Mehr als 258 Millionen Kinder ohne Schule | Aktuell Welt | DW

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Demnach besuchten im untersuchten Jahr 2018 rund 258 Millionen Kinder und Jugendliche keine Schule. Dies entspricht laut Unesco einem Anteil von 17 Prozent der Heranwachsenden. Mehr als 90 Prozent der Betroffenen leben in vier Weltregionen: Subsahara-Afrika, Zentral-/Südasien, Ost-/Südostasien und Nordafrika/Westasien. Insbesondere Armut wirke sich auf Anwesenheit in einer Schule, Abschluss und Lernchancen aus, heißt es in dem Bildungsbericht.

Zudem würden Millionen weitere Jungen und Mädchen aufgrund ihrer Herkunft oder einer Behinderung innerhalb des Bildungssystems ausgegrenzt. So werde Minderheiten und Geflüchteten der Zugang zu hochwertiger Bildung in vielen Ländern der Welt noch immer nicht hinreichend gewährt. Aber auch Homo-, Bi-, Trans- und intersexuelle Orientierung könnten den Zugang zu Bildung limitieren.

Weltbildungsbericht Malawi - Schule unter freiem Himmel (picture-alliance/dpa)

Unterricht in Malawi

Die derzeitige Corona-Pandemie habe die Ungleichheiten weiter verstärkt und werde die verschiedenen Formen von Bildungsungerechtigkeit weiter verstetigen, warnt Unesco-Generaldirektorin Audrey Azoulay in ihrem Vorwort. So hätten vergangene Erfahrungen – etwa mit Ebola – gezeigt, dass in Gesundheitskrisen viele Menschen zurückblieben. Insbesondere die ärmsten Mädchen seien betroffen, viele würden vielleicht nie wieder in die Schule zurückkehren.

Corona führt zu “beispielloser Erschütterung der Bildung”

Mehr als 90 Prozent der Heranwachsenden weltweit seien wegen der Pandemie von Schulschließungen betroffen gewesen oder noch betroffen. Azoulay schreibt von “einer historisch beispiellosen Erschütterung der Bildung”. Durch die soziale und digitale Spaltung seien jene Menschen, die bereits am stärksten benachteiligt seien, einem zusätzlichen Risiko von Lernverlusten und Schulabbrüchen ausgesetzt.

Dennoch gibt es laut dem Bericht auch positive Entwicklungen. Um die Jahrtausendwende habe die Zahl der Kinder und Jugendlichen ohne Zugang zu Schulbildung noch bei mehr als 350 Millionen gelegen. Der Unesco-Weltbildungsbericht untersucht jährlich die Fortschritte bei der Umsetzung des globalen Nachhaltigkeitsziels der Bildung. Darin heißt es, dass “bis 2030 für alle Menschen inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung sowie Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen” sichergestellt werden sollen. 

qu/ml (dpa, epd, kna)



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