Neuer Ebola-Fall im Kongo | Aktuell Afrika | DW

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In der Demokratischen Republik Kongo hat sich die Hoffnung auf ein bevorstehendes Ende des seit anderthalb Jahren andauernden Ausbruchs der Ebola-Seuche zerschlagen. Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, teilte auf Twitter mit, es gebe eine neue Infektion. Vorausgegangen seien 52 Tage, ohne dass ein neuer Fall bekannt geworden sei. Die Regierung bestätigte in einer Erklärung, dass es sich bei dem Fall nach vorläufigen Erkenntnissen um einen 26-Jährigen aus Beni handele.

Am 6. März hatte die WHO verkündet, dass die letzte Ebola-Patientin aus einem Behandlungszentrum in der Stadt Beni entlassen worden sei. Die WHO erklärt einen Ausbruch in der Regel für beendet, wenn nach dem letzten negativ getesteten Patienten für die Dauer von zwei Inkubationsperioden, also 42 Tagen, kein neuer Fall auftritt.

Ebola immer wieder

Seit dem Ausbruch der gefährlichen Krankheit im August 2018 wurden in dem Land mehr als 3400 Infektionen bestätigt, mehr als 2200 Menschen starben. Es ist der zehnte Ebola-Ausbruch dort.

Die jüngste Ebola-Ausbreitung war besonders schwer in den Griff zu kriegen, weil in der Region etliche Milizen einander bekämpfen. Zudem herrschte in der Bevölkerung große Angst und Misstrauen gegenüber der Krankheit und den Ebola-Helfern.

Den bisher folgenschwersten Ebola-Ausbruch gab es 2014/2015 in Westafrika, damals kamen gut 11.000 Menschen ums Leben. Auch dort traten zunächst immer wieder neue Fälle auf, bevor die Epidemie in Sierra Leone, Guinea und Liberia 2016 endgültig für beendet erklärt werden konnte.

Das Ebola-Virus war erstmals 1976 im Norden der Demokratischen Republik Kongo registriert worden und ist nach einem dortigen Fluss benannt. Die Betroffenen leiden an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie in an inneren Blutungen und schließlich Organversagen.

kle/fab (epd, afp, dpa)



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