„Promis unter Palmen“: Trash-Experten liefern ab – warum diese Show einschlägt

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Neue Sat.1-Show: Hier liefern die Trash-Experten ab: Warum „Promis unter Palmen“ zurecht einschlägt

Die neue Reality-Trash-Sendung „Promis unter Palmen“ von Sat.1 wurde in einer Zeit gedreht, als die Welt sprichwörtlich noch eine andere war, Wochen vor der Corona-Krise. Der Auftakt wurde zum Quoten-Hit. Das liegt zum einen am offensichtlich bestehenden Wunsch der Zuschauer nach Ablenkung. Zum anderen ist es aber auch dem Trash-Personal zu verdanken, das in dieser Show endlich mal wieder richtig abliefert.

Eine Villa in Thailand, 10 darin einquartierte Reality-TV-Gesichter, 60 Kameras, peinliche Spielchen und eine Siegprämie von 100.000 Euro. Was sich zunächst nur nach einer weiteren Variante von „Sommerhaus der Stars“, „Promi Big Brother“ oder „Dschungelcamp“ anhört, ist tatsächlich ein echter Lichtblick, eine Perle in Sachen TV-Trash.

Schamlose Dialoge, fieseste Kommentare – wie lange schon hatte man sich im RTL-Dschungelcamp oder bei PBB mal wieder so viel Amüsement gewünscht. Sinnentleert, aber unterhaltsam. 2,82 Millionen Zuschauer schalteten bei der Premiere ein, in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen erzielte die Show sogar einen Marktanteil von 15,5 Prozent.

Für keine Peinlichkeit zu schade

Das ist das Verdienst eines wirklich guten Casts. Echte Profis des Metiers tummeln sich da, die sich für keine Peinlichkeit (auch unter der Gürtellinie) zu schade sind und sich die Bälle ohne Rücksicht auf Verluste zuspielen.

In den Hauptrollen: Die Läster-Expertin Désirée Nick präsentiert sich ebenso in Bestform wie der einstige Hamburger Innensenator und „Richter Gnadenlos“ Ronald Schill, die redselige und laut Nick „mannstolle“ Modeunternehmerin Claudia Obert sowie „Hot oder Schrott“-Protagonist Matthias Mangiapane.

In Nebenrollen: der selbstverliebte Protz-Millionär Bastian Yotta, der Ex-Verlobte von Helena Fürst, Ennesto Monté, die „Promi Big Brother“-Gewinnerin Janine Pink und ihr Ex Tobias Wegener sowie die einstigen „Bachelor“-Kandidatinnen Carina Spack und Eva Benetatou.

TV-Momente für die Ewigkeit

Vor allem die Nick hält, was sie eingangs verspricht, als sie sagt, sie werde als spitzeste Zunge der Nation „150 Prozent“ geben. So wird sie zur Richterin Gnadenlos und sagt Konkurrentin Eva Benetatou direkt ins Gesicht, deren Erfahrung als Cheerleaderin sei „besser als nichts für die, die kein Talent haben“. Über Carina Spack urteilt die Entertainerin knallhart, sie müsse mal Sport machen, „die ist schwabbelig“.

Matthias Mangiapane nimmt sie wegen seiner neuen Zähne aufs Korn: zu weiß – und überhaupt sei er zu stark geschminkt. Dagegen protestiert Mangiapane. Nicht aber, wenn Nick seine Undercut-Frisur mit der des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un vergleicht. „Wenn ich jetzt wüsste, wer das ist“, lacht Mangiapane da nur und lässt die schneeweißen Beißerchen blitzen. TV-Momente für die Ewigkeit.

Bastian Yotta verwechselt La Nick mit Schauspielerin Katja Riemann, sie nennt ihn ein „Großmaul“ und macht ihn ihm Teamspiel wegen seiner aus ihrer Sicht armseligen Performance buchstäblich fertig.

Ennesto über Ennesto: ‚Wow, der Typ ist einfach nur peinlich‘

Herrlich auch die völlig unerschrockene Selbstbeschreibung von Ennesto Monté: “Mich kennt man aus der Klatschpresse. Ich stehe für alles, was die anderen sich nicht trauen: Penisvergrößerung, Beziehungsprobleme … Wenn ich das alles über mich gelesen hätte, hätte ich gesagt, ‚Wow, der Typ ist einfach nur peinlich.‘“

Und dann Schill: Er schläft nackt, schüchtert Tobias Wegener mit dem Anblick seiner Mannespracht ein und flirtet so schamlos reihum, dass sogar Ennesto staunt: „Ich glaube, er steht auf uns alle hier – er redet immer über Sex.“

Derweil nehmen La Nick und der Schill ihre Opfer schonungslos ins Kreuzverhör. Sie geben sich ahnungslos und quetschen ihr Gegenüber aus: Ennesto Monté zu seiner Penisvergrößerung, den gutmütigen Tobi Wegener zu seiner kurzen Beziehung mit Janine Pink. Tobi gibt artig Auskunft und bleibt sogar bei ungehörigen Fragen von Schill geduldig.

Die reiferen Kandidaten haben die Fäden in der Hand

Und es sind auch die reiferen Kandidaten, die Flirts und eine Leidenschaft mimen, die man ihnen direkt abnehmen könnte. Mal geht der Schill mit der Obert hemmungslos auf Tuchfühlung, mal flirtet die Nick mit dem Schill. Dann sagt die Nick (63) zu Tobi (26): „Du wärst was für mich gewesen in dem Alter – so ne sinnlose Beziehung mit nem Handwerker, wo es nur ums Vö*** geht.“

Ganz klar: Dieses Personal weiß, was von ihm in Sachen Trash erwartet wird. Natürlich sind die Szenen oft hanebüchen überzogen. Aber der Unterhaltung tut das keinen Abbruch. 

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„Es ist Trash und Unterhaltung und will nichts anderes sein“

Ganz anders dagegen die Bilder, die man in den vergangenen Staffeln so oft aus dem RTL-Dschungelcamp zu sehen bekam, wo Camper ihre Zeit absaßen, aufgesetzte Beichten für etwas Sendezeit ablegten oder Bomben-Storys über die Konkurrenz anpriesen, die sie dann nie platzen ließen.

„Promis unter Palmen“ liefert Freunden des Trash-TV gerade in Zeiten der Corona-Krise, in denen der Alltag der Meisten Kopf steht, die perfekte Show, um kurz abzudriften in ein Universum der Peinlichkeiten. Oder um mit La Nick zu sprechen: „Es ist Trash und Unterhaltung und will nichts anderes sein.“ Weiter so.

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