seinem Programm nicht erfasst, also solche mit über zehn Arbeitnehmern eine Hilfe zukommen zu lassen. Wir beabsichtigen, deshalb in einer dritten Gruppe mit bis zu 49 Arbeitnehmern eine einmalige Soforthilfe von 30.000 Euro zu gewähren“, erklärte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) in einer Regierungserklärung am Dienstag (24. März).

Wo und wie Kleinunternehmer die Corona-Soforthilfen beantragen: „Die Rahmenbedingungen für die “Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbständige” des Bundes stehen fest, die Antragsdetails für Hessen befinden sich in der Finalisierung. Wir informieren Sie, sobald uns die betreffenden Informationen vorliegen, auf der Seite www.wibank.de/corona.“, schreibt die WIBank als Förderbank des Landes Hessen auf seiner Seite.

8. Mecklenburg-Vorpommern

Diese Zuschüsse soll es geben: Um den Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern zu helfen, hat die Landesregierung einen Schutzfonds im Umfang von 1,1 Milliarden Euro aufgelegt. Das Kabinett will 700 Millionen Euro für Darlehen und Zuschüsse bereitstellen sowie den Bürgschaftsrahmen für Bankkredite um 400 Millionen Euro erweitern. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat dabei vor allem Klein- und Kleinstfirmen im Blick, denen unter die Arme gegriffen werden soll.

Je nach Betriebsgröße können Unternehmen ab dem 25. März Zuschüsse als Soforthilfen beantragen, die sich wie folgt verteilen:

  • Unternehmen mit 1-5 Arbeitnehmer: 9.000 Euro,
  • 6-10 Arbeitnehmer: 15.000 Euro,
  • 11-24 Arbeitnehmer: 25.000 Euro und
  • Unternehmen mit 25-49 Mitarbeiter: 40.000 Euro.

Wo und wie Kleinunternehmer die Corona-Soforthilfen beantragen: Die Soforthilfe kann ab Mittwoch (25. März) beantragt werden. Das Antragsformular kann vorab per E-Mail (soforthilfe@lfi-mv.de) übermittelt werden, jedoch ist eine postalische Zusendung des Formulars zwingend erforderlich. Das Antragsformular finden Sie beim Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern, die für die Abwicklung zuständig sind.

9. Niedersachsen

Diese Zuschüsse soll es geben: Kleinunternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten sollen einen einmaligen Liquiditätszuschuss von bis zu 20.000 Euro beantragen können. Dieser Zuschuss wird gestaffelt nach der Anzahl der Betriebsangehörigen zur Verfügung gestellt. „Wir arbeiten intensiv an der Detailabstimmung“, so das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung in Niedersachsen. Für dieses Programm sind vorläufig 100 Millionen Euro vorgesehen.

  • bis 5 Beschäftigte: 3.000 Euro,
  • bis 10 Beschäftigte: 5.000 Euro,
  • bis 30 Beschäftigte: 10.000 Euro,
  • bis 49 Beschäftigte: 20.000 Euro.

Wo und wie Kleinunternehmer die Corona-Soforthilfen beantragen: Der Landtag in Niedersachsen muss die Mittel noch freigeben. Daher wird für das Förderprogramm eine Antragstellung voraussichtlich ab Mittwoch, den 25.03.2020, möglich sein. Dann können entsprechende Formulare auf der NBank-Internetseite heruntergeladen werden. Die niedersächsische Landesförderbank (NBank) wird künftig auch der Ansprechpartner in Niedersachsen sein für die Bundes-Soforthilfen.

10. Nordrhein-Westfalen

Diese Zuschüsse soll es geben: Um Kleinstunternehmen schnell zu unterstützen, will das Land Nordrhein-Westfalen noch in dieser Woche ein Zuschussprogramm auflegen, aus dem finanzielle Soforthilfe zur Milderung der finanziellen Notlagen und zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz geleistet werden. „Der Zuschuss soll in Form einer Einmalzahlung erfolgen und muss nicht zurückzahlt werden. Gespeist wird das Soforthilfeprogramm aus Mitteln des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen“, informiert das Land.

NRW will dafür unter anderem das Sofortprogramm des Bundes aufstocken und Unternehmen mit 10 bis 50 Beschäftigten zusätzlich Zuschüsse in Höhe von 25.000 Euro zahlen. Wirtschafts- und Digitalminister Andreas Pinkwart (FDP): „Die kleinen und mittleren Unternehmen spielen eine Schlüsselrolle in der nordrhein-westfälischen Wirtschaft. Nahezu die Hälfte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist in diesen Betrieben beschäftigt.“

Wo und wie Kleinunternehmer die Corona-Soforthilfen beantragen: Informationen zum Programm und ein Antragsformular finden Sie in den kommenden Tagen unmittelbar auf wirtschaft.nrw/corona.

11. Rheinland-Pfalz

Diese Zuschüsse soll es geben: Das Land Rheinland-Pfalz ergänzt das Programm des Bundes und erweitert es mit dem “Zukunftsfonds Starke Wirtschaft Rheinland-Pfalz”. Dieser Zukunftsfonds soll die Zuschüsse des Bundes mit günstigen Sofortdarlehen für Unternehmen bis zu 10 Beschäftigten ergänzen und die Soforthilfen auf Unternehmen mit bis zu 30 Beschäftigten erweitern. Die Soforthilfen von Bund und Land sehen nun folgendes für Unternehmen in Rheinland-Pfalz vor:

Selbstständige und Unternehmen bis zu 5 Beschäftigten:

  • 9000 Euro Zuschuss aus dem Bundesprogramm
  • 10.000 Euro Sofortdarlehen des Landes bei Bedarf.*
  • Insgesamt beträgt die Soforthilfe 19.000 Euro.

 Unternehmen von 6 bis 10 Beschäftigten:

  • 15.000 Euro Zuschuss aus dem Bundesprogramm
  • 10.000 Euro Sofortdarlehen des Landes bei Bedarf.*
  • Insgesamt beträgt die Soforthilfe 25.000 Euro.

 Unternehmen von 11 bis 30 Beschäftigten:

  • Bis zu 30.000 Euro Sofortdarlehen des Landes zuzüglich einem Landes-Zuschuss über 30 Prozent der Darlehenssumme.*
  • Insgesamt beträgt die Soforthilfe 39.000 Euro

*Die Sofortdarlehen haben eine Laufzeit von sechs Jahren und sind bis Ende des Jahres 2021 zins- und tilgungsfrei.

Wo und wie Kleinunternehmer die Corona-Soforthilfen beantragen: Die Anträge werden von der Hausbank entgegengenommen. Eine Antragstellung ist noch nicht möglich, soll aber zeitnah möglich sein, teilte das Land Rheinland-Pfalz mit.

12. Saarland

Diese Zuschüsse soll es geben: Die saarländische Landesregierung hat neben steuerlichen Hilfestellungen bereits ein Soforthilfeprogramm für Kleinunternehmer auf den Weg gebracht. Kleine Unternehmen und Selbstständige können bis 10.000 Euro Soforthilfe bekommen. Dafür stellt das Land bis zu 30 Millionen Euro sofort zur Verfügung.

  • 0 bis 1 Mitarbeiter erhalten eine Soforthilfe von bis zu 3000 Euro
  • Bis zu fünf Mitarbeiter eine Soforthilfe von bis zu 6000 Euro
  • Bis zu 10 Mitarbeiter eine Soforthilfe von bis zu 10.000 Euro

Das Geld aus dem Landesprogramm steht direkt zur Verfügung. „Wenn – wie erwartet – ein vergleichbares Bundesprogramm zur Verfügung steht, wird sichergestellt, dass Antragssteller ein mögliches Plus zu den Fördersätzen des Bundes zusätzlich bekommen. Wer also im ersten Schritt 3.000 Euro vom Land bekommt, kann in einem zweiten Schritt weiteres Geld vom Bund bekommen, allerdings maximal bis zur Zuschusshöhe des Bundes“, teilte das Land der saarländischen Wirtschaft mit.

Wo und wie Kleinunternehmer die Corona-Soforthilfen beantragen: Der Antrag und die Antragsbearbeitung finden Kleinunternehmer hier. Wer Soforthilfe braucht, lädt den Antrag herunter, füllt ihn aus, fotografiert oder scannt ihn und schickt ihn an die zentrale Mailadresse des Ministeriums: soforthilfe@wirtschaft.saarland.de

13. Sachsen

Diese Zuschüsse soll es geben: Das Land Sachsen bietet zunächst keine separaten Zuschüsse für Unternehmen an. Mit einem zinslosen Soforthilfe-Darlehen sollen aber Einzelunternehmer (Solo-Selbstständige), Kleinstunternehmer und Freiberufler unterstützt werden, die aufgrund der Auswirkungen des Corona-Virus mit unverschuldeten Umsatzrückgängen konfrontiert sind.

Das Land Sachen schreibt dazu auf einer Informationsseite: „Wer bei der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank – finanzielle Unterstützung aus dem Programm ‚Sachsen hilft sofort‘ beantragt, dem entsteht kein Nachteil. Wenn der Bund seine Zuschüsse freigibt, kann das bereits aufgenommene Darlehen des Freistaates Sachsen damit problemlos zurückgezahlt werden.“

Nähere Informationen finden Sie hier.

Wo und wie Kleinunternehmer die Corona-Soforthilfen beantragen: Unternehmen können seit Montag, 23. März 2020, bei der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank (SAB) einen Antrag auf die Soforthilfe-Darlehen stellen.

14. Sachsen-Anhalt

Diese Zuschüsse soll es geben: Das Land Sachsen-​Anhalt arbeitet derzeit an der Ausgestaltung eines schnellen und möglichst unbürokratischen Antragsverfahrens für die Soforthilfe, die vom Bund beschlossen worden sind. An diesem Donnerstag, 26. März 2020, sollen Details dazu feststehen und veröffentlicht werden. Sobald dies der Fall ist, werden die Informationen auf einer Webseite des Landes veröffentlicht.

Für kurzfristige Finanzierungslinien verweist das Land auf die Bürgschaftsbank Sachsen-​Anhalt als Partner.

15. Schleswig-Holstein

Diese Zuschüsse soll es geben: Die Landesregierung hat für Unternehmen, Freiberufler, selbstständige Kulturschaffende die Weichen für Zuschüsse gestellt. 100 Millionen Euro sollen an Soforthilfen an Kleinstunternehmer, kleine Gewerbetreibende und Solo-Selbstständige in einer existenzbedrohlichen Wirtschaftslage gehen. Sie sollen Zuschüsse von bis zu 10.000 Euro erhalten. Vorausgesetzt, sie haben in dieser Höhe keine Ansprüche auf Bundeshilfen. Konkret gibt es:

  • 2.500 Euro für Einzelkämpfer und Gewerbetreibende
  • 5.000 Euro für Unternehmer von 1 bis zu 5 Vollzeitkräften
  • 10.000 Euro für Unternehmer bis zu 10 Vollzeitkräften

Wo und wie Kleinunternehmer die Corona-Soforthilfen beantragen: Es ist vorgesehen, dass die Antragstellung und Abwicklung der Soforthilfen in Schleswig-Holstein über die IB.SH erfolgt. Dort heißt es zu der Beantrgung der Zuschüsse: „Ein Soforthilfeprogramm und ein Mittelstandssicherungsfonds für Unternehmen werden derzeit vorbereitet. Sobald Eckpunkte feststehen, informieren wir Sie umgehend an dieser Stelle. Wir bitten Sie noch um wenige Tage Geduld, bis Sie Anträge einreichen können.“

16. Thüringen

Solo-Selbstständige und kleine Unternehmen bis 50 Beschäftigte, die durch die Coronakrise in finanzielle Schieflage geraten, können seit Wochenbeginn Soforthilfen vom Land beantragen. Zusätzlich soll es ein Bundesprogramm geben. Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) appellierte an die Solidarität der Unternehmen. Förderung sollten nur die beantragen, die tatsächlich durch die Folgen der Coronakrise in Not gerierten.

Die Unternehmen müssten das durch eine eidesstattliche Erklärung bekannt geben. „Stellen Sie keine Anträge, die nicht unbedingt nötig sind“, sagte Tiefensee. Er rechnet damit, dass für das Hilfsprogramm etwa 80 Millionen bis zu 110 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden müssten. Je nach Mitarbeiterzahl können Unternehmen einen einmaligen Zuschuss in Höhe von bis zu 30.000 Euro erhalten.

Die Höhe der Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten pro Unternehmen (einschließlich Inhaber*in) und beträgt jeweils bis zu:

  • 1 bis 5 Beschäftigte: 5.000 Euro,
  • 6 bis 10 Beschäftigte: 10.000 Euro,
  • 11 bis 25 Beschäftigte: 20.000 Euro,
  • 26 bis 50 Beschäftigte: 30.000 Euro.

Wo und wie Kleinunternehmer die Corona-Soforthilfen beantragen: Die Thüringer Aufbaubank ist zuständig für die Anträge auf die Corona-Soforthilfe Thüringen. Wichtige Downloads wie das Antragsformular und weitere Informationen finden Sie unter der Downloadseite der Bank.

Lesen Sie auch: Hilfspaket für Deutschland: Über diese Maßnahmen stimmt der Bundestag heute ab


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