Präsidentenwahl in Polen: Duda ganz knapp vor Trzaskowski | Aktuell Europa | DW

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51 Prozent für den amtierenden Staatschef Andrzej Duda, 49 Prozent für seinen Herausforderer Rafal Trzaskowski – so die jüngste Prognose auf der Grundlage von Nachwahlbefragungen und Teilauszählungen. Angesichts einer Fehlertoleranz bei der Prognose steht der Ausgang der Stichwahl um das Präsidentenamt in Polen damit noch immer nicht fest. Das offizielle Ergebnis der Wahlkommission in Warschau dürfte frühestens am Montagabend vorliegen.  

Zwei gefühlte Sieger

Ungeachtet dessen bezeichnete sich Duda schon in einer ersten Reaktion als Sieger. “Lang lebe Polen! Die Wahl bei einer Beteiligung mit 70 Prozent zu gewinnen, ist eine außergewöhnliche Nachricht. Ich bin berührt. Danke an meine Landsleute”, sagte der 48-Jährige am Wahlabend.

Auch Trzaskowski, Bürgermeister der Hauptstadt Warschau und ebenfalls 48 Jahre alt, gab sich am Wahlabend siegessicher: “Wir haben gesagt, dass es eng wird, und es ist eng. Ich bin aber überzeugt, dass wir siegen werden.” Nun müssten nur noch die Stimmen genau ausgezählt werden, so Trzaskowski.

Polen Stichwahl Präsidentenamt | Rafal Trzaskowski, Kandidat (Reuters/A. Szmigiel)

Glaubt (ebenfalls) an seinen Sieg: Rafal Trzaskowski

Eine Richtungsentscheidung

Für die regierende national-konservative Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) ist die Präsidentenwahl von großer Bedeutung. Ein Sieg des ihr nahestehenden Amtsinhabers Duda dürfte ihre Vormachtstellung mindestens bis zur Parlamentswahl 2023 festigen. Würde hingegen Trzaskowski von der liberal-konservativen Bürgerplattform (PO) gewinnen, müsste sich die PiS auf Gegenwind einstellen. Das polnische Staatsoberhaupt bestimmt zwar nicht die Politik der Regierung, kann aber deren Gesetzesentwürfe mit seinem Veto blockieren.

Im Wahlkampf hatte Duda vor allem auf die Verteidigung konservativer Werte gesetzt. Dabei machte er auch mit Verbalattacken auf Verfechter einer vermeintlichen “LGBT-Ideologie” Stimmung, die den Polen aufgezwungen werden solle. LGBT steht im Englischen für “Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender”, also Lesbisch, Schwul, Bisexuell und Transgender. Darüber hinaus versuchte Duda, mit antideutschen Ressentiments zu punkten und warf deutschen Medien eine “Attacke” gegen Polen vor.

Polen LGBT-Protest für Gleichstellung in Plock (picture-alliance/zumapress/W. Dabkowsk)

Erhitzt viele Gemüter in Polen: die Debatte um die Rechte von Homosexuellen

Trzaskowski warb hingegen für ein “anderes Polen” – mit besseren Beziehungen zur Europäischen Union. Er unterstützt die Einführung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften in Polen. Die Homo-Ehe und das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare lehnt aber auch er ab.

wa/gri (dpa, afp, rtr)



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