Öffnungszeiten bei dm, Aldi, Edeka, Rewe, Lidl: Wann Sie heute einkaufen können

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Supermärkte planen vorläufig keine Sonntagsöffnung

Die großen deutschen Supermarkt- und Discountketten wollen ihre Geschäfte auch weiterhin nicht am Sonntag öffnen. Edeka, Rewe, Aldi und Lidl betonten bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur, an den gewohnten Öffnungszeiten von Montag bis Samstag festhalten zu wollen.

Rewe-Chef Lionel Souque begründete das in einem Brief an die selbstständigen Rewe-Kaufleute mit der ohnehin hohen Belastung der Beschäftigten: “Mit dem gegenwärtigen Pensum verlangen wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Märkten bereits Erhebliches ab. Und wir haben aktuell wenig Grund zu der Annahme, dass sich daran binnen sehr kurzer Frist etwas verändert”, schrieb er. Deshalb würden Rewe und die konzerneigene Discounttochter Penny auf Sonntagsöffnung verzichten. Die bestehende Öffnung an sechs Tagen in der Woche erlaube es, die Kunden bedarfsgerecht zu bedienen.

Auch Edeka und der zugehörige Discounter Netto planen keine Sonntagsöffnung. “Schon jetzt sind viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Grenzen ihrer Belastbarkeit. Jetzt noch einen Tag länger zu öffnen, würde diese Situation weiter verschärfen”, erklärte ein Unternehmenssprecher.

Auch Aldi betonte, die die Mitarbeiter bräuchten Ruhephasen, um Kräfte zu sammeln. Lidl verzichtet ebenfalls auf den zusätzlichen Verkaufstag.

Bayern hat Ladenöffnungszeiten sogar verlängert

Jeder Bürger wird weiterhin und überall die Dinge einkaufen können, die er benötigt. Und das zu den ganz normalen Öffnungszeiten. Denn während etwa in Italien nur wenige Menschen gleichzeitig in die Supermärkte gehen dürfen und dies nur zu bestimmten Zeiten, ist für Deutschland bislang nichts ähnliches geplant.

Im Gegenteil: Am Montagvormittag kündigte etwa Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an, dass die im Freistaat vergleichsweise restriktiven Ladenöffnungszeiten gelockert werden sollen: Um die Versorgung mit Lebensmitteln zu gewährleisten, dürfen Lebensmittelhändler nun an Werktagen von 6 Uhr bis 22 Uhr öffnen sowie sonn- und feiertags von 12 Uhr bis 18 Uhr. Unter anderem dürfen auch Getränkemärkte, Drogerien, Bau- und Gartenmärkte, die Post oder Tankstellen geöffnet bleiben.

Alle Informationen zum Coronavirus finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Bei Bank-Filialen kommt es zu vorübergehenden Schließungen

Angesichts des hohen Kundenandrangs werden auch die Geschäfte selbst ihre Öffnungszeiten beibehalten wollen – ganz gleich ob Drogeriemärkte wie dm, Rossmann und Müller oder Supermärkte und Discounter wie Aldi, Lidl, Penny, Rewe, Kaufland oder Edeka. Dasselbe gilt für Apotheken.

Lediglich bei den Banken sind inzwischen Einschränkungen bekannt geworden: So kündigte die Hypovereinsbank am Montag an, dass jede dritte Filiale vorerst geschlossen bleibt.

Mehr zu diesem Thema: Keine Liquiditätsprobleme in der Viruskrise – Sparkasse, Commerzbank, Deutsche Bank: Welche Banken Filialen schließen, was Sie tun können 

Das sagen Aldi, Rewe und Co. (wird laufend aktualisiert):

Eine Aldi-Sprecherin betonte zudem am Mittwoch, angesichts der aktuell hohen Belastung bräuchten die Mitarbeiter Ruhephasen, um Kräfte zu sammeln. Deshalb plane der Discounter weder verlängerte Öffnungszeiten noch einen Sonntagsverkauf

Aldi Nord: „Unsere Märkte sind aktuell wie gewohnt deutschlandweit geöffnet und unsere Mitarbeiter arbeiten unermüdlich daran, die Warenverfügbarkeit für unsere Kundinnen und Kunden sicherzustellen. Das Engagement unserer Mitarbeiter wissen wir sehr zu schätzen und bedanken uns für den Einsatz eines jeden Einzelnen. Im Rahmen von ‘ALDI liefert’ bieten wir unseren Kunden ausschließlich unterschiedliche Aktionsangebote aus dem Non Food-Bereich an. Wir können hier entsprechend keine Auswirkungen verzeichnen. Das Angebot auf ‘ALDI liefert’ steht unseren Kunden derzeit wie gewohnt zur Verfügung.“

Aldi Süd: „Aldi Süd plant aktuell keine erweiterten Öffnungszeiten. Um unsere Kunden bestmöglich zu versorgen und „Hamsterkäufe“ überflüssig zu machen, füllen wir unsere Bestände in den Filialen regelmäßig auf. Die verstärkte Belieferung und das Einräumen der Regale sind mit einem zusätzlichen logistischen Aufwand verbunden. Alle Mitarbeiter arbeiten derzeit auf Hochtouren, sowohl in den Filialen, als auch in der Logistik und in den Verwaltungen. In diesen herausfordernden Zeiten leisten die Kollegen Außerordentliches.“

Amazon Fresh: Verwies auf eine Zusammenstellung von Amazon-Kampagnen in den USA. Möchte darüber hinaus keine Auskunft geben.

Edeka: „Wir halten eine Erweiterung der Öffnungszeiten nicht für notwendig. Schon jetzt sind viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Grenzen ihrer Belastbarkeit. Jetzt noch einen Tag länger zu öffnen, würde diese Situation weiter verschärfen. Die Versorgung unserer Kundinnen und Kunden mit Lebensmitteln ist auch mit den bestehenden Öffnungszeiten bundesweit sichergestellt. Wir beobachten zwar, dass es in einigen Sortimentsbereichen, etwa bei haltbaren Lebensmittel wie Nudeln und Konserven oder auch Hygieneprodukten, zu einer erhöhten Nachfrage kommt. Dennoch können wir die tägliche Belieferung der Märkte mit ausreichend Ware über unsere Logistikzentren weiterhin gewährleisten. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten mit großartigem Einsatz daran, die gewohnten Angebote und Leistungen für ihre Kunden aufrechtzuerhalten.“

dm: Bislang keine Auskunft.

Kaufland: „Wir prüfen aktuell die Möglichkeit, in Bayern unsere Ladenöffnungszeiten auf 22 Uhr auszuweiten. Da unsere Filialen laufend mit neuer Ware beliefert werden, ist die Warenversorgung auch weiterhin sichergestellt. Zudem bieten wir unseren Kunden in Bayern durch unsere bestehenden Öffnungszeiten von Montag bis Samstag von 7 bis 20 Uhr bereits ein großes Zeitfenster, um ihre Einkäufe zu erledigen.“

Lidl: „Zum jetzigen Zeitpunkt haben alle Filialen zu den gewohnten Öffnungszeiten geöffnet. Unsere Mitarbeiter leisten in dieser schwierigen Situation großartige Arbeit und geben Tag und Nacht ihr Bestes, damit unseren Kunden genug Waren zur Verfügung stehen, die sie für ihren Alltag benötigen. Auch in allen Bereichen der Logistiklager und der Verwaltung stellen unsere Mitarbeiter mit unermüdlichem Einsatz sicher, dass wir die Filialen stets mit Ware versorgen.“

Müller: Möchte aufgrund von Überlastung im Tagesgeschäft keine Auskunft geben.

Netto: „Aktuell kursieren Gerüchte in den Sozialen Medien, wonach die Bundesregierung angeblich weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens plane. So wird beispielsweise in einer Sprachnachricht auf WhatsApp vor einer unmittelbar bevorstehenden Schließung von Lebensmittelmärkten beziehungsweise einem eingeschränkten Angebot gewarnt – auch mit direktem Bezug auf Netto. Diese Gerüchte sind falsch und entbehren jeder Grundlage! Eine ausreichende Warenversorgung unserer Filialen ist auch weiterhin sichergestellt.“

Penny und Rewe: „Unsere Märkte sind regulär geöffnet. Beim Rewe Lieferservice verzeichnen wir – analog zum stationären Handel – eine erhöhte Nachfrage, die vereinzelt auch zu Wartezeiten von wenigen Tagen führen kann – dies ist aber kein bundesweites Bild.“ Rewe bittet zugleich um Verständnis für eventuelle Engpässe in einzelnen Märkten. Um die Mitarbeiter etwas zu entlasten, suchen Rewe und Penny übrigens Aushilfen: „Wer in unseren Märkten jetzt als Aushilfe tätig werden möchte, kann sich unkompliziert bewerben“, erklärte Rewe-Chef Lionel Souque in einer Pressemitteilung: „Studierende zum Beispiel, die wegen der aktuellen Schließung der Universitäten Interesse haben, bei Rewe oder Penny auszuhelfen.“ Bewerben könnten sich Interessierte demnach direkt in dem Markt, in dem sie tätig werden möchten.

Am Mittwoch schrieb Rewe-Chef Lionel Souque schrieb zudem in einem Brief an die selbstständigen Rewe-Kaufleute: „Mit dem gegenwärtigen Pensum verlangen wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Märkten bereits Erhebliches ab. Und wir haben aktuell wenig Grund zu der Annahme, dass sich daran binnen sehr kurzer Frist etwas verändert.“ Deshalb wolle Rewe auf die Sonntagsöffnung verzichten. Die bestehende Öffnung an sechs Tagen in der Woche erlaube es bereits, die Kunden bedarfsgerecht zu bedienen.

Rossmann: Bislang keine aussagekräftige Auskunft.

Was ist mit Onlineshops?

Auch Onlineshops sind weiterhin geöffnet – und die Lieferdienste liefern ganz normal zu Ihnen nach Hause. Die Lieferungen können allerdings mitunter etwas länger dauern als gewöhnlich, da in den vergangenen Tagen auch hier die Nachfrage stark angestiegen ist.

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Hamsterkäufe und Hygiene: Mit diesen Maßnahmen regieren Supermärkte noch auf die Corona-Krise

Wegen des Coronavirus gibt es in vielen Supermärkten auch neue Hygiene-, Sicherheits- und Abstandsregeln. Vor allem in gut frequentierten Supermärkten sorgen etwa Türsteher dafür, dass immer nur eine gewisse Anzahl von Menschen in einem gewissen Abstand zueinander die Läden betreten.

Die “Hamburger Morgenpost” berichtet von einem Edeka in Hamburg Eimsbüttel. Dort klärt ein roter Zettel an der Eingangstür Kunden über neue Bestimmungen auf: „Bitte tätigen Sie Ihren Einkauf möglichst als Einzelperson! So vermeiden Sie größere Menschenansammlungen! Vielen Dank für Ihr Verständnis.”

Via Twitter schildern Supermarktbesucher ähnliche Erfahrungen: “Hier in Hamburg bei Edeka bekommt man einen desinfizierten Einkaufswagen”, schreibt ein Twitter-Nutzer. Außerdem gebe es Wartezonen vor den Kassen mit Abstandsaufklebern und Durchsagen, die dazu aufrufen würden, alleine zu kommen, wie der Nutzer weiter schreibt. 

Sondereinkaufszeiten für Senioren

Ein anderer Supermarkt in Hamburg nutzt die ausgeweiteten Ladenöffnungszeiten inzwischen dafür, dass Senioren in einem geschützten Rahmen einkaufen gehen können. Die Edeka-Filiale will während der Corona-Krise sonntags zwischen 12 und 14 Uhr ihre Pforten nur für Senioren öffnen. “Um unsere älteren Kunden zu schützen, Ihnen aber noch die Möglichkeit zu geben, ihren Einkauf zu erledigen, werden wir am Sonntag unseren Laden ausschließlich für diese öffnen”, heißt es in einem Post der Filiale in Hamburg-Altona.

Edeka verzeichnet erhöhte Nachfrage nach Grundnahrungsmitteln

Lebensmittelhändler reagieren wegen der Corona-Krise auf das veränderte Einkaufsverhalten von Verbrauchern. Seit dem letzten Februarwochenende verzeichnet Edeka Südwest eine erhöhte Nachfrage im Bereich Grundnahrungsmittel, sagte der Sprecher der Geschäftsführung, Rainer Huber, der Deutschen Presse-Agentur. Für die Mitarbeiter in den Märkten und im Großhandel bedeute dies einen erheblichen Mehraufwand. Waren müssten rasch geliefert und die Regale in den Märkten aufgefüllt werden. Dies gelinge, ein Lebensmittelnotstand sei nicht zu befürchten. Verbraucher seien jedoch aufgerufen, mitzuwirken.

Edeka Südwest mit Sitz in Offenburg (Ortenaukreis) ist nach eigenen Angaben die zweitgrößte von sieben Edeka-Regionalgesellschaften in Deutschland und zuständig für fünf Bundesländer. Sie beliefert 1200 Lebensmittelmärkte in ganz Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, im Saarland sowie im Süden von Hessen und Teilen Bayerns.

Hier lesen Sie alle News zur Entwicklung an den Börsen.


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