Matthew McConaughey: 10 Neustart-Weisheiten von Hollywoods verblüffendstem Star

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Auf den ersten Blick ist er ein schwer berechenbarer Typ, auf den zweiten immer noch. Matthew McConaughey, gebürtiger Texaner, Jahrgang 1969, hat ebenso freundliche wie  toughe Züge, wirkt ungeheuer nahbar, hat trotzdem die Aura des Künstlers.

Lange Zeit, von den ersten Auftritten in 90er-Filmen wie „Dazed and Confused“ oder „Die Jury“ bis zu den Everybody’s-Darling-Komödien der frühen 2000er, wusste auch Hollywood nicht so genau, wo es ihn hinstecken sollte – bis McConaugheys später Kickstart als Schauspieler sogar 2014 mit dem Best-Actor-Oscar belohnt wurde. Sein aktuelles Werk, das von Guy Ritchie inszenierte Gangsterdrama „The Gentlemen“, ist nun als DVD, Blu-ray und Stream erhältlich.

1. Lass dich nicht abstempeln

Wer weiß, was passiert wäre, hätte Matthew McConaughey 1996 – als Hollywood-Rookie – diese Rolle als heldenhafter Schiffsreisender bekommen, für die er im Gespräch war. Am Ende ging der Job an Leonardo DiCaprio, der wurde mit „Titanic“ zum Weltstar. Und McConaughey fand sich bald in der Karrierefalle wieder: Die Fans von Romantikkomödien wie „Wedding Planner“ oder „Wie werde ich ihn los – in 10 Tagen?“ liebten ihn als Traum-Buddy, er schien festgelegt auf die  Rolle des surfenden Schwiegersohns.

Er steuerte bewusst dagegen. Machte Pause, leitete den Laufbahnwandel ein, den eine US- Kritikerin wunderschön „McConaissance“ taufte. Das Arthouse-Publikum traute seinen Augen nicht, als es ihn als Aids-kranken Aktivisten in „Dallas Buyers Club“ oder verschrobenen Cop in „True Detective“ sah. Kenner mussten zugeben, dass McConaughey ein großer Schauspieler ist – und auch vorher schon war. Sein Oscar ist ein Symbol dafür, dass man kein Typecasting kampflos akzeptieren sollte.

2. Lerne von den besten Vorbildern

Einer von McConaugheys Kindheitshelden war Motorradsprung-Künstler Evel Knievel. Nachgeeifert hat er ihm nicht – denn sein wahres Idol saß neben ihm am Küchentisch. „Mein Vater war Verkäufer für Öl-Pipelines“, erzählt er. „Seit ich elf oder zwölf war, hat er mich auf seine Reisen mitgenommen, und während der stundenlangen Fahrten hatten wir tolle Vater-Sohn-Gespräche.“

Matthew hat zwei ältere Brüder, aber in der Beziehung zum Vater lag die stärkste Familienbindung. 1992 starb er, sah den Sohn nicht mehr in den großen Filmen. Der erwähnte ihn dafür prominent in der Oscar-Rede: „Für dich, Dad – du hast mir beigebracht, was es heißt, ein Mann zu sein.“

3. Bleib deinem Stil treu

Die Empfehlung klingt im Zusammenhang mit einem so veränderungsfähigen Mann absurd, aber wer tiefer blickt, erkennt die Logik: Auf keinem einzigen Foto, das ihn auf roten Teppichen, Partys oder privat zeigt, sieht McConaughey so aus, als sei er von irgendeinem Ratgeber eingekleidet worden oder versuche, ein fremdes Bild zu imitieren.

Vorlieben wie die hellbraunen Lederjacken, die er um die Jahrtausendwende oft trug, oder die eng geschnittenen Anzüge der frühen McConaissance-Phase durchliefen Evolutionen, bewegten sich aber immer im Spektrum einer sehr belastbaren, zeitlosen Gentleman-Mode. Ausnahme ist der weiße Smoking von Dolce & Gabbana, in dem er 2014 den Oscar entgegennahm. Damit wollte er definitiv auffallen.

4. Bilde dich immer weiter

Nach dem College wollte McConaughey eigentlich Jura studieren, änderte seine Pläne dann aber. Nicht etwa, weil es ihm zu anstrengend schien – sondern weil er sich von Reisen in andere Kontinente schlicht mehr praktische Erkenntnis, mehr Lerneffekte versprach.

„Ich habe durch diese Abenteuer eine ganz neue Lebenseinstellung gefunden“, sagt er. „Ich sehe vieles im Leben heute sehr viel entspannter als früher. Reisen bildet, heißt es – und da ist definitiv etwas dran. Ich habe viel Armut gesehen und Menschen, die mit  brutalen Schicksalsschlägen leben müssen. Ich  dagegen hatte viel Glück im Leben, und das schätze ich jeden Tag aufs Neue.“ Der Mensch, er bleibt ein Reisender.

5. Nimm im richtigen Moment das Tempo raus

Matthew McConaughey wurde nicht nur 2005 vom „People“-Magazin der berüchtigte „Sexiest Man Alive“-Titel verliehen, er spielte die Rolle zu der Zeit auch privat bis zur Perfektion. Ashley Judd, Sandra Bullock, Penélope Cruz und Janet Jackson zählen zu seinen prominenten Ex-Freundinnen, er passte bestens in die Schablone des Mannes, der nichts anbrennen lässt.

Bis er 2006 das brasilianische Model Camila Alves traf – und tatsächlich eine Familie gründete. „Ich glaube, ein Mann ist erst dann richtig im Leben angekommen, wenn er einmal Vater geworden ist“, fasst McConaughey heute lebensweise zusammen. Und einmal reichte ihm natürlich nicht: 2008, da war er 38, kam der erste Sohn, knapp zwei Jahre später die Tochter, dann der zweite Sohn. Seit 2012 ist er mit Camila Alves verheiratet. Ein Neustart kann auch bedeuten, endlich mal irgendwo anzukommen.

6. Bleib trotzdem beweglich

Wer die Häuslichkeit des Familienlebens mit der tatsächlichen und metaphorischen Mobilität des Reisens kombinieren will, landet eventuell bei diesem Fahrzeug: dem Wohnmobil.

„Ich hänge wahnsinnig an unserem Airstream“, sagt Matthew McConaughey. „Der Wagen ist für mich so etwas wie ein Meditationstempel. Manchmal gehe ich damit allein auf Kurztrips in nahe Nationalparks, oft verreisen wir aber auch alle zusammen. Ich erinnere mich, wie wir mit unserem ältesten Sohn den ersten Roadtrip in meine Heimat Texas und zu Verwandten nach Louisiana unternahmen. Fast 8000 Meilen, wahnsinnig aufregend. Unterwegs haben wir meinen Geburtstag mit einem standesgemäßen Picknick am Grand Canyon gefeiert.“

7. Behandle andere mit maximalem Respekt

Wer über Männer in Hollywood spricht, bleibt heute zielsicher auch an dieser Frage hängen: Wie verhalten sie sich gegenüber den Frauen von Hollywood, vor allem denen, die in der Machtstruktur unter ihnen stehen? Spricht man McConaughey auf das Thema an, erzählt er eine alte Geschichte.

Als er in die Pubertät kam, saß er auf einer der Vater-Sohn-Reisen abends mit dem Papa zusammen. „Da fing er an, über das Weibliche und die Frauen zu sprechen. ,Sohn‘, sagte er, ,du wirst bald ganz neue Gefühle für sie empfinden. Merke dir eines: Wenn du eine Frau küsst oder berührst und du auch nur den Hauch eines Zögerns bei ihr feststellst, lass sofort die Finger von ihr.‘“ Eine verblüffend klare Ansage – sie hat für den jungen und älteren Matthew alles geklärt. Er will sie genau so an seine Söhne weitergeben.

8. Überlege dir, was du wirklich brauchst

Man muss kein Nachhaltigkeitsaktivist sein, um ein Loblied auf den Verzicht zu singen. Bei Matthew McConaughey reichen auch Lebenserfahrung und gesunder Verstand. „Ich bin im Grunde ein Minimalist und brauche nicht viel, um glücklich zu sein“, erzählt er im Interview über sein Verhältnis zum Konsum. „Wenn man sein Leben simpel hält, kann man sich besser auf die wesentlichen Dinge fokussieren.“

Mit der Familie wohnt er außerhalb von Austin, Texas, mit Wald und Fluss vor der Haustür. Dass er natürlich trotzdem eine Jacht besitzt – wir sehen es ihm nach. Vermutlich ist sie eher minimalistisch.

9. Denk auch an die Zukunft der anderen

62.000 Dollar brachte die Versteigerung, die McConaughey im August 2006 auf Ebay veranstaltete. Der Höchstbieter bekam seine 1971er Chevrolet Corvette Stingray – das Geld ging an Oprah Winfreys Stiftung Angel Network, die sich für Opfer der Hurrikane Katrina und Rita einsetzte.

Während die Charity-Arbeit bei vielen Prominenten wie Pflichtschuld wirkt, hat man bei McConaughey den Eindruck, dass seine Aktionen etwas herrlich Impulsives haben. Seine Hilfsorganisation heißt Just Keep Livin’ Foundation, engagiert sich für Teenager, vor allem im Bildungsbereich.

„Das Ziel es ist, ihnen zu einem aktiven, gesunden Lebensstil zu verhelfen, damit aus ihnen anständige Frauen und Männer werden“, sagt er. „Ich bin konservativ genug, um zu glauben, dass Kids Leitfäden und Vorbilder brauchen, von denen sie lernen können.“ Dass er hier die guten Inspirationen weitergeben will, die er selbst von seinem Vater bekam, ist wohl nicht allzu weit hergeholt.

10. Behalte dein Hemd an

Der praktische Ratschlag zum Schluss. Heute denkt McConaughey mit Schaudern an die Jahre, in denen er bei Branche und Publikum vor allem dafür bekannt war, bei jeder noch so absurden Gelegenheit sein Sixpack zu zeigen. „Ich ging allerdings nie im Bewusstsein aus dem Haus, der Welt meinen Oberkörper präsentieren zu wollen“, verteidigt er sich. „Ich bin Sportfanatiker, finde verschwitzte T-Shirts eklig – also ging ich oben ohne joggen.“ Wie auch immer, die Zeit ist vorbei. In angemessener Gentleman-Garderobe sieht Matthew McConaughey ohnehin viel besser aus.

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