Norderney-Wirt bittet: “Liebe Gäste, kommt noch nicht auf die Insel”

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Liebe Norderney-Corona-Gäste, kommt möglichst jetzt noch gar nicht auf die Insel. Urlaub ist doch unter diesen Umständen nicht wirklich richtig. Zuhause ist’s am sichersten für Alle!”, so heißt es in einem Appell des Wirts Tobias Pape, der die “Weststrand-Bar” auf Norderney betreibt.

Ihm geht es wie vielen anderen Inselbewohnern, die gerade riesige Touristen-Anstürme erleben. Seit wenigen Tagen ist es wieder erlaubt an die Strände zu gehen und laut Berichten der “Welt” scheint dies halb Deutschland sofort nutzen zu wollen.

Überfüllte Inseln trotz strenger Regeln

Volle Fähren bringen Touristen auf die Insel, die sich ein paar sorgenfreie Tage am Meer erhoffen. Corona-Regeln müssen allerdings weiter streng beachtet werden. So werden schon auf der Überfahrt via Bildschirm entsprechende Hinweise gegeben. Zudem sind Tagesbesucher unerwünscht, nur wer mindestens eine Woche bleibt, kann Noderney besuchen.

Tourismus – Inselbloggerin berichtet vom Sehnsuchtsort Norderney 

Inseln wie Norderney stecken in einer schwierigen Zwickmühle. Einerseits lebt die Insel und ihre Bewohner von den touristischen Einnahmen, anderseits ist die Angst groß, dass so auch das Virus wieder mitkommt. Markus Fuhrmann, Pfarrbeauftragter der katholischen Gemeinde auf Norderney, resümiert: “Jeder hier lebt letztlich vom Tourismus. Und viele plagt die Sorge, ob bei den strengen Auflagen genug Geld reinkommt, um die Mitarbeiter zu bezahlen. Zugleich ist da die Sorge, dass mit den 50.000 Touristen, die hier im Sommer auf der Insel sind, auch das Virus zurückkommt.”

Norderney in der Zwickmühle zwischen Wirtschaft oder Gesundheit

Viele gastronomische Betriebe stehen jetzt vor der Entscheidung, ob sie öffnen sollen oder nicht. Während Pape seine Bar geöffnet hat, dies aber offenbar bereut, haben andere, wie Jens Brune, der drei Hotels und zwei gastronomische Betriebe auf Norderney, unter anderem die bekannte “Milchbar” führt, die Türen weiterhin geschlossen.

Trotz der wirtschaftlichen Verluste ist es dem Gastronomen wichtig zuerst Maßnahmen zu treffen, die die Verbreitung des Virus einschränken, bevor er wieder Gäste in Empfang nimmt. Er hofft, dass sich dadurch in den nächsten Wochen eine Balance zwischen Sicherheit, wirtschaftlichen Notwendigkeiten und den Wünschen seiner Kunden einstellt. “Es ist letztlich auch im Interesse der Gäste, wenn wir auch mal ‘Nein’ sagen. Das Schlimmste, was uns allen passieren kann, wäre eine zweite Welle”, so Brune.

Nur ein Beatmungsbett für 6.000 Einwohner

Die Angst der Bewohner ist nicht unbegründet: Gemessen an der geringen Einwohnerzahl nahm die Anzahl der Infizierten teilweise fast italienische Verhältnisse an. Dazu kommt, dass es nur ein einziges Beatmungsbett gibt. Zwischenzeitlich wurde die Insel aus diesen Gründen komplett für Einreisende abgeriegelt. Es wird jetzt befürchtet, dass sich diese Situation wiederholt: “Hier wohnen 6.000 Einwohner. Eine Handvoll Neuinfektionen reicht, und die Insel wird wieder dichtgemacht.”

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