Nach Adidas-Eklat: Auch Profiteure der Krise wollen nun die Miete kürzen

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Das berichtet die “Welt am Sonntag“. Demnach hätten etwa die Ketten Tedi und Toom, aber auch Teile von Edeka und Hit Zugeständnisse von ihren Vermietern gefordert.

“Wir bitten um Verständnis, dass unsere Mietzahlungen ab sofort nur noch unter dem Vorbehalt der Rückzahlung geleistet werden”, heißt es demnach etwa in einem Brief von Edeka Nord an den Vermieter. Grund dafür seien “behördliche Verfügungen beziehungsweise andere die uneingeschränkte Nutzung der Mietsache beeinträchtigende Umstände im Zusammenhang mit dem Coronavirus.”

Forderungen stoßen auf Unverständnis

Dabei zählen der Lebensmittelhandel zu den Profiteuren der Krise. “Lebensmittelläden profitieren als eine von ganz wenigen Branchen davon, dass sie während des allgemeinen Lockdown geöffnet sind”, sagte Analyst Stephen Dutton der Zeitung.

Hamsterkäufe und die vorübergehende Schließung von Restaurants, Kantinen und Kneipen hätten den Supermärkten einen höheren Absatz beschert. Eine Edeka-Nord-Sprecherin sprach unterdessen von einer “rein präventiven” Maßnahme. Zudem habe Edeka Nord wiederum selbst bereits 400 eigenen Mietern, etwa Bäckern, die Mieten gestundet.

Hit, Toom und Takko ebenfalls mit Vermietern im Austausch

Edeka steht mit seinen Forderungen nicht allein da. Auch die Supermarktkette Hit habe eine „zunächst zeitlich begrenzte Vereinbarung zur sachgerechten Verteilung der Lasten und Risiken“ angeregt, zitiert die “Welt am Sonntag” einen Brief vom 1. April. Die Rewe-Baumarkt-Tochter Toom habe ihren Vermietern ebenfalls mitgeteilt, sie werde die Mietzahlungen ab Mai halbieren sowie alle Zahlungen “unter Vorbehalt der Rückforderung stellen”.

Der Textildiscounter Takko betonte unterdessen, man suche “in partnerschaftlichen und persönlichen Gesprächen” mit den Vermietern nach Lösungen. “Durch die Filialschließungen verlieren wir aktuell pro Monat circa 150 Millionen Euro. Das bringt natürlich auch für ein ansonsten solides Unternehmen wirtschaftliche Engpässe mit sich”, teilte eine Takko-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mit.

“Uns ist von heute auf morgen die Geschäftsgrundlage entzogen worden”

Angesichts der wirtschaftlichen Folgen durch die Corona-Pandemie hat auch der Handelsverband (HDE) um Verständnis für Unternehmen geworben, die die Miete für ihre Läden aussetzen.

In der “Passauer Neuen Presse” forderte Genth eine gesetzlich geregelte Mietminderung um 50 Prozent für drei Monate, um die wirtschaftlichen Folgen zu verringern. “Uns ist von heute auf morgen die Geschäftsgrundlage entzogen worden”, sagte Genth dem Blatt. Seit Mitte März seien rund 300.000 Geschäfte geschlossen.

“Es muss in dieser Krise um eine faire Lastenteilung zwischen Mietern und Vermietern gehen”, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. “Stabile Mietverhältnisse liegen auch im Interesse der Vermieter. Ansonsten drohen nach der Coronakrise vielerorts Leerstände und verödende Innenstädte. Das würde auch die Immobilienbranche mit nach unten ziehen.” Genth kritisierte, dass “noch zu viele Immobilieneigentümer (…) keine Konsequenzen aus der besonderen Krisenlage ziehen” würden.

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