Kontaktsperren bis 5. Juni: Besuch bei Familie oder Freunden? Was jetzt wo gilt

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Übersicht für alle Bundesländer: Familie, Freunde, Bekannte: Wen Sie jetzt besuchen dürfen – und wo die Kontaktsperre gilt

Die verhängten Kontaktsperren bedeuten für viele eine weitestgehende soziale Isolation. Doch während es in einigen Bundesländern komplett untersagt ist, Familie, Freunde oder Bekannte zuhause zu besuchen, ist es in anderen zum Teil gestattet. Dabei müssen Sie allerdings ein paar Regeln beachten.

Die in Deutschland wegen der Corona-Pandemie geltenden Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Leben bleiben vorerst weitgehend bestehen – und zwar bis zum 5. Juni. Das ist das Ergebnis von Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder am Mittwoch (6. Mai).

Das bedeutet: Jeder ist angehalten, soziale Kontakte im öffentlichen Raum auf ein Minimum zu reduziert – das gilt etwa beim Spazierengehen oder auch bei etwaigen sportlichen Aktivitäten.

Allerdings einigten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrer Schalte am Mittwoch auch auf eine Lockerung. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen sollen sich künftig auch Angehörige von zwei Haushalten treffen dürfen.

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Sachsen-Anhalt lockert Kontaktsperren

Sachsen-Anhalt hatte im Vorfeld zu der Beratung bereits als erstes Bundesland die geltende Kontaktbeschränkung von zwei auf fünf Personen gelockert. Das teilte die Landesregierung nach einer Kabinettssitzung am Samstag (2. Mai) in Magdeburg mit.

Doch was gilt aktuell noch in den einzelnen Bundesländern – und was bedeuten die Kontaktsperren für die eigenen vier Wände? Dürfen Freunde, Bekannte oder Familie zu Besuch kommen? Da die Bundesländer weitestgehend selbst festlegen könne, wie die Kontaktsperren umgesetzt werden, gelten teils unterschiedliche Maßnahmen.

In welchen Bundesländern Besuche von Familie und Freunden erlaubt sind – und in welchen nicht:

Baden-Württemberg

Was gilt konkret: In Baden-Württemberg ist es grundsätzlich erlaubt, die Familie und andere Personen zu besuchen. Wer sich im öffentlichen Raum aufhalten will, darf das jedoch nur alleine, mit einer weiteren Person, den Personen, die im Haushalt leben oder mit den Mitgliedern des eigenen Hausstands erlaubt. Außerhalb des öffentlichen Raums sind in Baden-Württemberg „Ansammlungen“ von bis zu fünf Personen gestattet. Ausnahmen gibt es für Personen, die in gerader Linie miteinander verwandt sind (beispielsweise Eltern, Großeltern, Kinder und Enkelkinder), die in einer Wohngemeinschaft leben und deren Ehegatten und Lebenspartner. Heißt, in diesen Fällen wäre es sogar erlaubt, dass sich mehr als fünf Personen bei jemandem zuhause treffen.

(Stand BaWü: 06. Mai, 12.00 Uhr)

Bayern

Bayern hebt die wochenlangen coronabedingten Ausgangsbeschränkungen auf – gewisse Kontaktbeschränkungen und ein Verbot von Menschenansammlungen im öffentlichen Raum bleiben aber bestehen. Ab diesen Mittwoch ist es erlaubt, eine Person außerhalb des eigenen Hausstands und auch enge Familienangehörige zu treffen oder auch zu besuchen. Das beschloss das Kabinett am Dienstag in München, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) anschließend mitteilte.

(Stand Bayern: 06. Mai, 12.00 Uhr)

Berlin

§ 4 Abs. 1 der Berliner Corona-Verordnung (Ber-CV) verbietet – auch in den eigenen vier Wänden – jedwede „Zusammenkünfte“. Der Besuch von Oma und Opa ist etwa derzeit nicht erlaubt. Ältere Menschen gelten als besonders gefährdet. Ausnahmeregeln greifen etwa für die Begleitung Sterbender sowie für Trauerfeiern und für den Besuch bei Ehepartnern oder Lebenspartnern. Hier sind Besuche erlaubt.

Im öffentlichen Raum gilt weiter folgendes: “Im öffentlichen Raum – etwa in Parks oder Gärten – ist der Aufenthalt nur allein, mit Personen des eigenen Haushalts und maximal einer haushaltsfremden Person erlaubt. Auf Wiesen und Grünanlagen gilt zudem ein erweitertes Abstandsgebot: Wer sich auf Freiflächen abseits fest installierter Sitzgelegenheiten niederlässt, muss den erhöhten Mindestabstand von 5 Metern einhalten”, teilte das Land in einer offiziellen Mitteilung mit.

(Stand Berlin: 06. Mai, 12.00 Uhr)

Brandenburg

Was konkret gilt: In Brandenburg ergibt sich aus der Verordnung selbst keine klare Beschränkung für die eigenen vier Wände, auf der Homepage des Bundeslandes heißt es aber „Familientreffen oder Familienfeiern sind auf die Mitglieder des eigenen Hausstands zu beschränken!“ und “Alle sind angehalten, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands weiter auf ein absolut nötiges Minimum reduziert zu halten. Es ist ein Mindestabstand zwischen Personen von 1,5 Metern einzuhalten. Insbesondere persönliche Begegnungen mit älteren, hochbetagten oder chronisch kranken Menschen müssen zu deren Schutz weiter deutlich eingeschränkt bleiben.”

(Stand Brandenburg: 06. Mai, 12.00 Uhr)

Bremen

Was konkret gilt: Freunde, Familie oder Bekannte in der eigenen Wohnung treffen – in Bremen ist das nicht generell untersagt. Das Land appelliert aber an seine Bürger: „Der Kreis der Menschen, mit denen man sich trifft, soll möglichst klein und möglichst gleichbleibend sein. Auch in der eigenen Wohnung und auf dem eigenen Grundstück.“ Jeder Besuch sei ein erneutes Risiko, sich selbst und andere anzustecken, auch wenn man selbst noch ohne Symptome ist. Veranstaltungen, Feiern und ähnliche Zusammenkünfte in Wohnungen und privaten Einrichtungen sind aber verboten.

(Stand Bremen: 06. Mai, 12.49 Uhr)

Hamburg

Was konkret gilt: Grundsätzlich verboten ist ein Besuch etwa bei oder von Verwandten in Hamburg nicht. Auch dann nicht, wenn die Familie in Niedersachsen oder Schleswig-Holstein wohnt. Wer alleine lebt, darf sich laut dem offiziellen Stadtportal außerdem mit einer anderen Person treffen. Das Land Hamburg verweist aber ausdrücklich darauf, dass die Veranstaltung von Feierlichkeiten in Wohnungen oder anderen nicht-öffentlichen Orten untersagt ist.

(Stand Hamburg: 06. Mai, 13.20 Uhr

Hessen: Das ist trotz Kontaktsperre erlaubt

Was konkret gilt: In den “Richtlinien für den Vollzug der Ge- und Verbote aus den Corona-Verordnungen” heißt es, dass “größere Feiern und Zusammenkünfte” auch in privaten Räumlichkeiten zu unterbinden seien. Allerdings sollen Kontakte zu einer einzelnen Person, die nicht dem eigenen Hausstand angehört, möglich bleiben. “Dies gilt auch für die Besuche dieser Person in der eigenen Wohnung”, schreibt das Land weiter. Enge Bezugspersonen und Partner dürfen also weiterhin zu Besuch kommen. Den Behörden rät das Land, gerade bei größeren Hausständen (Familien, Wohngemeinschaften, Mehrgenerationenhäuser) im Einzelfall eine sorgfältige Abwägung vorzunehmen.

(Stand Hessen: 06. Mai, 13.15 Uhr)

 

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Mecklenburg-Vorpommern

Was konkret gilt: Das Land empfiehlt seinen Bürger, dass Sie auch private Besuche in der eigenen Wohnung auf das absolut unbedingt notwendige Minimum reduzieren. Familienbesuche innerhalb der Kernfamilie seien aber möglich. Zur Kernfamilie zählen demzufolge: Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, Lebensgefährten, Kinder, Eltern und Großeltern. Solche Familienbesuche dürfen auch zusammen mit dem Ehegatten, eingetragenen Lebenspartnern oder Lebensgefährten unternommen werden, sofern eine häusliche Gemeinschaft bestehe, heißt es in der Verordnung vom Land. Ausdrücklich untersagt sind Gruppenfeiern oder Versammlungen in privaten Wohnungen. Größere Besuche innerhalb des Bundeslandes sollen ebenfalls unterbleiben. Im öffentlichen Raum dürfen jedoch maximal zwei Personen gemeinsam unterwegs sein, die nicht demselben Hausstand angehören.

(Stand Meck-Pom: 06. Mai, 13.15 Uhr)

Niedersachsen

Was konkret gilt: Ansammlungen von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit sind untersagt. Direkte Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zu den Angehörigen des eigenen Hausstandes gehören, sollen auf ein absolut nötiges Minimum reduziert werden. Auch in der eigenen Wohnung und auf dem eigenen Grundstück soll der Kreis der sich dort treffenden Menschen möglichst klein und möglichst gleichbleibend sein. Die hier denkbaren Konstellationen sind sehr unterschiedlich: Manche treffen sich mit ihren bereits ausgezogenen Kindern, andere mit nur einem engen Freund oder einer Freundin, wieder andere mit dem Ehepaar aus der Nachbarschaft. Das alles ist auch zukünftig in Niedersachsen möglich. Auf einen Besuch bei den Großeltern soll aufgrund des hohen Ansteckungsrisikos möglichst verzichtet werden.

(Stand Niedersachen: 06. Mai, 13.15 Uhr)

Kontaktsperre in Nordrhein-Westfalen

Was konkret gilt: Die nordrhein-westfälische Corona-Verordnung (NRW-CV) beschränkt zwar Zusammenkünfte im öffentlichen Raum auf maximal zwei Personen. Ausnahmen gibt es nur für Verwandte in gerader Linie, Geschwister, Ehegatten, Lebenspartnerinnen und Lebenspartner und in häuslicher Gemeinschaft lebende Personen. Regeln und Beschränkungen für die eigenen vier Wände gibt es in NRW aber nicht. Familie und Freunde dürfen demnach in die Wohnung eingeladen werden.

(Stand NRW: 06. Mai, 13.00 Uhr)

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Rheinland-Pfalz

Was konkret gilt: Eltern und Großeltern, Geschwister oder Freunde dürfen besucht werden. Doch der Kontakt zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes sollte dennoch auf ein absolutes Minimum und maximal zwei Personen zusammen in der Öffentlichkeit reduziert werden.

“Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel”, schreibt die Landeshauptstadt Mainz.

(Stand Rheinland-Pfalz: 06. Mai, 13.00 Uhr)

Saarland

Was konkret gilt: Das Saarland hat seine Corona-Regeln gelockert und im Zuge dessen auch seine strengen Kontaktsperren etwas aufgeweicht. Die Landesregierung von Saarland schreibt: „Die Zusammenkunft mehrerer Menschen – privat sowie im öffentlichen Raum – ist möglich im Kreis der Angehörigen des eigenen Haushalts, mit Ehegatten, Lebenspartnern und Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft sowie mit Verwandten in gerader Linie, Geschwistern und Geschwisterkindern sowie den Angehörigen eines weiteren Haushaltes.”

Jeder bleibt aber weiter angehalten, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Außerdem sind Ansammlungen und Veranstaltungen – ob im privaten oder öffentlichen Raum – weiterhin verboten.

(Stand Saarland: 06. Mai, 12.50 Uhr)

Sachsen

Was konkret gilt: Zwar sind die Ausgangsbeschränkungen in Sachsen weggefallen. Es ist künftig demnach erlaubt, die eigene Wohnung auch ohne triftigen Grund zu verlassen. Doch die Kontaktsperren bleiben. Der Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung bzw. des eigenen Hauses ist immer noch nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis des eigenen Hausstandes gestattet. Um eine weiträumige Ausbreitung des Virus zu reduzieren, bleiben die Bürger zudem aufgefordert, generell auf Besuche – auch von Verwandten – zu verzichten. Veranstaltungen und Ansammlungen jeglicher Art bleiben zudem weiterhin untersagt.

(Stand Sachsen: 06. Mai, 12.00 Uhr)

Sachsen-Anhalt: Kontaktsperren gelockert

Was konkret gilt: Sachsen-Anhalt hat als erstes Bundesland die wegen der Corona-Pandemie geltende Kontaktbeschränkung von zwei auf fünf Personen gelockert. Das teilte die Landesregierung nach einer Kabinettssitzung am Samstag in Magdeburg mit. Sachsen-Anhalt setzt sich damit über die Bund-Länder-Vereinbarung vom Donnerstag hinweg, wonach die Kontaktbeschränkungen vorerst bis zum 10. Mai verlängert werden sollten.

In Sachsen-Anhalt entfällt nun auch die Vorgabe, wonach jedes Verlassen der Wohnung eines triftigen Grundes bedurfte. Doch was bedeutet das konkret für Besuche bei Freunden oder der Familie?

“Der Besuch der Familie bleibt auch weiterhin möglich – soweit in gerader Linie verwandt (Eltern oder Kinder). Darüber hinaus bspw. beim Treffen mit Geschwistern ist eine Zusammenkunft mit bis zu 5 Personen möglich”, schreibt das Land auf seiner Informationsseite. Auch der Besuch von Freunden sei möglich. Allerdings dürfen sich auch in privaten Räumen maximal fünf Personen treffen.

(Stand Sachsen-Anhalt: 06. Mai, 13.00 Uhr)

Schleswig-Holstein

Was konkret gilt: Private Zusammenkünfte mit dem Charakter einer Veranstaltung bleiben untersagt. Das umfasst also auch private Veranstaltungen wie Grillveranstaltung. Ausnahmen gelten bei: Personen aus dem gleichen Haushalt plus einer weiteren Person – sie dürfen sich treffen. Familienangehörige dürfen sich ebenfalls treffen – aber nur bis zu einer maximalen Anzahl von zehn Personen (es sei denn alle leben ohnehin in einem Hausstand, dann können es auch mehr sein). Familienangehörige im Sinne der Landesverordnung sind Ehegatten, Geschiedene, eingetragene Lebenspartner, Lebensgefährten, Kinder, Enkel, Eltern, Geschwister und Großeltern.

Auch öffentliche Zusammenkünfte von Familienangehörigen sind bis zu einer Anzahl von zehn Personen erlaubt. Tätigkeiten in der Öffentlichkeit wie Einkaufen, Spazierengehen oder Sport dürfen zusammen betrieben werden.

(Stand Schleswig-Holstein: 06. Mai, 12.00 Uhr)

Thüringen

Was konkret gilt: Grundsätzlich ist es in Thüringen erlaubt, andere Menschen zu besuchen. In Seniorenheim etwa gelten jedoch besondere Schutzmaßnahmen und Hygieneunterweisung. Doch auch das Land Thüringen appelliert an seine Bürger: „Jede Person ist angehalten, die physisch sozialen Kontakte zu anderen Menschen außer zu den Angehörigen des eigenen Haushalts auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.“ Im öffentlichen Raum darf man sich zudem nur allein, mit einer weiteren Person, die nicht im Haushalt lebt oder im Kreise der Angehörigen des eigenen Haushalts aufhalten.

Zu anderen Personen ist ein Mindestabstand von mindestens 1,5 m einzuhalten. In geschlossenen Räumen können auf Antrag Zusammenkünfte mit bis zu 30 Personen möglich sein.

(Stand Thüringen: 06. Mai, 13.00 Uhr)

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