NFL senkt Salary Cup massiv, Fußball am Limit: Ist Gipfel des Geldes erreicht?

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Der Gipfel des Geldes: Amerika und Europa am Limit: Sportkosmos erreicht Gipfel des Geldes

Die wohl größte Geldmaschinerie des Sportkosmos gerät ins Stocken. Amerikas Footballliga NFL wird erstmals in der Geschichte den Salary Cap massiv senken. Europas Fußball ist ebenfalls am Limit – und teilweise darüber hinaus. Ist der Gipfel des Geldes erreicht?

Anfang Juli unterschreibt Patrick Mahomes, Quarterback der Kansas City Chiefs, ein neues Arbeitspapier. Es ist nicht irgendein Arbeitspapier: Der Super-Bowl-Champion erhält einen Kontrakt über zehn Jahre, mit dem er bis zu einer halben Milliarde Dollar verdienen kann.

Das hat selbst die reichste Profiliga der Welt erschüttert, einen Deal in dieser Größenordnung hat es noch nie gegegben… und wird es vielleicht auch nie wieder!?

Corona trifft USA besonders schlimm – und damit auch die NFL

Die Corona-Krise trifft auch die NFL. Gerade in den USA wütet das Virus derzeit besonders schlimm. Dass die im September startende Saison vor Zuschauern stattfinden kann, wird immer unwahrscheinlicher. Erste Teams, wie das aktuell noch namenlose aus Washington, haben bereits angekündigt, ihre Heimspiele ohne Publikum stattfinden zu lassen.

Damit fällt eine der wichtigsten Einnahmequellen weg. Alleine in der Saison 2018/19 lag der Zuschauerschnitt der Liga bei 67.042 Menschen pro Spiel.

Aktuell verhandelt die NFL daher mit der Spielergewerkschaft NFLPA darüber, wie die Auswirkungen des Einnahmeausfalls aufgefangen werden sollen. Wie der bekannte NFL-Reporter Tom Pelissero erfahren hat, sollen die Verluste des Jahres 2020 auf die nächsten vier Jahre verteilt werden. 2021 soll demnach der Salary Cap – die Gehaltsobergrenze pro Team – auf mindestens 175 Millionen US-Dollar fallen.

Zum Vergleich: Aktuell dürfen die Teams 198,2 Millionen US-Dollar in ihren Kader investieren. Dass der Salary Cap im Vergleich zur Vorsaison sinkt, kam erst ein einziges Mal vor – zwischen 2009 und 2011 von 123 Millionen auf 120 Millionen US-Dollar. Nun aber der erste massive Einschnitt in der Geschichte der seit 1994 existierenden Gehaltsobergrenze.

Fußballklubs leben auf Pump: Ausgeben, was eingenommen wird

Von Gehaltsobergrenze ist auch im europäischen Sport immer wieder die Rede. Im FC Schalke 04 hat der erste Bundesligist sogar intern eine eingeführt – wenn diese auch sehr flexibel gehalten werden soll.

Wenn die Corona-Pandemie uns eines gelehrt hat, dann wohl, dass der Fußball nicht so weitermachen kann wie bisher. Vereine wie Schalke oder selbst internationale Top-Klubs wie der FC Barcelona leben auf Pump, geben all ihre Einnahmen sofort wieder aus. Selten wurden Reserven angespart, wie der FC Bayern mit seinem berüchtigten Festgeldkonto.

Gehaltsobergrenze im Fußball? Das wäre der Untergang für die Bundesliga

Übrigens sprach sich Münchens Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge jetzt in der “Süddeutschen Zeitung” für Gehaltsobergrenzen im Profifußball ausgesprochen: “Wir bräuchten ein Regulativ, das auch den Buchstaben des Gesetzes standhält.”

Eine Gehaltsdecklung nach US-Vorbild sei aber “unmöglich in Europa, weil das Wettbewerbsrecht das nicht zulässt”, betont Rummenigge. Anders als im europäischen Ligensystem gibt es im US-Sport keine Auf- und Abstiege, die Teamanzahl ist fest. Dort sichert das Salary Cap den fairen Wettbewerb.

Rummenigges designierter Nachfolger Oliver Kahn spricht das Problem in der “SZ” deutlich an: “Wir befinden uns mit dem Fußball im europäischen Wettbewerb. Wenn wir jetzt anfangen, Gehälter zu reduzieren, und tun das als Einzige, dann bekommen wir nicht mehr die Spieler, die es uns ermöglichen, international auf höchstem Niveau konkurrenzfähig zu bleiben.”

Financial Fairplay wird als nutzlos demaskiert

Rummenigge fordert eine Umstrukturierung des Financial Fairplay. Es müsse “neu, seriöser und nachhaltiger aufgestellt werden”.

Das Uefa-System wurde unlängst nach dem umstrittenen Freispruch für Manchester City durch den CAS endgültig als nutzlos demaskiert. Eigentlich nichts Neues, aber erstmals war selbst der Aufschrei aus der eigenen Branche groß.

“Wenn es möglich ist, diese Regeln zu unterlaufen, beschädigt sich das Fußballgeschäft selbst und die Dummen sind jene, die sich an die Regeln halten”, sagt Kahn.

Ein Verein allein könne das aber nicht ändern, weiß der ehemalige Welttorhüter. “Machen wir uns nichts vor: Topspieler gehen zu dem Klub, der sie am besten bezahlt. Und wir sind die Ersten, die dafür kritisiert werden, wenn wir keine Topspieler mehr verpflichten würden.”

Corona hat gezeigt, wie fragil das Sport-System wirklich ist

Kürzlich wechselte einer dieser Topspieler zum FC Bayern, Leroy Sané nämlich. Für das kolportierte Jahresgeehalt von 17 Millionen Euro wurden die Münchner massiv angegangen. Die Ablösesumme war hingegen mit 45 Millionen Euro erstaunlich gering.

Generell sind die Preise auf dem Transfermarkt gesunken. Summen wie die 222 Millionen Euro, die PSG einst für Neymar an Barca überwies, sind Geschichte. Glaubt auch Rummenigge.

Der Profisport hat sich längst von der Gesellschaft entfremdet. Doch Corona hat gezeigt, wie verletzlich und fragil das ganze System wirklich ist. Vielleicht blicken wir in einigen Jahren auf den Mega-Vertrag von Patrick Mahomes und sagen: Das war der Gipfel des Geldes.

Alaba-Poker: Rummenigge betont, was sich trotz Corona nicht ändert

 

 

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