Manuel Neuer: Torwart krönt famoses Comeback in Weltspitze für Bayern gegen PSG

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Zurück im Olymp der Torhüter: Neuer krönt wundersames Comeback in der Weltspitze

Manuel Neuer glänzt mit mehreren herausragenden Paraden beim Champions-League-Sieg des FC Bayern München über Paris Saint-Germain. Das Finale von Lissabon dient als letzter Beweis für Neuers wundersames Comeback auf Weltniveau. Oliver Kahn lässt nur eine Frage unbeantwortet.

Das muss man sich als lebensbejahender Mensch erst einmal trauen: diese Frage an Oliver Kahn richten. Ob Manuel Neuer der “beste deutsche Torwart aller Zeiten” sei, wollte der Sky-Reporter in Lissabon wissen, während Champions-Musik für die Champions aus den Boxen dröhnte.

Kahn war früher auch mal Torhüter, sogar ein denkmalgeschütztes Exemplar, dreimal die Nummer eins des Planeten Erde. Jetzt ist er 51 und Vorstand beim FC Bayern, der am Sonntagabend die Fußball-Königsklasse gegen Paris Saint-Germain gewann (1:0) und sein Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal, Europacup komplettierte, zum zweiten Mal in der 120-jährigen Vereinsgeschichte.

Begünstigt hatte dies vor allem: Manuel Neuer.

Manuel Neuer glänzt für Bayern im Finale gegen PSG

Der Münchner Schlussmann, 34, hielt “zwei sehr wichtige Bälle”, analysierte Kahn anerkennend. “In zwei Eins-gegen-Eins-Situationen war er da, erste und zweite Halbzeit. Das muss ein Torhüter beim FC Bayern einfach können: Er ist nicht permanent beschäftigt, aber in diesen Momenten zur Stelle. Genau das macht einen großen Torwart aus.”

Spulen wir zur Veranschaulichung im Spielfilm zurück.

18. Minute. Es steht 0:0, der Pariser Neymar dringt über halblinks in den Strafraum ein, Auge in Auge mit Neuer, der wartet und wartet und wartet und dann einen Reflex mit der linken Hand zeigt, wiewohl wachsam bleibt, den nachsetzenden Neymar blockiert und dessen zweiten Versuch per Fuß abwehrt.

70. Minute. Inzwischen führen die Bayern (Kingsley Coman, 59.), Angel di Maria tunnelt David Alaba auf der rechten Bahn, seine Hereingabe landet am Fünfmetereck bei Marquinhos, der unvermittelt abschließt. Erneut verhindert Neuer den Einschlag mit einer Sprunggrätsche.

90. Minute. Abseits ist gewunken, ein Treffer hätte nicht gezählt, dennoch beeindruckt es, wie Neuers Präsenz, Souveränität und Stellungsspiel das 7,32 Meter breite Gehäuse selbst für einen Stürmer wie Kylian Mbappé schrumpfen lässt. Wieder eine Parade im Spagat. Unnötig, wie gesagt, und doch letzte Drohkulisse an PSG: Nee, lasst mal. Wird nix mehr heute.

Hinterher lobte Thomas Müller die “brutale Mentalität” und “super Qualität” im Kader der Triple-Triumphatoren, “und dann haben wir noch Manuel im Tor. Wir brauchen nicht so tun, als ob es ganz unvorhergesehen kam”, sagte Müller und lachte wie Müller.

War es noch der alte Neuer oder schon ein neuer Alter?

Eine im Scherz verpackte Verbeugung vor seinem Kapitän, der einst zum Pionier moderner Torwartschule avanciert war, dann allerdings keine artgerechte Neuer-Saison 2018/19 gespielt hatte nach zwei Mittelfußbrüchen seit 2017.

Ein Gnadengesuch von Bundestrainer Joachim Löw hatte seine WM-Teilnahme ermöglicht, anschließend mäkelte die fürchterliche Presse ständig herum: Hätte er den nicht halten können? Hätte er den nicht früher gehabt? Ist es mit Anfang/Mitte 30 noch der alte Neuer oder bereits ein neuer Alter?

Irgendwann im Sommer 2019 wurde der Torhüter so etwas wie: ein neuer Neuer. Und blieb es halt einfach, bis Lissabon. “Er hat das Torwartspiel auf ein hohes Niveau gehoben und spielt wieder auf seinem höchsten Niveau – leider für uns”, bedauerte der unterlegene Paris-Trainer Thomas Tuchel.

 

Neuer ist zurück im Olymp der Titane. Das Finale vom Sonntag mochte dazu nur als – wie passend – finaler Beweis dienen, und es nährte die abgedroschene, ewig wahre Weisheit, dass große Spiele von großen Spielern entschieden werden.

Die französische Zeitung “L’Equipe” titulierte Neuers Leistung gegen Paris mit “gigantisch”. Peter Schmeichel, der famose Däne, 1999 im Kasten von Manchester United, als Bayern im Endspiel den Sekundentod starb, ließ sich beim US-Sender CBS gar zu folgender Theorie hinreißen: “Mit jedem Torwart, der nicht so spielt, hätte Bayern dieses Turnier nicht gewonnen. Neuer war einfach unglaublich.”

Neuer: “Es war nicht das beste Spiel meiner Karriere”

Und der Besungene? Wollte es mal nicht übertreiben, als nervige Journalisten ihre nervigen Superlative anbrachten: “Ich habe ein gutes Spiel gespielt, ein super Spiel, aber das beste meine Karriere? Nein, das kann man so nicht sagen.”

Auf jeden Fall sei Bayerns Sicherheitsbeauftragter für Toreverhinderung “zum falschen Moment in absoluter Topform”, konstatierte Tuchel. Lakonischer Zusatz: “Es ist ein bisschen Wettbewerbsverzerrung…”

Ach so, und ganz am Ende, als das Spiel gespielt, die Trophäe geliftet und die Komplimente verteilt waren, musste Kahn ja noch eine Frage beantworten. Ist Neuer denn nun der Beste aller Zeiten, sprich: besser als Kahn? Kurz malmte der Unterkiefer. “Ich denke, ja, das kann man sagen”, antwortete Kahn.

Denkpause.

“Wobei, Deutschland hatte schon immer sehr gute Torhüter. Aber er ist sicher einer der ganz Großen.”

Salomonischer wird’s nicht.

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