Knochenkrebs: Ärztin empfahl ihm Ibuprofen – dann verlor Alex ein Bein

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Fehldiagnose mit Folgen : Ärztin empfahl Ibuprofen, doch Alex litt an Knochenkrebs – so stark kämpft er sich zurück

Nach mehreren Fehldiagnosen erhält der damals erst 20-jährige Alex B. die Diagnose Knochenkrebs. Statt sich zurückzuziehen, geht er in die Offensive. Auf Instagram teilt er seinen Alltag mit der Krankheit – selbst, als nach schlimmen Komplikationen sein Bein amputiert wird.

Selfies aus dem Krankenbett, Videos seines Haarverlusts oder dem täglichen Ablegen der Beinprothese vor dem Zubettgehen: Alex’ Instagram Profil ist nicht wie jedes andere. Ganz offen spricht der junge Mann dort mit seinen inzwischen rund 15.000 Followern über seine Krebserkrankung.

Die eigene Geschichte mit anderen Menschen in den sozialen Netzwerken zu teilen, hilft Alex, sein Schicksal zu verarbeiten: „Der Austausch mit anderen Erkrankten tut unglaublich gut, außerdem möchte ich den Menschen zeigen, dass man trotz Schicksalsschlag ein fröhlicher und positiver Mensch sein kann“.

“Die Schmerzen fühlten sich an wie ein blauer Fleck – wir haben noch darüber gelacht”

Das Leben von Alex ändert sich im Sommer 2018. Zu dieser Zeit arbeitet er als Flugbegleiter – es ist sein Traumjob. Nach einem Langstreckenflug verspürt er Schmerzen auf der rechten Knieinnenseite. „Die Schmerzen fühlten sich an wie ein blauer Fleck, zu sehen war aber nichts“, erzählt der junge Mann, der mit seinen Eltern in einem Vorort von Köln lebt.

Alex geht davon aus, er sei nur leicht verletzt: „Wir haben Zuhause noch darüber gelacht und überlegt, wie ungeschickt man sein muss, um sich an dieser Stelle zu stoßen“.

Als die Schmerzen zunehmen und immer häufiger auftreten, sucht er seine Hausärztin auf. Die vermutet eine Wassereinlagerung im Knie und rät ihm, er solle sein Knie kühlen, sich schonen und Ibuprofen nehmen. Weil die Maßnahmen auch eine Woche später nicht helfen, geht der Kölner zum Orthopäden.

„Wenn du eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung haben willst, musst du dir eine bessere Lügengeschichte ausdenken“

Der Facharzt fertigt ein Röntgenbild an und kann darauf nichts Ungewöhnliches erkennen. Die Leiden seines Patienten nimmt er nicht ernst: „Wenn du eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung haben willst, musst du dir eine bessere Lügengeschichte ausdenken“, sagt er und fertigt Alex ab.

Der Arzt verunsichert ihn. In der Drogerie kauft sich Alex eine Kniebandage, in der Hoffnung, die Schmerzen so lindern zu können.

Nicht wissend, dass sich in seinem Bein ein bösartiger Tumor befindet, tritt der Steward sogar einen Dienstflug nach Kapstadt an. Es ist sein schönstes Flugerlebnis – und zugleich sein vorerst Letztes.

„Mein erster Gedanke war: Jetzt muss muss ich sterben”

Bei der Heimkehr kann er seine Koffer kaum noch tragen, kommt die Treppe nicht hoch, knickt immer öfter ein. Nach einer Biopsie im Uniklinikum Münster bekommt Alexander am 24. August 2018 – fast vier Monate nach den ersten Symptomen – den schlimmen Befund: Osteoblastisches Osteosarkom, Knochenkrebs in seiner aggressivsten Form.

„Mein erster Gedanke war damals: Jetzt muss muss ich sterben. Ich hatte eine ungeheure Angst“, erzählt er. Doch statt sich zurückzuziehen, bleibt der heute 22-Jährige stark. Mit unzähligen Unbekannten teilt er seine Krankheitsgeschichte: 15 stationäre Chemotherapien, neun Operationen und viele Monate im Krankenhaus.

„Nach der OP habe ich viermal nachgeguckt, ob das Bein wirklich ab ist“

Als es bei einer der vielen Operationen zu Komplikationen kommt, muss sein rechtes Bein amputiert werden. „Nach der OP habe ich viermal nachgeguckt, ob das Bein wirklich ab ist“, antwortet der Blogger offen auf die Frage eines Users, ob er sein fehlendes Bein noch spüren würde.

Inzwischen hat Alex seine letzte Chemotherapie überstanden, er gilt als tumorfrei. Langsam kämpft er sich in den Alltag zurück.

In der Gehschule lernt er zusammen mit Therapeuten ein flüssiges Gangbild mit seiner neuen Oberschenkelprothese. Sein größter Traum: Irgendwann wieder als Flugbegleiter in die Lüfte zu gehen.

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pzk



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