Prominente Frauenrechtlerin in der Nähe von Kabul verletzt | Aktuell Asien | DW

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Kurz vor dem Start der inner-afghanischen Friedensgespräche ist die prominente Frauenrechtlerin des Landes, Fauzia Kofi (Artikelbild), angegriffen worden. Wie ein Sprecher des Innenministeriums bestätigte, war die Parlamentsabgeordnete von Bewaffneten auf der Straße zwischen Kabul und der nahegelegenen Parwan-Provinz beschossen worden. Die 45-jährige Politikerin, die sich in Begleitung ihrer Schwester befand, erlitt leichte Verletzungen an der Hand. Ihr Gesundheitszustand sei stabil, hieß es. Kofi ist Mitglied der 15-köpfigen Verhandlungsdelegation, die in den kommenden Tagen mit den Taliban in der katarischen Hauptstadt Doha Beratungen über eine Beilegung des Konfliktes aufnehmen soll.

Respekt für die Rechte von Frauen?

Präsident Aschraf Ghani nannte den Anschlag “einen feigen Angriff”. Solche Aktionen würden Frauenrechtlerinnen nicht von ihrem Einsatz abhalten. Kofi hat sich stets kritisch gegenüber Zusicherungen der Taliban gezeigt, bei einer Regierungsbeteiligung auch die Rechte von Frauen zu respektieren.

Afghanistan Kabul Taliban Freilassung (Reuters/National Security Council)

Freilassung von Taliban-Kämpfern in Kabul

Am Donnerstag hatte die afghanische Regierung mit der Freilassung von besonders gefährlichen Taliban-Kämpfern begonnen und damit eine entscheidende Hürde für direkte Beratungen zwischen den Aufständischen und der Regierung in Kabul über Frieden am Hindukusch aus dem Weg geräumt. Die Frage der Gefangenenbefreiung war seit Ende Februar ein heikler Streitpunkt zwischen den Taliban und der afghanischen Regierung.

Gerade aus dem Auto gestiegen

Für die Attacke auf Fauzia Kofi übernahm zunächst niemand die Verantwortung. Die Schüsse fielen, als Kofi und ihre Schwester in der Nähe der Hauptstadt aus ihrem Auto stiegen, um Einkäufe zu erledigen. Der Chef der afghanischen Regierungsdelegation für die Friedensverhandlungen, Mohammed Masum Staneksai, sagte, die Sicherheitsbehörden hätten Ermittlungen eingeleitet. Kofi ist eine von vier Frauen in der Delegation, die bald mit den radikalislamischen Taliban verhandeln soll. Dem Parlament in Kabul diente sie in der Vergangenheit bereits als Vize-Sprecherin. 2010 überlebte die Politikerin schon einmal ein Attentat. Damals hatten bewaffnete Männer auf sie gefeuert, als sie nach einer Veranstaltung zum Internationalen Frauentag nach Kabul zurückkehrte.

ml/hf (afp, KNA)



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