Nordkorea will entmilitarisierte Zonen besetzen | Aktuell Asien | DW

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Nordkoreanische Soldaten könnten schon bald wieder die sogenannte entmilitarisierte Zone an der Grenze zu Südkorea besetzen, die nach einem Abkommen beider Länder 2018 geräumt worden war. Die Armeeführung teilte mit, sie prüfe entsprechende Pläne von Regierung und Arbeiterpartei. “Unsere Armee beobachtet die Lage genau, in der sich die innerkoreanischen Beziehungen zusehends verschlechtern”, hieß es.

Die militärische Wachsamkeit soll weiter erhöht werden, die Frontlinie zu einer Festung ausgebaut werden, hieß es. Details, welche Gebiete innerhalb der entmilitarisierten Zone konkret betroffen wären, nannte die nordkoreanische Führung nicht.

Nordkorea Kontaktbüro zwischen Nord- und Südkorea (picture-alliance/AP/Newsis/South Korea Unification Ministry)

Schon bald eine Ruine? Das Kontaktbüro in Kaesong (Archivbild)

Flugblätter und ein “nutzloses” Büro

Man sei “vollkommen bereit”, Maßnahmen gegen den Süden zu ergreifen. Auch eine Flugblatt-Aktion werde in Erwägung gezogen. Zuletzt hatten Propaganda-Flugblätter aus Südkorea die Verhältnisse beider Staaten weiter belastet.

Erst vor wenigen Tagen hatte Kim Yo Jong, die an Einfluss gewinnende Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, gedroht, das gemeinsame Verbindungsbüro in der westlichen Grenzstadt Kaesong zu zerstören. Sie nannte das Büro “komplett nutzlos”.

Südkoreanische Medien spekulierten, in Kaesong könnten nun Truppen stationiert werden. Bis 2004 wurde das Gelände des Verbindungsbüros bereits militärisch genutzt, anschließend betrieben beide Länder als Zeichen der Annäherung dort bis 2016 einen gemeinsamen Industriepark.

Deutliche Verschlechterung seit 2018

Inzwischen droht Nordkorea auch mit der formellen Aufkündigung der Friedensvereinbarung, die Kim 2018 mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in geschlossen hatte. Offiziell haben die im Koreakrieg voneinander getrennten Staaten den Waffenstillstand von 1953 nie in einen dauerhaften Frieden umgewandelt.

Nach drei gemeinsamen Treffen, an denen auch US-Präsident Donald Trump beteiligt war, standen die Zeichen zwischenzeitlich auf Deeskalation. Inzwischen ist aber die von Trump forcierte Freundschaft mit Kim wieder abgekühlt, das international isolierte Nordkorea arbeitet unbeirrt weiter an seinem Atomwaffenprogramm. Einige Beobachter glauben, dass Nordkorea seine eigene Bevölkerung durch ein Wiederaufflammen des Konflikts von der desolaten wirtschaftlichen Lage im Land ablenken will; immer wieder warnen Hilfsorganisationen vor Hungersnöten in Nordkorea.

ehl/kle (dpa, ap, afp)



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