Prognose: Europas Automarkt bricht in Krise um mehr als 20 Prozent ein

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China kommt besser weg: Prognose: Europas Automarkt bricht in Krise um mehr als 20 Prozent ein

Selbst wenn der aktuelle “Lockdown” maximal acht Wochen anhält, rechnet Automarkt-Experte Stefan Bratzel mit erheblichen Verwerfungen auf dem Automarkt. FOCUS Online zeigt die Prognosen für verschiedene Länder.

2020 wird der globale Automarkt um rund 17 Prozent einbrechen. So lautet eine Prognose des Center of Automotive Management (CAM), die FOCUS Online vorab vorlag. “Insgesamt sinkt die weltweite Automobilnachfrage damit um ca. 15 Mio. Pkw auf nur noch 68 Mio. Pkw und wird in den größten Automobilmärkten zu erheblichen Verwerfungen führen”, sagt CAM-Geschäftsführer und Studienleiter Professor Stefan Bratzel.

Europa trifft die Krise am härtesten

Es gibt jedoch große Unterschiede in den Prognosen für verschiedene Märkte:

  • Die EU trifft es am härtesten mit einem Minus von 21 Prozent, so die Einschätzung das CAM – damit wäre 2020 noch mit 12,5 Millionen verkauften Autos zu rechnen.
  • In den USA würde das Minus mit 17 Prozent (14 Millionen PKW und leichte Nutzfahrzeuge) etwas kleiner ausfallen.
  • Mit immerhin noch 19 Millionen Verkäufen und einem Minus von nur 10 Prozent wäre China am wenigstens stark betroffen. Den Chinesen kommt zugute, dass die Corona-Krise – zumindest offiziell – in China fast überwunden ist und Fabriken unter hohen Sicherheitsvorkehrungen die Produktion wieder aufgenommen haben. “In China waren im Februar die Neuzulassungen um 80 Prozent und in der ersten Märzhälfte um 50 Prozent gesunken, während seitdem Zeichen einer leichten Belebung sichtbar werden”, heißt es in der Studie. Allerdings: Von seinem Höchststand mit 24 Millionen Neuwagen im Jahr 2017 bleibt China wohl auf absehbare Zeit weit entfernt.

Bei längerem Lockdown wird alles noch viel schlimmer

Dass die Markt- Prognose  angesichts der Dramatik der globalen Krise nicht noch schlechter ausfällt, liegt an den vergleichsweise optimistischen Grundannahmen der Studie: “Im Basisszenario wird u.a. davon ausgegangen, dass einerseits die durch die Corona Krise ausgelösten Hauptbelastungen bzw. erheblichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens und damit auch der Automobilwirtschaft auf eine Kernzeit von 6-8 Wochen in den jeweiligen Regionen begrenzt bleiben. Andererseits wird angenommen, dass die Automobilnachfrage durch verschiedene staatliche Anreizprogramme und zusätzliche Fördermaßnahmen angeregt wird. Sollten diese Annahmen nicht zutreffen, wäre mit deutlich höheren Rückgängen der Pkw-Nachfrage zu rechnen”, sagt Automarkt-Experte Bratzel.

China lässt Subventionen doch nicht auslaufen

In China sind derartige Anreize breits geplant, analog zur Situation nach der Finanzkrise 2009. Wie die Fachzeitschrift “Automotive News” berichtet, haben sich viele Städte von Zulassungs-Beschränkungen verabschiedet, um den Neuwagenverkauf anzukurbeln. In Metropolen wie Peking oder Shanghai werden eigentlich nur begrenzt Neuwagen zugelassen, um Stau- und Umweltproblemen zu begegnen.

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Einen Fokus legt die chinesische Staatsführung auf die von der Krise besonders getroffene Elektroauto-Branche. Mit Steuererleichterungen und Kaufprämien für Elektrofahrzeuge soll der Neuwagen-Verkauf angekurbelt werden; gleichzeitig profitiert aber auch der allgemeine Gebrauchtwagenmarkt von Steuersenkungen. China hatte eigentlich vorgehabt, die Elektro-Förderung noch 2020 einzustellen.

sv


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