Neuer Feiertag, Paket-Preise, Zigaretten-Verbot: Was sich im Mai für Sie ändert

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Neue Regelungen und Gesetze: Kurzarbeit, Steuern in Corona-Zeiten und Paket-Preise: Das ändert sich für Sie im Mai

Nahezu täglich werden in Deutschland neue Maßnahmen beschlossen, um die Ausbreitung und Folgen des Coronavirus einzudämmen. Doch neben diesen kurzfristigen Neuregelungen gibt es auch weitere wichtige Gesetze und Änderungen, die ab Mai 2020 gültig sind – und auch ihren Geldbeutel betreffen. Worauf Sie jetzt achten müssen? FOCUS Online hat das Wichtigste für Sie zusammengefasst.

1. DHL-Paket-Preise ändern sich ab 1. Mai

Die Deutsche Post wird ihre zum 1. Januar erhöhten Preise für Pakete von Privatkunden wieder senken. Ab dem 1. Mai gelten dann die Filial- und Online-Preise für Privatkunden, wie sie bis zum 31. Dezember 2019 Bestand hatten. Hintergrund für diesen ungewöhnlichen Schritt ist ein Konflikt mit der Bundesnetzagentur, die die Preise als zu hoch beanstandet hat. Die Behörde hatte ein offizielles Verfahren eingeleitet.

Ein bis zu zwei Kilo schweres, mittelgroßes Päckchen innerhalb Deutschlands kostet in der Filiale dann wieder 4,50 Euro statt 4,79 Euro. Der Versand eines 10-Kilo-Pakets sinkt um einen Euro auf 9,49 Euro. Im Durchschnitt waren die Preise bei der DHL im Januar um drei Prozent gestiegen. Eine nachträgliche Erstattung oder Gutschrift für Kunden, die zwischen Januar und Mai mehr gezahlt haben, wird es allerdings nicht geben.

Mehr zum Thema: Verbraucher atmen auf: Deutsche Post macht Pakete für Privatkunden wieder billiger

Surftipp: DHL Hotline – So erreichen Sie den Kundenservice

2. Änderung: Berlin bekommt im Mai zusätzlichen Feiertag

In der deutschen Hauptstadt gibt es in diesem Jahr einen zusätzlichen Feiertag. Der Grund: Am 8. Mai wird der Befreiung vom Nationalsozialismus und dem Ende des Zweiten Weltkrieges gedacht. Berlin ist das einzige Bundesland, in dem der 8. Mai in diesem Jahr einmalig aus Anlass des 75. Jahrestages ein gesetzlicher Feiertag ist. Bremen hat das Datum zum Gedenktag erklärt, an dem aber nicht jeder arbeitsfrei hat. 

Weitere Feiertage in ganz Deutschland:

  • Mai – Tag der Arbeit: 01.05. (Freitag)
  • Christi Himmelfahrt: 21.05. (Donnerstag)

3. Änderung im Mai: Menthol-Zigaretten werden verboten

Im neuen Monat kommt das Aus der Menthol-Zigaretten: Diese dürfen nur noch bis zum 20. Mai 2020 verkauft werden. Hintergrund des Verbots ist die neue EU-Tabakproduktrichtlinie, die strengere Vorschriften für Tabakerzeugnisse vorsieht. Demnach dürfen Aromen den Geschmack von Tabak nicht überdecken.

Surftipp:Rauchen aufhören – 10 Argumente für das Nichtrauchen

4. Änderung: Fristverlängerung für die Steuererklärung 2018

Die Einkommensteuererklärung ihrer Mandanten für 2018 mussten Steuerberater-Kanzleien eigentlich bis zum 28. Februar 2020 einreichen. Aufgrund der Corona-Krise gibt es jedoch auf Antrag eine Fristverlängerung: Rückwirkend ab dem 01. März 2020 bis zum 31. Mai 2020 können die entsprechenden Anträge dazu bei den Finanzämtern gestellt werden. Sollten bereits Verspätungszuschläge festgesetzt worden sein, erhalten Sie diese zurück.

Alle News zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier im Live-Ticker. 

Was außerdem bei der Steuer in Corona-Zeiten gilt:

  • Werden Steuern nicht fristgerecht beglichen, fallen Säumniszuschläge an. Bis Ende des Jahres ist die Finanzverwaltung jedoch dazu angehalten, keine Strafzahlungen zu verlangen, wenn die Zahlung aufgrund der Corona-Krise nicht fristgerecht beglichen werden konnte.

Mehr dazu lesen Sie hier: Steuererklärung in Corona-Zeiten: Was sich jetzt für Arbeitnehmer ändert

5. Änderung: Friseure dürfen ab 4. Mai wieder öffnen

Ab dem 4. Mai dürfen Friseursalons nach mehrwöchiger Zwangspause in der Corona-Krise wieder öffnen. Damit sich dort möglichst niemand mit dem Virus ansteckt, gelten aber einige Vorschriften. Ein Beispiel: Sowohl Friseure als auch Kunden müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

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Die neuen Schutzstandards haben auch Auswirkungen auf die Preise. Kunden müssen bei einem Friseurbesuch in Zukunft wohl mehr bezahlen. Der Grund dafür ist zum einen der zeitliche Mehraufwand durch die neuen Hygienemaßnahmen. Zum anderen müssen Friseursalons mehr Geld für Schutzausrüstung wie etwa Einmalhandschuhe, Masken und Desinfektionsmittel ausgeben. All das führt nach Angaben des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks zu einem Anstieg der Preise – der aber moderat ausfallen soll.

Lesen Sie dazu: Friseure dürfen ab 4. Mai öffnen – was Sie für Ihren nächsten Besuch wissen müssen

6. Studierende können ab 8. Mai Notkredit beantragen

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) will Studierende mit Notkrediten durch die Corona-Krise helfen. Ab dem 8. Mai können Studentinnen und Studenten bei der staatlichen Förderbank KfW ein zunächst zinsloses Darlehen von bis zu 650 Euro im Monat beantragen. Sowohl laufende KfW-Studienkredite als auch neue Anträge sollen für inländische Studierende bis Ende März kommenden Jahres zinslos bleiben. Ausländische Studentinnen und Studenten können den Kredit ab Juli erhalten.

Der Antrag soll unbürokratisch über ein Online-Formular möglich sein, wie das Ministerium verspricht. Wie bei KfW-Studienkrediten üblich, muss man erst nach einer Karenzphase von 18 bis 23 Monaten mit der Rückzahlung beginnen. Wer in einer besonders akuten Notlage ist und keine andere Hilfe etwa von den Eltern bekommt, kann bei seinem örtlichen Studentenwerk einen Zuschuss beantragen, der nicht zurückgezahlt werden muss.

7. Änderung: Regelbetrieb in Schulen soll sukzessive starten

Grundsätzlich haben sich Bund und Länder darauf geeinigt, dass der Schulbetrieb ab dem 4. Mai schrittweise wieder aufgenommen wird. Zunächst sollen die Abschlussklassen, „qualifikationsrelevante Jahrgänge“ sowie die vierten Klassen der Grundschulen wieder in die Schule gehen. Allerdings scherten einige Länder bereits aus dem eigentlich einheitlich vereinbarten Vorgehen aus. Der Grund: Im föderalen Deutschland sind die Länder für den Bildungsbereich zuständig.

Alle Termine für Schulstart, Abschlussprüfungen und Abitur finden Sie in der großen Bundesländer-Übersicht von FOCUS Online.

8. Änderung: Hinzuverdienstregelungen bei Kurzarbeit werden gelockert

Für Kurzarbeiter, die sich nebenbei etwas hinzuverdienen, werden ab dem 1. Mai bis Ende 2020 die Regelungen bei den Hinzuverdienstmöglichkeiten gelockert. Bisher galt: Wer während der Kurzarbeit eine neue Nebenbeschäftigung annahm, musste damit leben, dass dieser Zuverdienst in voller Höhe auf das Kurzarbeitergeld angerechnet wurde. Dieses fiel entsprechend geringer aus.

Im Zuge der Corona-Krise verzichtet die Bundesregierung nun aber vorübergehend auf diese Regelung. Ab sofort haben Kurzarbeiter die Möglichkeit, zusätzliches Geld zu verdienen, ohne dass es sich auf das Kurzarbeitergeld auswirkt.

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Die Spitzen der Großen Koalition haben sich zudem dazu entschieden, das Kurzarbeitergeld befristet bis zum Jahresende zu erhöhen: Ab dem vierten Bezugsmonat steigt es auf 70 Prozent des letzten Nettolohns (77 Prozent für Haushalte mit Kindern) und ab dem achten Monat auf 80 Prozent (87 Prozent mit Kindern).

Gehaltscheck: Zum Brutto-Netto-Rechner 2020

Surftipp: Kurzarbeit – Alle Infos rund um Ihren Lohn während der Covid19-Pandemie

9. Höherer Mindestlohn und Mehrurlaub in der Pflege ab Mai 2020

Am 1. Mai tritt die vierte Pflegearbeitsbedingungenverordnung in Kraft. Ab dem 1. Juli 2020 steigt danach der Mindestlohn für etwa 1,2 Millionen Beschäftigte in der Pflege von derzeit 10,85 Euro im Osten auf 11,20 Euro. Im Westen steigt der Mindestlohn von 11,35 Euro auf 11,60 Euro. Die nächste Steigerung ist für den 1. April 2021 vorgesehen. Bis zum 1. April 2022 soll der Mindestlohn für Pflegekräfte in vier Schritten auf einheitliche 12,55 Euro pro Stunde im Osten und Westen der Bundesrepublik steigen.

Zudem erhalten Pflegekräfte Mehrurlaub. Zusätzlich zu dem gesetzlichen Urlaubsanspruch erhalten Pflegekräfte, die fünf Tage die Woche arbeiten, fünf Urlaubstage im Jahr 2020 und sechs Tage für die Jahre 2021 und 2022. Die neue Urlaubsregelung gilt für Pflegekräfte, die bislang keine über den gesetzlichen Erholungsurlaub hinausgehenden Anspruch auf bezahlten Urlaub haben.

10. Änderung: Mindestlohn bei Malern und Lackierern steigt

Einige Maler und Lackierer haben ab Mai 2020 Anspruch auf mehr Geld, weil der Mindestlohn in der Branche steigt. Was das konkret bedeutet?

  • Für ungelernte Arbeitnehmer in diesem Bereich steigt der Mindestlohn von bisher 10,85 Euro auf 11,10 Euro.
  • Gesellen im alten Bundesgebiet und in Berlin bekamen bislang mindestens 13,30 Euro (im neuen Bundesgebiet: 12,95 Euro). Künftig liegt der Mindestlohn für Gesellen bundesweit einheitlich bei 13,50 Euro.

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Börsenbeben, Pandemie, globale Rezession – die Unsicherheit in der Corona-Krise ist riesig. Vier renommierten Geldanlage-Experten ordnen die aktuelle Lage ein, geben Prognosen ab und sagen, was an der Börse jetzt wirklich wichtig ist. FOCUS-MONEY zeigt in diesem PDF-Heft, wie Sie sich jetzt Renditen von fünf bis zehn Prozent sichern. Wie Anleger jetzt richtig agieren.

11. Neues Windows-Update kommt im Mai

Am 12. Mai kommt für Millionen Windows-Nutzer das neue Funktionsupdate von Microsoft, bekannt unter dem Namen „Mai-2020-Update“. Es enthält einige neue Features – darunter auch eine verbesserte Kopplung mit Bluetooth-Geräten.

12. Bahn verlängert Kulanzregelung über 1. Mai hinaus

Wer eine Bahnreise über das kommende lange Wochenende geplant hatte und nicht antreten will, kann seine Fahrkarte in einen Gutschein umtauschen. Das gilt für Fernverkehrstickets der Deutschen Bahn mit Reisedatum bis 4. Mai, die bis zum 13. März gekauft worden sind, wie die Bahn am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mitteilte. Die Gutscheine seien online erhältlich und drei Jahre gültig. Die Bahn verlängert damit eine entsprechende Kulanzregelung, die bisher für Fahrten bis 30. April galt.

Für Fernverkehrsfahrten nach dem 4. Mai gilt nun: Kunden können ihre Tickets noch bis zum 31. Oktober flexibel nutzen – sofern sie vor dem 13. März gekauft worden sind. Bislang galt, dass die Bahn diese Tickets bis zum 30. Juni akzeptiert. Die Regelung gilt auch für Sparpreis- und Super-Sparpreis-Tickets.

Surftipp: Gekaufte Fahrkarten, BahnCard: Bahn verlängert Kulanzregelung über 1. Mai hinaus

13. ING Bank führt Kontogebühren ein

Die ING Bank führt ab Mai Kontogebühren von 4,90 Euro je Monat für diejenigen ein, die ihr ING-Girokonto nicht regelmäßig, sondern nur zum Geldparken nutzen. Erforderlich ist künftig eine monatliche Geldeingang von mindestens 700 Euro; Ausnahmen gibt es für Kunden, die unter 28 Jahre alt sind.

ING-Deutschlandchef Nick Jue hatte den Schritt im Februar erklärt: „Wir wollen mehr sein als nur die kostenlose Alternative.“ Das Ziel sei, „mit allen Kunden eine aktive Kundenbeziehung aufzubauen“, so Jue damals. Die neue Gebühr soll ein Viertel der 2,8 Millionen Girokonto-Kunden der ING Deutschland betreffen.

Das gilt bereits seit Ende April 2020:

Maskenpflicht gilt seit Ende April in ganz Deutschland

Alle Bundesländer haben Ende April eine Maskenpflicht eingeführt. Diese gilt für den ÖPNV und teilweise auch in Geschäften. Ein Verstoß gilt generell als Ordnungswidrigkeit und kann in einigen Bundesländern mit einem Bußgeld belegt werden.

Neuer Bußgeldkatalog bei Verkehrsverstößen

Nachdem der Bundesrat der Straßenverkehrsnovelle der Regierung bereits im Februar zugestimmt hatte, sind die neuen Bestimmungen bereits seit dem 28. April in Kraft. Viele Verkehrsverstöße sind nun teurer, außerdem kommen einige Neuerungen und Änderungen auf Verkehrsteilnehmer zu. Welche das sind, lesen Sie hier.

Weitere Regelungen in der Corona-Krise:

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Mehr Lesetipps zur Corona-Krise

  • Der Autobauer Daimler steckt in der Krise. Tausende Stellen sollen gestrichen werden. Die Vorbereitungen für den Abbau laufen. Dafür werden auch die Führungskräfte für die Trennungsgespräche geschult, wie interne Dokumente zeigen. Mehr lesen Sie hier.
  • Wie kann die schrittweise Öffnung von Industrie und Handel in Zeiten von Corona aussehen? Dazu hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag jetzt eine Ticket-Lösung per App ins Spiel gebracht. Demnach schlägt der DIHK unter anderem vor, den Zugang zu Fußgängerzonen und Geschäften über Tickets zu begrenzen. Mehr lesen Sie hier.
  • Die Menschen in Deutschland sind zu Beginn der Corona-Krise einer Studie zufolge ins Bargeld geflüchtet: Der Umlauf von Scheinen und Münzen im Euroraum stieg im März um fast 100 Milliarden Euro oder 8 Prozent. Mehr lesen Sie hier.
  • Die Altersbezüge sind in Folge der Rentenerhöhungen der vergangenen Jahre kräftig gestiegen. Daher müssen immer mehr Ruheständler Steuererklärungen abgeben. Doch die Abgaben lassen sich drücken. Mehr lesen Sie hier.

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