Oberbürgermeister der ersten Virus-freien Großstadt warnt vor zweiter Welle

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Stolz verkündete Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen Ende April, Rostock mit seinen gut 200.000 Einwohnern sei die erste Corona-freie deutsche Großstadt. Doch lange konnte die Hansestadt an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns dieses Prädikat nicht halten. Sechs Menschen sind aktuell an dem neuartigen Coronavirus bestätigt erkrankt.

Die Zahl der Neu-Infektionen ist überschaubar. Die neuen Fälle hängen alle mit einer Arztpraxis zusammen. „Auch wenn ich mich sehr darüber gefreut habe, dass Rostock die erste Corona-freie Großstadt war, habe ich immer betont, dass es jederzeit neue Infektionen geben kann“, sagte der parteilose Madsen nun in einem Interview mit „Die Welt“. Entscheidend sei, „dass wir alle Infektionsketten nachverfolgen. Das ist uns in Rostock bislang gelungen“. Rund 90 registrierte Infektionen hat die Hafenstadt seit Beginn der Pandemie zu verzeichnen – sehr wenige im Vergleich zu anderen deutschen Städten mit vergleichbarer Einwohnerzahl.

„Corona ist ein Teil unserer neuen Normalität“

Über eine Zukunft ohne Corona macht sich Madsen derzeit keine großen Gedanken: „Die erneuten Infektionen sind ein Signal an alle: Corona ist ein Teil unserer neuen Normalität. Wir müssen damit leben, dass es hin und wieder Erkrankte geben wird, gefolgt von weiteren in deren Umfeld und Quarantänemaßnahmen.“ Allerdings wähnt er die Gesellschaft in relativer Sicherheit, weil die Krankenhäuser und Gesundheitsämter auf die Pandemie eingestellt seien. Der Überraschungseffekt ist weg. Man habe gelernt.

Madsen: Der Staat muss nicht alles regeln

Rigider Lockdown, massive Tests, schrittweise Lockerung, klare Kommunikation nach außen: Das war Rostocks Strategie im Kampf gegen das Virus, die offenbar angesichts der niedrigen Infektionszahlen bisher sehr gut funktioniert hat. Aber wie geht es weiter? „Wir müssen lernen, damit umzugehen. Wir müssen aber weg von dem Gedanken, dass der Staat alles für uns regelt – hin dazu, dass jeder für sich und seine Mitmenschen selbst verantwortlich ist“, so Ruhe Madsen. Man müsse sich an eine neue Realität ohne Händeschütteln und Umarmen gewöhnen.

Zweite Welle kommt im Herbst, neue Konzepte für Schulen

Selbst wenn jetzt wieder Geschäfte und Restaurants öffnen, Touristen in die Stadt strömen: Der größte Test für die neue Form der Gesellschaft komme erst noch. Nämlich dann, wenn im Herbst die Schulen im Vollbetrieb nach den Ferien wieder öffnen. „Ich gehe davon aus, dass wir im Herbst wieder alle Schüler im Normalbetrieb haben werden – und möglicherweise vor einer zweiten Corona-Welle stehen. Bis dahin müssen wir andere Verhältnisse schaffen, als wir sie bisher hatten.“

Für diesen Fall hat Madsen ein interessantes Konzept. Er will die Schulen in vier Sektoren einteilen: „Dann bleiben Kinder aus Sektor A den ganzen Schultag in Sektor A, Kinder aus Sektor B in Sektor B und so weiter.“ Über die heiße Phase im Herbst müssen man sich heute schon Gedanken machen, denn: „Wir wissen, dass die zweite Corona-Welle kommt, und der begegnen wir mit dem Sprichwort: Wenn Wind aufkommt, bauen manche Mauern, andere setzen Segel. Wir setzen Segel.“

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