Malis Präsident Keita tritt ab | Aktuell Afrika | DW

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“Ich möchte, dass kein Blut vergossen wird, um mich an der Macht zu halten”, sagte der malische Staatschef Ibrahim Boubacar Keita am frühen Mittwochmorgen in einer kurzen Ansprache im staatlichen Fernsehen. Er werde zurücktreten und das Parlament auflösen. Zugleich dankte Keita dem malischen Volk “für seine Unterstützung in diesen langen Jahren”.

Der Präsident war am Dienstag in seiner Residenz in der Hauptstadt Bamako festgesetzt worden, nachdem es zuvor in einem nahe gelegenen Militärstützpunkt zu einem Aufstand gekommen war. Auch Premierminister Boubou Cissé wurde festgenommen, wie es hieß.

Mali I Soldaten nehmen nach Meuterei Präsident und Regierungschef fest (picture-alliance/AA/A. Ousmane Turi )

Militärfahrzeuge am Dienstagabend in Bamako

Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) verurteilte die Vorkommnisse und kündigte Sanktionen an. Die Mitgliedstaaten würden zudem ihre Grenzen zu Mali schließen, erklärte die Organisation. Auch UN-Generalsekretär Antonio Guterres äußerte sich “tief besorgt”. Bundesaußenminister Heiko Maas twitterte: “Die verfassungsmäßige Ordnung muss wiederhergestellt werden.” 

“M5-RFP” vs. Keita

Mali steckt seit Monaten in einer politischen Krise, Keita stand massiv unter Druck. Er wurde vor allem dafür kritisiert, die Gefahr durch islamistischen Terror nicht in den Griff zu bekommen. In Mali und anderen Ländern der Sahelzone sind etliche Terrorgruppen aktiv, einige haben dem “Islamischen Staat” (IS) oder dem Al-Kaida-Netzwerk die Treue geschworen.

Verschleppte politische Reformen, eine schwächelnde Wirtschaft und Korruptionsvorwürfe ließen Kaitas Popularität zuletzt weiter sinken. Die Oppositionsbewegung M5-RFP organisierte immer wieder Massenproteste gegen den 75-Jährigen.

wa/fw (rtr, afp, dpa)



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