Mannheim bekommt Museum für deutsche Sprache | Aktuell Deutschland | DW

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“Es wird der zentrale Ort sein, an dem die (deutsche) Sprache ausgestellt, diskutiert, erlebt, gesammelt, durchschaut und verstanden wird”, heißt es in einem Konzept des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache (IDS) in Mannheim. Das Leibniz-Institut treibt das Projekt mit finanzieller Hilfe der Klaus Tschira Stiftung voran. Das Forum Deutsche Sprache solle gleichzeitig offenes Museum, Begegnungsort und Forschungslabor sowie Dokumentationszentrum sein, teilten IDS, Stiftung und die Stadt Mannheim mit.

Das Forum Deutsche Sprache werde mit “seiner neuartigen Verbindung von Vermittlung und Dokumentation Strahlkraft im gesamten deutschsprachigen Raum entwickeln”, sagte der Vorstandsvorsitzende und wissenschaftliche Direktor des Leibniz-Instituts, Henning Lobin. “Die deutsche Sprache gehört allen gemeinsam.” Ziel sei es, neue Perspektiven für Wissenschaft und Öffentlichkeit zu ermöglichen.

Die Tschira Stiftung ist Bauherrin und wird dem Leibniz-Institut das Gebäude inklusive der ersten Dauerausstellung schenken. Bund und Bundesländer tragen über das Institut den wissenschaftlichen Betrieb. Die Stadt Mannheim stellt ein Grundstück am Neckarufer in unentgeltlicher Erbpacht zur Verfügung.

Deutschland SAP-Mitbegründer Klaus Tschira (picture-alliance/dpa/F. von Erichsen)

Die Stiftung des SAP-Mitbegründers Klaus Tschira fungiert bei dem Projekt als Bauherrin

Am Abend soll der Hauptausschuss des Gemeinderats grünes Licht für das Verfahren für den Architekten-Wettbewerb geben. Das neue Gebäude soll auf dem Alten Messplatz der “Hauptstadt der deutschen Sprache” entstehen, wie Oberbürgermeister Peter Kurz betont. Das Land Baden-Württemberg fördert das Projektmanagement für das Forum seit Mitte 2019 bis Ende 2021 mit einem Zuschuss von insgesamt rund 329.000 Euro.

Intensive Besucherbeteiligung

Im Unterschied zu den meisten anderen Museen werden die Besucher den Ausstellungsgegenstand – ihre eigene Sprache – in das neue Haus mitbringen. Deshalb wird die Beteiligung des Publikums großgeschrieben. Eine Idee sind “Sprachspenden” – etwa Dialektaufnahmen – der Besucher als Grundlage für Forschungsprojekte über den gegenwärtigen Sprachgebrauch. Zudem sollen aktuelle Themen wie “Hatespeech” im Internet aufgegriffen werden, hieß es. Geplant sind ferner Literaturlesungen und “Erlebnisbereiche” für Kinder. Auch sollen sprachwissenschaftliche Studien gefördert und Wissenschaftler unterstützt werden.

Die geplante Dauerausstellung soll die individuellen Entwicklungsstufen der Sprache im Laufe eines Lebens nachzeichnen. Sie wird zeigen, wie der Mensch in und mit der Sprache lebt, vom Spracherwerb eines Säuglings bis zum vielfältigen Umgang mit Sprache bis ins Alter. Dabei sollen individuelle Erfahrungen mit Sprache auf einer übergeordneten Ebene mit Sprachgeschichte, Sprachwandel und Sprache in sozialen Medien verbunden werden. Nach seiner Fertigstellung soll das neue Museum auch unter anderem für Tagungen, Vorträge und Seminare zur Verfügung stehen.

kle/qu (epd, kna, dpa/lsw)



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