OPEC-Länder wollen weniger Erdöl fördern | Aktuell Welt | DW

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Die nach langen und zähen Verhandlungen erzielte Einigung ist nach Angaben der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) inzwischen in trockenen Tüchern. Die OPEC+ genannte Runde mit den
Schwergewichten Saudi-Arabien und Russland verständigte sich auf eine Produktionskürzung um 10 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag für Mai und Juni – das entspricht rund zehn Prozent der weltweiten täglichen Rohölproduktion. Nach anfänglichem Zögern stimmte auch Mexiko, das der Staatengruppe angehört, der Vereinbarung zu.

Nach dem OPEC+-Beschluss soll die Produktion von Juli bis Dezember dann um täglich acht Millionen Barrel Öl gesenkt werden. Als Ausgangsniveau wurde jeweils die Produktionsmenge im Oktober 2018 festgelegt, für Saudi-Arabien und Russland gilt ein eigenes Ausgangsniveau von 11 Millionen Barrel pro Tag. Ob die Entscheidung den Ölpreis und damit auch die Preise an den Tankstellen wieder steigen lassen wird, bleibt abzuwarten.

Sicher ist: Eine schnelle Kürzung der Fördermenge um zehn Millionen Barrel Öl pro Tag erschien zuletzt unumgänglich, da die Corona-Krise und ein Preiskampf zwischen Saudi-Arabien und Russland den Ölpreis immer weiter nach unten drückten. Die OPEC+ erwartet nun von anderen großen Öl-Nationen wie den USA, dass auch sie künftig deutlich weniger Öl aus dem Boden holen als bisher.

haz/hf/kle (rtr, afp, dpa)



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