“Maybrit Illner Spezial”: Habeck hat im TV nur lasche Antworten parat

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Da setzt sich Maybrit lllner schon zum zweiten Mal im ZDF fast parallel mit einem Talk „Spezial“ auch auf diesen Sonntags-Sendeplatz – und das diesmal sogar mit demselben Thema: die 800.000 Menschen in Deutschland, die in Alten- und Pflegeheimen vom Corona-Virus bedroht sind. Will gegen Illner. Öffentlich-rechtlich gegen öffentlich-rechtlich. Gebührenfinanziert gegen gebührenfinanziert. Und was soll das Thema im Montagstalk „Hart aber fair“ werden? Angekündigt ist bei Frank Plasberg: „Das Virus und die Pflege – werden Altenheime zur Corona-Falle?“ Das Virus hat sehr offensichtlich die öffentlich-rechtlichen Sender befallen. Vor dem Kampf um Quote und Gäste macht in diesen Tagen keiner halt.

„Wir haben die Gelder für die Telefonseelsorge aufgestockt“

Illner moderiert ihr Thema noch düsterer an als Will im Ersten. Die Bilder aus den Heimen sind zu noch mehr Bedrohlichkeit bearbeitet. Hat die Moderatorin, haben ihre Gäste aber auch wirklich etwas zu sagen? Eine erste Antwort schafft Ernüchterung. Franziska Giffey, als Bundesfamilienministerin auch für die Alten im Land zuständig, sagt tatsächlich: „Wir haben die Gelder für die Telefonseelsorge aufgestockt.“ Das ist doch tröstlich, wenn Mutter oder Vater einsam im Heim sterben, dass dann Tochter und Sohn zumindest zum Telefon greifen können, um sich auszuheulen. Die Wirklichkeit ist in diesen Tagen schwärzer als jeder schwarze Humor.

„Wir haben die schweren Fragen noch vor uns“, kündigt Robert Habeck in der Runde an. Leider hat der Mit-Vorsitzende der Grünen in dieser Zeit nicht die Kraft, Antworten auf schwere Fragen zu geben. Schnell kommt das Illner-Sonntagsspezial zur Frage, ob vor allem Ältere in diesem Land über den April hinaus in ihrer Bewegungsfreiheit weiter beschränkt werden sollten. Robert Habeck zögert mit seiner Antwort. Dann sagt er: „Ja, auch alte Menschen haben ein Selbstbestimmungsrecht.“

„Ich würde meine eigene Mutter nach Hause holen“

Sehr weich versucht er jeder harten Frage auszuweichen. Je länger die Krise dauere, sagt Habeck, „desto stärker wird Gesundheit gegen Gesundheit abzuwägen sein“. Aktuell sterben Menschen alleine, weil kaum jemand sie noch auf dem Totenbett besuchen darf. Und was sagt Habeck? „Per WhatsApp Abschied zu nehmen – das bleibt im Hals stecken.“  Und dann entrutscht ihm noch ein ganz besonders entlarvender Satz: „Wir stoßen in Graubereiche vor, die sind politisch nicht auffangbar.“

Und was lernt der Zuschauer? Die Grünen, deren Hoffnungsträger Robert Habeck ja als Möchte-gern-Bundeskanzler ist, fühlen sich leider nicht mehr zuständig, wenn Krisen kritisch werden. Es fällt ihm offensichtlich doch leichter, übers Große und das Ganze und das Grundsätzliche zu sprechen. Wenn es um Leben und Tod geht, wird er sehr schweigsam, verblüffend schweigsam. Die Grünen haben Mitgefühl, aber keine Antworten. Und wie steht’s mit den Praktikern im Illner-Sonntags-Talk? Eva Ohlerth, seit 30 Jahren Altenpflegerin, versichert: „Aus einem problematischen Heim würde ich meine eigene Mutter auf jeden Fall nach Hause holen.“

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