„Macht mich fassungslos“: Mega-Andrang auf Leipziger Markt trotz Virus-Regeln

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Corona-Regeln ignoriert: „Macht mich fassungslos“: Mega-Andrang auf Leipziger Markt, Berlin löst Moschee-Versammlung auf

Das gute Wetter zieht viele Deutsche ins Freie. Mancherorts nehmen sie es allerdings mit den geltenden Regeln nicht so ernst. Obwohl wegen des Coronavirus noch immer ein Kontaktverbot gilt, tummeln sich bereits wieder viele Menschen auf Wochenmärkten und anderen öffentlichen Plätzen.

So haben sich am vergangenen Freitag im Berliner Stadtteil Neukölln nach Polizeiangaben rund 300 Menschen vor einer Moschee versammelt – offenbar, um dem Freitagsgebet nachzugehen.

„Das Gebet wurde im Einvernehmen mit dem Imam vorzeitig beendet“

Dem Imam, dem Ordnungsamt und den Polizisten sei es nur zum Teil gelungen, die Menschen dazu zu bewegen, den vorgeschriebenen Abstand zu halten, wie die Polizei am Freitagabend twitterte. „Das Gebet wurde im Einvernehmen mit dem Imam vorzeitig beendet“, hieß es.

Die Verantwortlichen der Moschee sicherten der Polizei überdies zu, über die sozialen Medien nochmals darauf hinzuweisen, dass Gebetsrufen nicht durch persönliches Erscheinen gefolgt werden müsse und dass die Rufe bei erneuten Menschenansammlungen sofort beendet werden.

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Dichtes Gedränge auch auf dem Leipziger Wochenmarkt – Gastronom ist fassungslos

Auch an anderen öffentlichen Plätzen ist der Menschenandrang dieser Tage hoch, etwa in Leipzig. Regellockerungen und gutes Wetter ziehen die Menschen ins Freie. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, hätten sich etwa am vergangenen Freitag dutzende Menschen auf dem Leipziger Wochenmarkt gedrängt – darunter auch viele ältere Menschen. „Es wurde schon sehr eng“, schildert eine Verkäuferin die Situation. Auf Bildern sind meterlange Schlangen vor den Verkaufsständen zu sehen. Offenbar trug obendrein kaum einer eine Schutzmaske. Der Leipziger Gastronom Sebastian Seifert sagte der Zeitung angesichts der Menschenmassen: „Was ich heute in der City gesehen habe, macht mich fassungslos und wütend zugleich.“ Das Verhalten der Behörden sei „völlig verantwortungslos.“

Auch das Ordnungsamt schaltete sich ein, machte allerdings lediglich Beweisfotos. Der zuständige Marktamtsleiter Walter Ebert versicherte gegenüber der „Bild“, man wolle jetzt die Marktfläche besser nutzen und den Markt weiter entzerren.

Leipziger OB kündigt Zugangsbeschränkungen für Wochenmarkt an

Burkhard Jung, Oberbürgerbürgermeister von Leipzig, hat inzwischen reagiert. „So können wir den Wochenmarkt in Leipzig nicht durchführen“, sagte er auf Facebook. Er kündigte an, ähnliche Zugangsbeschränkungen wie in Supermärkten einführen zu wollen.

Mitte März hatte die sächsische Landesregierung Wochenmärkte im Freien sowie in Markthallen verboten. Seit dem 1. April ist das Verbot aufgehoben. Allerdings müssen Betreiber strenge Hygienevorschriften einhalten. Besucher sind zudem dazu angehalten, Mindestabstände einzuhalten.

Dutzende Shisha-Bars verstoßen gegen Corona-Verordnung

Immer wieder muss die Polizei auch zu Shisha-Bars ausrücken, die gegen die Regeln zur Eindämmung des Coronavirus verstoßen.

Allein in Baden-Württemberg gab es seit Inkrafttreten der Corona-Verordnung bislang 60 Einsätze im Zusammenhang mit Shisha-Bars, berichtete Innenminister Thomas Strobl am vergangenen Freitag bei einer Sondersitzung des Innenausschusses, die per Videokonferenz übertragen wurde. In 46 Fällen wurde dabei gegen die Corona-Verordnung verstoßen. 29 der Einsätze gingen auf die Eigeninitiative der Polizei zurück, in 31 Fällen führten Hinweise von Bürgern zu den Einsätzen. Die Polizei sei angewiesen auf solche Hinweise, sagte Strobl.

In Frankfurt am Main versammelten sich bis zu 40 Personen an Kiosken

Ein ähnliches Bild zeigt sich in den Metropolen Frankfurt am Main und Berlin. So hat das Frankfurter Ordnungsamt insbesondere an Kiosken und in Shisha-Bars Verstöße gegen die Corona-Regeln festgestellt. An Kiosken hätten sich bis zu 40 Personen versammelt, die den Sicherheitsabstand nicht eingehalten hätten, erklärte Sicherheitsdezernent Markus Frank (CDU) am Mittwoch.

Zudem hätten einzelne Shisha-Bars trotz des Verbots Gäste bewirtet. „Dass an Kiosken das Abstandsgebot nicht eingehalten wird, kann man vielleicht noch Unachtsamkeit und mangelnder Rücksichtnahme zuschreiben. Dass aber Shisha-Bars heimlich geöffnet sind, ist inakzeptabel“, sagte Frank.

Die Berliner Polizei hat seit dem 14. März rund 2000 Einrichtungen überprüft. In 830 Fällen haben die Beamten die sofortige Schließung der Lokalitäten angeordnet. Das teilte die Hauptstadt-Polizei am vergangenen Donnerstag mit. Darunter waren Kneipen, Shisha-Bars oder Wettbüros.

Berliner Polizeipräsidentin bittet Bürger, Ausweis mitzuführen

Um Verstöße gegen die Corona-Regeln besser ahnden zu können, beschloss der Berliner Senat vor wenigen Tagen einen Bußgeldkatalog. Zwar waren Bußgelder etwa nach dem Infektionsschutzgesetz auch davor schon möglich, nunmehr wurden Details aber präziser gefasst. So steht jetzt genauer fest, welcher Verstoß gegen die Regeln wie geahndet wird.

Polizeipräsidentin Barbara Slowik setzt dennoch auf die Vernunft der Berlinerinnen und Berliner. „Wir werden nicht mit der Stoppuhr neben Menschen stehen, die eine Erholungspause auf einer Bank oder einer Wiese machen“, sagte sie dem „Tagesspiegel“. Sie vertraue zudem „komplett auf das Augenmaß“ der Polizisten.

Wer aufgrund von Unachtsamkeit den Mindestabstand zu anderen nicht einhalte, der müsse zwar keine Strafen fürchten, so Slowik. Allerdings stellt sie klar: „Ein Lagern mit Grill, Radio und Schachspiel werden wir aber nicht dulden.“ Damit es die Polizisten leichter haben, Verstöße zu ahnden, ruft Slowik die Bürger dazu auf, ihre Ausweise mitzuführen.

Kontaktverbote über Ostern verlängert

Vor wenigen Tagen haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Bundesländer darauf verständigt, wegen des Coronavirus die Kontaktverbote auch über Ostern zu verlängern.

Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist demnach maximal zu zweit oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet. Erlaubt sind etwa der Weg zur Arbeit, Einkäufe, Arztbesuche oder individueller Sport und Bewegung an der Luft.

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ter/mit dpa

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