Obst & Gemüse: Versorgungs-Engpässe drohen – Regierung stellt 11-Punkte-Plan auf

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“Die Lebensmittelversorgungsketten müssen wir in Takt halten”, mahnt die Ministerin. “Was nicht gesät, gepflanzt, geerntet, verarbeitet und transportiert wird, fehlt am Ende zur Versorgung unserer Bevölkerung.”

Klöckner: “Massiver Engpass an Arbeitskräften”

So würde der “Markt ab Mai leiden”, wenn jetzt nicht Gemüse gepflanzt werde. “Unser Selbstversorgungsgrad liegt bei einigen Grundnahrungsmitteln über 100 Prozent”, so Klöckner. Bei Obst und Gemüse aber nur unter 40 Prozent.

Zudem drohe ein “massiver Engpass an Arbeitskräften” mit “enormen Auswirkungen auf unsere Urproduktion”. Im März brauche Deutschland in der Regel 30.000 Saisonarbeitskräfte, im Mai sogar 85.000. Dies sei in der jetzigen Situation unmöglich, schreibt die Ministerin laut Business Insider.

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Mit 11-Punkte-Plan will die Regierung die Lebensmittelversorgung aufrechterhalten

In dem Brief heißt es weiter: “In der jetzigen Lage hat die Aufrechterhaltung der Lebensmittelversorgung eine hohe Bedeutung.” Zur Unterstützung der Ernährungswirtschaft sollen daher elf Maßnahmen sofort umgesetzt werden:

  1. Die Lebensmittelbranche wird als “systemrelevante Infrastruktur” anerkannt. So sollen Betriebsschließungen durch Quarantänemaßnahmen verhindert werden.
  2. Saisonarbeitskräfte dürfen statt 70 nun 115 Tage sozialversicherungsfrei in Deutschland arbeiten.
  3. Die Arbeitnehmerüberlassung ist in der Corona-Krise ohne Erlaubnis möglich. Die neuen Regelungen seien wichtig, “um flexibel auf die Krise und auf mögliche Personalverschiebungen zwischen den Wirtschaftszweigen reagieren zu können.”
  4. Wer Kurzarbeitergeld bezieht, darf übergangsweise bis Ende Oktober 2020 Nebeneinkünfte bis zu Höhe des bisherigen Nettolohns ohne Abzüge verdienen.
  5. Die Hinzuverdienstgrenze von Vorruheständlern wird in der gesetzlichen Rentenversicherung deutlich angehoben und in der Alterssicherung der Landwirte vollständig aufgehoben.
  6. Laut Klöckner reichte das Arbeitszeitgesetz bislang nicht aus, um auf “außergewöhnliche Notfälle” wie die Corona-Pandemie effektiv reagieren zu können. Deshalb sollen Arbeitszeiten flexibler gehandhabt werden
  7. Ein Kündigungsschutz für notleidende Landwirte soll die Branche entlasten: “Bauern, die Schwierigkeiten haben, ihre Pacht zu bedienen”, darf laut der Ministerin bis Ende Juni nicht einseitig gekündigt werden.
  8. Mit der Vermittlungsplattform daslandhilft.de sollen Landwirte und Jobsuchende vernetzt werden
  9. Mithilfe eines Programms der landwirtschaftlichen Rentenbank soll die Liquidität der landwirtschaftlichen Betriebe gesichert werden.
  10. Jetzt können auch Kleinstunternehmen aus der Landwirtschaft mit bis zu zehn Mitarbeitern das Programm “Corona-Soforthilfe” des Bundes nutzen.
  11. Die Länder werden aufgefordert, Lebensmitteltransporte bevorzugt zu behandeln, um so einen ungehinderten Warenverkehr zu sichern.


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