Lukaschenko spricht von Coronavirus-Erkrankung | Aktuell Europa | DW

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Kurz vor der Präsidentenwahl in Weißrussland bekennt sich der 65 Jahre alte Staatschef Alexander Lukaschenko zu seiner Coronavirus-Erkrankung. “Sie treffen heute einen Menschen, der es fertiggebracht hat, das Coronavirus auf den Beinen zu überstehen”, sagte Lukaschenko laut der Staatsagentur Belta in der Hauptstadt Minsk. Die Ärzte hätten bestätigt, dass er das Virus symptomfrei überstanden habe. Zugleich entschuldigte er sich für seine heisere Stimme.

Lukaschenkos Kurs ist umstritten

Der von seinen Gegnern als “Europas letzter Diktator” kritisierte Politiker will sich am 9. August zum sechsten Mal zum Präsidenten wählen lassen. Der umstrittene Staatschef hatte das Coronavirus immer wieder kleingeredet und als Psychose abgetan. “Wie ich schon gesagt habe, überstehen 97 Prozent der Bevölkerung bei uns das Virus ohne Symptome”, sagte Lukaschenko. Eine wissenschaftliche Bestätigung für diese Behauptung gibt es nicht.

Alexander Lukaschneko steht neben Militärs vor gepanzerten Fahrzeugen (picture-alliance/dpa/N. Petrov)

Alexander Lukaschenko besuchte die Einheiten des weißrussischen Innenministeriums

“Endlich gehöre ich auch zu dem goldenen Bestand in unserem Land, der das Virus überstanden hat”, verkündete er bei einem Besuch von Einheiten der Sicherheitskräfte. Die Ex-Sowjetrepublik liegt zwischen dem EU-Mitglied Polen und Russland. Sie erlebte bisher keinen Lockdown. Lukaschenko hatte auch Massenveranstaltungen zugelassen – und das Virus zuletzt für besiegt erklärt. Dieser Kurs ist umstritten. Gegner werfen dem Staatschef vor, die Gefahr nicht ernst zu nehmen und die Bürger massenhaft einem Gesundheitsrisiko auszusetzen. Weißrussland hatte nach offiziellen Angaben der Behörden bisher mehr als 67.000 registrierte Coronavirus-Fälle und 543 Tote.

nob/uh (dpa, rtr)



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