Maskenpflicht in Deutschland: Ab wann sie wo gilt (Bundesländer im Überblick)

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Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten hatten vergangene Woche das Tragen sogenannter Alltagsmasken in Bussen und Bahnen sowie im Einzelhandel lediglich “dringend empfohlen”. Doch nachdem Sachsen vorpreschte, haben inzwischen alle Länderchefs nachgezogen.

Überwiegend gilt die nun geplante Pflicht in den Ländern ab kommender Woche, teilweise kommt sie aber auch schon früher. Ein Kurz-Überblick über die 16 Bundesländer:

  1. Baden-Württemberg (gilt ab 27. April)
  2. Bayern (gilt ab 27. April)
  3. Berlin (gilt ab 27. April)
  4. Brandenburg (gilt ab 27. April)
  5. Bremen (gilt ab 27. April)
  6. Hamburg (gilt ab 27. April)
  7. Hessen (gilt ab 27. April)
  8. Mecklenburg-Vorpommern (gilt ab 27. April)
  9. Niedersachsen (gilt ab 27. April)
  10. Nordrhein-Westfalen (gilt ab 27. April)
  11. Rheinland-Pfalz (27. April)
  12. Saarland (gilt ab 27. April)
  13. Sachsen (seit 20. April)
  14. Sachsen-Anhalt (gilt seit 23. April)
  15. Schleswig-Holstein (gilt ab 29. April)
  16. Thüringen (gilt seit 24. April)

Die Regelungen im Detail:

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Baden-Württemberg: Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr

Ab Montag (27. April) gilt eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken in Geschäften und im öffentlichen Personennahverkehr. Damit sei aber kein medizinischer Mundschutz gemeint, es gehe nur um einfache Mund-Nasen-Bedeckung. “Notfalls tut es auch ein Schal”, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne).

Bayern: Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr

Von Montag (27. April) an gibt es im Freistaat in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr die Pflicht, Mund und Nase zu verhüllen. Dies kann per Maske oder auch nur mit einem Schal oder Halstuch erfolgen. Die Maskenpflicht in Bayern soll für Kinder ab sieben Jahren gelten.

  • In Rosenheim wird es wegen der Corona-Pandemie schon ab Mittwoch (22. April) eine Maskenpflicht geben. Sie gelte in Stadt und Landkreis “für alle Besuche von Geschäften sowie für die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs”, teilte die Kommune mit.
  • Ab Donnerstag soll es auch im niederbayerischen Straubing (23. April) eine Maskenpflicht geben. Auch hier sind die Corona-Fallzahlen derzeit sehr hoch.

Berlin: Masken in Bussen und Bahnen

Die Menschen in Berlin müssen ab kommender Woche in Bussen, S- und U-Bahnen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur beschloss der Senat am Dienstag eine entsprechende Maskenpflicht, die jedoch im Unterschied zu anderen Bundesländern nicht für den Einzelhandel gelten soll.

Brandenburg: Masken in Bus, Bahn, Tram und Geschäften

Nach Potsdam kommt sie nun auch für das ganze Bundesland – die Maskenpflicht in Bus, Bahn und Tram und Geschäften. Hintergrund sei eine entsprechende Regelung in Berlin, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Sie gilt ab Montag.

  • Zuvor hatte bereits die Landeshauptstadt Potsdam beschlossen, das Tragen von Alltagsmasken ab Montag (27. April) im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen verpflichtend zu machen.

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Bremen: Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr

Als letztes Bundesland kündigte auch Bremen am Mittwoch einen Beschluss zur Masken-Pflicht an. Die Regelung solle am Freitag beschlossen werden und ab Montag für den Öffentlichen Personennahverkehr und das Einkaufen in Geschäften gelten, wie ein Sprecher der Landesregierung am Mittwoch mitteilte.

Hamburg: Maskenpflicht beim Einkaufen und in den öffentlichen Verkehrsmitteln

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat von Montag (27. April) an eine Maskenpflicht im Einzelhandel, auf Wochenmärkten und im öffentlichen Nahverkehr angekündigt. Die bisherigen Empfehlungen zum Tragen von Masken gegen die weitere Ausbreitung der Corona-Pandemie hätten nicht ausreichend gefruchtet, sagte Tschentscher.

Hessen: Nach Hanau landesweite Pflicht

Die Stadt Hanau hat wegen der Corona-Infektionsgefahr für das Betreten der Geschäfte eine Maskenpflicht angeordnet – diese gilt auch im Öffentlichen Personennahverkehr. Auch in den restlichen Regionen und Städten des Bundeslandes soll die Pflicht aber nun eingeführt werden – und zwar ab Montag (27. April). Bürgerinnen und Bürger müssen dann einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn sie die Fahrzeuge des öffentlichen Personennahverkehrs nutzen oder den Publikumsbereich von Geschäften, Bank- und Postfilialen betreten.

Mecklenburg-Vorpommern: Maskenpflicht in Bussen und Bahnen

Ab Montag (27. April) gilt in Mecklenburg-Vorpommern eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr. Wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sagte, müssen Nutzer von Straßenbahn, Bus oder Taxi vom 27. April an einen Mund- und Nasenschutz tragen. Auch in Geschäften gilt die Maskenpflicht.

Verlangt werde eine Stoffmaske, alternativ könne auch ein Tuch als Schutz getragen werden, erklärte Schwesig. Für Einkäufe in Geschäften des Einzelhandels gelte hingegen weiterhin die dringende Empfehlung, eine sogenannte Alltagsmaske zu tragen. Eine Pflicht gibt es aber nicht.

Was noch im Raum steht: Die Landesregierung erwägt, die Mundschutzpflicht auch auf Arztbesuche auszudehnen. Wie Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) am Donnerstag in Schwerin sagte, gibt es dazu vermehrt Anfragen aus der Ärzteschaft des Landes. Deshalb habe sein Ministerium Kontakt zu Ärztekammer und Kassenärztlicher Vereinigung aufgenommen. Es zeichne sich ab, dass Ärzte es befürworteten, wenn Patienten bei Eintritt in die Praxis einen Mundschutz trügen.

Niedersachsen: Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr

Auch in Niedersachsen soll nun eine landesweite Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus eingeführt werden. Vom kommenden Montag (27. April) an soll das Tragen einer Maske im Nahverkehr und im Einzelhandel Pflicht werden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Mittwoch.

  • Zuvor hatte bereits Wolfsburg (20. April) eine Maskenpflicht in öffentlichen Gebäuden, Arztpraxen, medizinischen Einrichtungen und in Bussen eingeführt.
  • In Braunschweig und Osnabrück soll die Maskenpflicht bereits ab Samstag (25.04.) gelten.

Nordrhein-Westfalen: Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr

Auch Nordrhein-Westfalen führt eine landesweite Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus ein. Von Montag (27. April) an sei das Tragen einer Maske beim Einkaufen sowie in Bussen und Bahnen verpflichtend, teilte die Landesregierung am Mittwoch mit. Ministerpräsident Armin Laschet hatte eine Maskenpflicht zuletzt noch abgelehnt und stattdessen auf Freiwilligkeit gesetzt. Zudem brachte er immer wieder Lockerungen der Corona-Maßnahmen ins Spiel.

Laut Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann müssen Kinder ab Schuleintritt Mund und Nase mit einer Maske bedecken, also ab einem Alter von sechs Jahren.

Sachsen war das erste Bundesland mit Maskenpflicht

Als erstes Bundesland hatte Sachsen die Maskenpflicht für den öffentlichen Nahverkehr sowie für den Einzelhandel beschlossen. Die Regelung gilt bereits seit Montag (20. April). Zur Abdeckung von Nase und Mund reicht aber auch ein einfaches Tuch oder ein Schal.

 

Sachsen-Anhalt: Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr

Seit Donnerstag (23. April) gibt es in Sachsen-Anhalt eine Mundschutzpflicht für Einkäufe und den öffentlichen Nahverkehr. Wer zur Eindämmung des Coronavirus Mund und Nase nicht bedeckt, muss mit damit rechnen, vom Einkaufen sowie Bus- und Bahnfahren ausgeschlossen zu werden. Bußgelder sind zunächst nicht vorgesehen.

Rheinland-Pfalz: Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr

Auch Rheinland-Pfalz führt eine Maskenpflicht ein. Sie gelte von Montag (27. April) an für den öffentlichen Nahverkehr und Einkäufe in Geschäften, teilte der Regierungssprecher am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung mit Kollegen aus Nordrhein-Westfalen, Saarland und Niedersachsen mit.

Saarland: Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr

Im Saarland gilt ab Montag (27. April) eine Maskenpflicht für den öffentlichen Nahverkehr und Einkäufe in Geschäften, wie ein Regierungssprecher am Dienstag mitteilte.

Schleswig-Holstein: Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) kündigte für Schleswig-Holstein an, dass das Tragen einer Mund-Nasen-Abdeckung beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln ab dem 29. April Pflicht ist.

Thüringen: Ab Freitag in Bussen, Bahnen und in Geschäften

In Jena und Nordhausen gibt es bereits eine Mundschutzpflicht in der Öffentlichkeit. Doch auch im gesamten Bundesland müssen Thüringer ab Freitag (24. April) in Bussen und Bahnen sowie beim Einkaufen einen Mundschutz tragen.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sieht in nichtmedizinischen Masken ein gutes Mittel, sich gegenseitig vor einer Corona-Ansteckung zu schützen. “Für den Tag, an dem der Einzelhandel in Thüringen öffnet, möchten wir, dass die Bürger die Alltagsmaske tragen”, sagte der Regierungschef am Dienstag in “ARD-Extra”. “Je mehr wir zum Alltag zurückkehren und wir keinen Impfstoff haben und kein wirksames Medikament, desto mehr müssen wir lernen, uns wechselseitig zu schützen.”

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