Oppenau/Schwarzwald: Flüchtiger “diente in Fremdenlegion” – und ist vorbestraft

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Das Wichtigste in Kürze: Seit Sonntag sucht die Polizei mit einem Großaufgebot nach einem 31-jährigen Mann, der vier Polizisten bei einer Kontrolle bei Oppenau im Schwarzwald entwaffnen konnte und mit den Waffen der Beamten floh. Anwohner sollen möglichst zuhause bleiben, der Gesuchte könnte gefährlich sein. Anhalter sollen nicht mitgenommen werden.

Vorsicht: Der Mann könnte noch bewaffnet sein!

Unter der Notrufnummer 110 nimmt die Polizei Hinweise entgegen.

Die Beschreibung des Gesuchten

  • Name: Yves Etienne Rausch
  • Nationalität: Deutsch
  • Alter: 31 Jahre
  • Größe: 1,70 Meter
  • Augenfarbe Blau
  • Haare: Teilglatze
  • Figur: Schlank
  • Bekleidungs-Merkmale: Tarnmuster

Alle weiteren Informationen im Newsticker von FOCUS Online:

14.19 Uhr: Am Montag habe man das Gebiet in der Region um Oppenau durchkämmt. “Wir haben weitere Maßnahmen durchgeführt, die nicht sichtbar sind, dazu gehört, das soziale Umfeld zu überprüfen”, fährt Renter fort. Es sei darum gegangen, ein “Personagramm” Rauschs zu erstellen. Die Maßnahmen dauerten derzeit noch an.

14.17 Uhr: Das Großaufgebot der Polizei sei nicht nur zur Festnahme des Tatverdächtigen gedacht, sondern auch zur Sicherung von Oppenau. “Wir haben dann auch mit den ersten Durchsuchungsmaßnahmen begonnen, rund um die Hütte”, schildert Renter. In der zweiten Phase, in der man sich derzeit noch befinde, gehe es darum, zu ermitteln, wo sich der Beschuldigte aufhalte.

14.15 Uhr: Nun ergreift wieder Polizeipräsident Renter das Wort. Er betont, dass die betroffenen Kollegen alles richtig gemacht hätten. In der Vergangenheit war die Entwaffnung der Polizisten massiv kritisiert und der Polizei Handlungsunfähigkeit unterstellt worden.

14.14 Uhr: “Wir gehen davon aus, dass es sich bei der Waffe, mit der der Beamte bedroht wurde, um eine echte Waffe handelt”, erklärt der Staatsanwalt weiter. Die Polizisten hätten Angst um ihr Leben gehabt und daher so vorsichtig wie möglich gehandelt. Sie seien sich sicher gewesen, dass Rausch ansonsten mit seiner Pistole auf den anvisierten Beamten geschossen hätte.

Rausch richtete Waffe konstant auf einen der Polizisten

14.12 Uhr: Der 31-Jährige soll anschließend geflohen sein, so der Staatsanwalt. “Die Beweislage […] stützt sich auf die Angaben der Polizeibeamten”, sagt Schäfer.

14.10 Uhr: Rausch soll die Polizeibeamten laut Schäfer aufgefordert haben, die Hütte zu verlassen. Dabei sei seine Waffe konstant auf einen der Uniformierten gerichtet gewesen. Rund einen Meter sei Rausch von dem Beamten entfernt gewesen. Die anwesenden Polizisten hätten “nach und nach ihre Waffen aus dem Halfter geholt und auf den Boden gelegt”, schildert der Staatsanwalt.

14.08 Uhr: Pfeil und Bogen habe Rausch jedoch nicht griffbereit gehabt, als die Polizisten ihn kontrollierten. “Er hat nicht aggressiv reagiert, sondern allen Weisungen der Polizei Folge geleistet”, erklärt Schäfer. Die Munition, die der 31-Jährige bereitwillig ausgehändigt habe, hätten die Beamten vor die Tür gestellt. Als ein Polizist jedoch einen Schritt weiter in die Gartenhütte eingetreten sei, habe der Beschuldigte eine Pistole gezogen und diese auf einen der vier anwesenden Beamten gerichtet.

Beim Eintreffen der Polizei: Rausch saß hinter einem Tisch in der Gartenhütte

14.05 Uhr: Rausch sei aufgefallen, weil er sich unberechtigterweise in einer Gartenhütte aufgehalten habe, so Schäfer. Deren Besitzer hätten die Polizei verständigt, woraufhin zwei Streifenwagen zum Gelände gefahren seien. Der Beschuldigte sei einige Zeit zuvor in die Hütte eingebrochen. Die eintreffenden Beamten hätten darüber Bescheid gewusst, dass Rausch Pfeil und Bogen bei sich habe, so der Staatsanwalt. Rausch habe hinter einem Tisch in der Hütte gesessen, “zwei Polizeibeamte konnten sich dann in den Eingangsbereich begeben”, fährt Schäfer fort.

14.03 Uhr: Am Sonntag habe man den Hinweis auf eine verdächtige Person bekommen, beginnt Renter. Dann übergibt er an den Staatsanwalt. “Yves Rausch wird durch einen nationalen und einen europäischen Haftbefehl gesucht”, sagt er. Es laufe ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der schweren räuberischen Erpressung.

14.00 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt. Polizeipräsident Renter stellt zunächst seine Mitredner, unter anderem den Bürgermeister Oppenaus, Uwe Gaiser, vor. Zunächst werde sich der zuständige Staatsanwalt Dr. Herwig Schäfer zur Tathandlung äußern, so Renter.

Pressekonferenz ab 14 Uhr: Ermittler geben Auskunft über Jagd auf den Tarn-Mann

13.43 Uhr: Mit großem Polizeiaufgebot sucht die Polizei in der Region rund um Oppenau im Schwarzwald weiter nach einem 31-Jährigen, der vier Polizisten entwaffnet hatte und seitdem auf der Flucht ist. Allerdings seien weniger Polizisten im Einsatz als noch am Tag zuvor, sagte Polizeisprecher Yannik Hilger am Dienstag. Zahlen dazu oder andere Einzelheiten zu aktuellen Entwicklungen nannte er nicht. “Für weitere Details verweisen wir gnadenlos auf die Pressekonferenz am Nachmittag”, sagte er. Dort wollten Polizei und Staatsanwaltschaft um 14 Uhr über die aktuelle Lage informieren. Erwartet wurden auch Polizeipräsident Reinhard Renter und der Bürgermeister der Schwarzwald-Gemeinde, Uwe Gaiser.

Bekannter: Rausch diente in französischer Fremdenlegion

13.15 Uhr: Nun werden immer mehr Hintergründe über Yves Rausch bekannt. FOCUS Online sprach mit einem entfernten Bekannten des Mannes. „Rausch war in der Fremdenlegion in Frankreich, hat sich dort ausbilden lassen. So erkläre ich mir auch, dass er die Polizisten entwaffnen konnte“, sagt der 18-jährige Yunus Aksu, der in einer Nachbargemeinde wohnt. Aksu glaubt, Rausch sei direkt in einem Einsatzgebiet ausgebildet worden, wo genau, weiß er indes nicht. Auf die Ausbildung führt er auch den geschickten Umgang des Flüchtigen mit der Armbrust zurück. Bereits vor seiner Zeit in der Fremdenlegion sei Rausch gelegentlich mit einer Armbrust durch den Ort spaziert – einmal auch mit einem Schwert, so Aksu, der Rausch nach eigenen Angaben seit Jahren kennt.

Polizist zur Entwaffnung: “Kollegen schauten in einen Lauf mit gespanntem Bügel”

10.30 Uhr: Während der Gesuchte immer noch auf der Flucht ist, versucht ein Polizeisprecher noch einmal zu erklären, wie es dazu kommen konnte, dass ein Einzelner gleich vier bewaffnete Polizisten überrumpelt und entwaffnet: “Er war zu Beginn sehr kooperativ, was bedeutet, dass es für die Kollegen völlig unvorhersehbar war, dass er plötzlich eine Waffe zieht und alle vier in einen Lauf schauen mit gespanntem Bügel”, sagte Polizeisprecher Yannik Hilger. Die Beamten mussten ihre Pistolen auf den Boden legen. Anschließend flüchtete der 31-Jährige mit den Dienstwaffen in den Wald.

Oppenau im Schwarzwald: Tarn-Mann ist mehrfach vorbestraft

Dienstag, 14. Juli, 06.10 Uhr: Der gesuchte Yves Rausch ist laut einem Bericht der “Bild”-Zeitung mehrfach vorbestraft. So soll sein Strafregister dutzende Einträge haben – darunter unter anderem den Besitz von Kinderpornografie, einen Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz und Diebstahl. Am schwersten wiegt jedoch ein Totschlagsdelikt aus dem Jahre 2010. Damals schoss Rausch laut “Bild” mit einer Sportarmbrust auf seine Ex-Freundin und verletzte sie schwer. Dafür bekam der heute 31-Jährige eine Jugendstrafe von 3 1/2 Jahren.

Laut dem Bericht hatte Rausch zuletzt keinen festen Wohnsitz angemeldet, hauste in einer ihm nicht gehörenden Hütte im Wald. Diese Hütte wurde mittlerweile offenbar von einem Einsatzkommando durchsucht.

Haftbefehl gegen Yves Rausch erlassen

18.09 Uhr: Die Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Offenburg hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Offenburg gegen den Beschuldigten einen Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts der besonders schweren räuberischen Erpressung in Tateinheit mit vorsätzlichem unerlaubtem Besitz einer Schusswaffe erlassen.

Gesuchter ist im Dorf bekannt – Schulen und Kitas geschlossen

15.39 Uhr: Der Gesuchte ist im Dorf bekannt, wie mehrere Bewohner berichten. Sie beschreiben ihn als Einzelgänger. Die Suche nach dem 31-Jährigen beschäftigte die Gemeinde im Schwarzwald auch am Montag. Es sei die richtige Entscheidung gewesen, Schulen und Kindertagesstätten in Oppenau zu schließen, sagte eine 77 Jahre alte Frau vor einem Supermarkt. “Man weiß ja nicht, ob er vielleicht durchdreht.” Sie hoffe, dass die Polizei den Gesuchten in dem dichten Waldgebiet rund um Oppenau bald finde.

Ansonsten waren die Straßen der Gemeinde an dem heißen Sommertag so gut wie leer. In einem Café saßen etwa zehn Gäste, viele Geschäfte waren ganz geschlossen. Wegen Corona seien generell weniger Menschen unterwegs, sagte der Besitzer der Eisdiele. Aber man merke schon, dass sich Oppenau jetzt im Ausnahmezustand befinde.

Ex-Nachbar: “Er hatte immer Gelegenheitsjobs”

11.29 Uhr: Die “Bild”-Zeitung zitiert einen ehemaligen Nachbarn des Gesuchten: “Er hatte immer Gelegenheitsjobs – mal als Rasenpfleger am Golfplatz, mal bei der Bahn. Bis vor einem Jahr wohnte er in einer Wohnung über dem Gasthaus ,Schlüssel‘. Dann wurde er nach drei Jahren zwangsgeräumt, weil er seine Miete nicht zahlte.”

Außerdem sollen in der Wohnung des Tatverdächtigen Waffen und Munition sichergestellt worden sein, heißt es in dem Bericht weiter. Auf dem Dachboden habe Rausch sogar einen kleinen Schießstand gehabt. Der Ex-Nachbar erklärte gegenüber “Bild” zudem, dass er den 31-Jährigen als schwierigen Menschen wahrgenommen habe.

Lesen Sie dazu: Polizeiforscher erklärt, wie Tarn-Mann im Schwarzwald vier Beamte entwaffnen konnte

Sprecher erklärt, wie Yves Rausch die Beamten entwaffnete

Montag, 13. Juli, 07.07 Uhr: Ein Sprecher der Beamten sagte dem Sender n-tv am Montag, es sei davon auszugehen, dass von dem Mann “eine große Gefahr” ausgehe. Der Polizei war am Sonntagvormittag gegen 9.30 Uhr gemeldet worden, dass sich an einer Hütte ein verdächtiger Mann aufhalte. Als vier Beamte ihn dort antrafen, stellten sie den Angaben zufolge fest, dass er mit Pfeilen und Bogen, einem Messer und einer Pistole bewaffnet war. Er soll sich zunächst kooperativ gezeigt haben.

“Plötzlich und für die Beamten völlig unvermittelt” habe er dann eine Schusswaffe gezogen und die Beamten bedroht. Sie hätten keine Zeit gehabt, “auf die gefährliche Situation zu reagieren”. Dann habe er die Polizisten gezwungen, ihre Dienstpistolen vom Typ P2000 abzulegen – dem hätten sie Folge geleistet. Anschließend habe er vermutlich mit den Waffen der Beamten die Flucht ergriffen. Keiner der Beamten sei bei dem Vorfall verletzt worden. Diese Polizei-Pistolen fassen je nach Größe der Magazine bis zu 16 Schuss Munition – heißt: Der Flüchtige könnte bis zu 64 Schüsse mit den vier erbeuteten Waffen abgeben.

Verdächtiger ist polizeibekannt

16.42 Uhr: Am Sonntagnachmittag hatte die Polizei bereits erste Details zu dem flüchtigen Verdächtigen veröffentlicht. So ist bereits in der Vergangenheit bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten. Unter anderem wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Auch ist er ohne festen Wohnsitz. Der SWR berichtet, der Gesuchte sei im Jahr 2010 zu dreieinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt worden, weil er im Jahr zuvor mit einer Armbrust auf eine Frau geschossen habe. Diese sei dabei schwer verletzt worden.

14.30 Uhr: Die “Bild”-Zeitung zitiert einen Polizeisprecher mit den Worten: “Wer ihm begegnet, sollte sich fernhalten. Der Mann befindet sich in einem psychischen Ausnahmezustand.” An der Fahndung in den ausgedehnten Wäldern rund um den Ort Oppenau im Schwarzwald beteiligten sich unter anderem auch Spezialeinsatzkräfte, Hubschrauber mit Wärmebildkameras sowie Suchhunde, wie die Einsatzkräfte in Offenburg am Montag mitteilten. Die Polizei weist die Bevölkerung darauf hin, Waldgebiete im Raum Oppenau zu meiden.

Polizeisprecherin: “Bleiben Sie möglichst zu Hause”

14.00 Uhr: “Bleiben Sie möglichst zu Hause und nehmen Sie keine Anhalter mit”, sagte die Sprecherin weiter. Es könne derzeit nicht genau beurteilt werden, welche Gefahr von dem Mann ausgeht, hieß es. “Die Möglichkeit besteht, dass wir Straßen sperren werden, wenn es die Situation erfordert.” Es könne zu Beeinträchtigungen im Personen- und Fahrzeugverkehr kommen, so die Polizei.

Polizei fahndet nach bewaffnetem Mann

Sonntag, 12. Juli, 13.10 Uhr: Mit einem starken Aufgebot sucht die Polizei in und um Oppenau (Ortenaukreis) nach einem mit Tarnmuster bekleideten, bewaffneten Mann. Der 31-Jährige, der Polizisten in Oppenau im Schwarzwald bedroht und ihnen ihre Waffen abgenommen hat, ist auch am Montagmorgen weiter auf der Flucht. Ab dem Morgen läuft die Fahndung nach dem Mann noch einmal mit verstärkten Kräften fahnden, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Bereits in der Nacht zu Montag hatte die Polizei mit einem Großaufgebot gesucht.

Aus anderen Präsidien sei Unterstützung gekommen, beteiligt seien auch eine Spezialeinheit, eine Hundestaffel und Hubschrauber. Es gebe auch Straßensperren und ein Flugverbot.

Wegen des Polizeieinsatzes hat die Deutsche Flugsicherung am Montag auch ein Durchflugverbot erlassen. Es gelte im Radius von drei nautischen Meilen (gut 5,5 Kilometer) um die Stadt und auch für Drohnen, teilte die Polizei am Montag mit.

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