Lehren aus Lyon-Sieg: Schwächen stören Power-Fußball des FC Bayern

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Bayern besiegt Lyon: Drei Lehren fürs Finale: Taktische Schwächen stören Power-Fußball

Der FC Bayern München gewinnt gegen Olympique Lyon mit 3:0 (2:0) und zieht damit ins Finale der Champions League ein. Für den Showdown mit Paris Saint-Germain nimmt der Deutsche Meister drei wichtige Lehren aus dem Halbfinale mit: Taktische Schwächen stören den Power-Fußball.

Die Champions League lebt nach dem Restart von packenden und temporeichen Spielen, in denen viele Tore fallen. Auch das zweite Halbfinale zwischen dem FC Bayern München und Olympique Lyon stand dem in Nichts nach.

Gerade in der Anfangsphase ging es zwischen beiden Mannschaften hin und her. Während die Mannschaft von Hansi Flick es zunächst vor allem mit einem schnellen Spielaufbau probierte, war Lyon darum bemüht, mit wenigen Kontakten hinter die Abwehrreihe des Gegners zu kommen – wie vorab bei FOCUS Online analysiert.

Für das Finale gegen Paris am Sonntagabend nehmen die Münchner drei wichtige Lehren mit: taktisch, individuell und mental.

1. Taktische Schwächen im Power-Fußball von Hansi Flick

In der Anfangsphase lebte die Partie aus neutraler Perspektive von der Hektik. Hansi Flick dürfte dieser Start in das so wichtige Halbfinale aber nicht gefallen haben.

Wahrscheinlich waren die Bayern darauf aus, Lyons kompakte und gut gestaffelte Verteidigung mit einem schnellen Treffer zu überrumpeln. Stattdessen hätten sie aber fast den Rückstand hinnehmen müssen. Lyon tauchte gleich mehrfach gefährlich vor dem Tor von Manuel Neuer auf, und nur dessen starke Leistung und das Glück verhinderten eine Führung der Franzosen.

Den Bayern fehlt in solchen Momenten schlicht die Ruhe am Ball. Statt sich den kompakt verteidigenden Gegner mit mehreren Pässen zurechtzulegen, flog ein langer Ball nach dem anderen in die Hälfte von Lyon – in den meisten Fällen erfolglos. Gerade das Gegenpressing konnte so auch nicht greifen, weil die Mannschaft während des extrem schnellen Spielaufbaus gar nicht erst in der Lage war, sich gut für ein direktes Pressing nach Ballverlust zu formieren.

Lyon schaffte es immer wieder, das hohe Anlaufen der Bayern zu überspielen. Sie standen einerseits in Ballbesitz sehr breit und zogen das sonst so druckvolle Flick-Pressing auseinander; andererseits war es die technische Qualität der Einzelspieler, die den Bayern zu schaffen machte.

Ganze 18 erfolgreiche Dribblings verbuchte Lyon. Besonders Houssem Aouar (vier erfolgreiche Dribblings) schaffte es immer wieder, das Pressing der Bayern auszuhebeln. Flick wird hier bis zum Sonntag noch etwas tüfteln müssen, damit Paris seinen Matchplan nicht mit Neymar, Mbappé und di Maria überläuft.

2. Starke und schwache Einzelleistungen führten zu Schwankungen im Spiel

Ein Grund dafür, dass die Bayern sowohl im Pressing als auch im Spiel nach vorn nicht immer voll auf der Höhe waren, könnten individuelle Fehler gewesen sein. Thiago erwischte gegen Lyon einen ungewohnt durchwachsenen Tag, spielte gleich mehrere Bälle direkt in die Füße des Gegners und leitete so auch fast die frühe Führung der Franzosen ein. 

Auch Ivan Perisic, der kurz nach der Pause das wohl entscheidende 3:0 verpasste, kam im Pressing mehrfach zu spät, ließ sich von Gegenspielern überrumpeln oder spielte völlig unnötige Fehlpässe.

Auf der anderen Seite waren es individuelle Top-Leistungen wie jene von Serge Gnabry, die den FC Bayern am Leben hielten. Über sein Traumtor zum 1:0 muss da gar nicht viel gesagt werden, aber auch seine Qualitäten im Kombinationsspiel und beim Anlaufen der Gegenspieler waren extrem wichtig.

Neuer mit seinen wichtigen Paraden und David Alaba, der mehrfach gefährliche Situationen klärte, erwischten ebenfalls einen guten Tag. Das große Leistungsgefälle innerhalb der ersten Elf spielte also durchaus eine Rolle dafür, dass es immer wieder Spielphasen gab, in denen Lyon zu guten Chancen kam.

3. Die Bayern sind dennoch bereit für den großen Wurf

Trotz der Kritik und der deutlich offenbarten Schwächen in der Defensive haben die Bayern an diesem Abend gezeigt, dass sie bereit sind für das Finale und vielleicht auch für den Champions-League-Sieg. Mit einer beeindruckenden Selbstsicherheit haben sie den holprigen Start in die Partie angenommen und Lyon eben nicht über die spielerische Leichtigkeit, sondern über den Kampf niedergerungen.

Nahezu jede große Mannschaft musste Rückschläge auf ihrem Weg zu Titeln verkraften oder zeigen, dass sie mit nicht geplanten Umständen zurechtkam. An diesem Abend gab es für die Bayern keinen echten Rückschlag. Aber das Spiel lief nicht so, wie sie sich das vorgestellt hatten.

Sie nahmen die Gegebenheiten dennoch an und waren innerhalb des Spiels nicht nur in der Lage, die Chancen effizient zu nutzen, sondern darüber hinaus auch das eigene Spiel anzupassen und der Hektik auch mit den Toren im Rücken etwas mehr Ruhe entgegenzusetzen.

Die Bayern mögen Paris zwar gezeigt haben, dass sie verwundbar sind. Aber wie sie mental mit ihren Schwächen umgehen, dürfte auch der Mannschaft von Thomas Tuchel Respekt abverlangen. So wie Alaba und Neuer am vergangenen Freitag gegen Barcelona das frühe Eigentor weglächelten, ging das Team auch diesmal souverän damit um, dass es nicht in jedem Spiel perfekt drauf ist.

Eine Qualität, die eine große von einer sehr guten Mannschaft unterscheidet. Und doch wäre es aus Sicht des FC Bayern wichtig, dass am Sonntagabend auch im taktischen Bereich wieder mehr zusammenpasst.

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jk/

 

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