Rätselraten über Kim Jong Uns Zustand reißt nicht ab | Aktuell Welt | DW

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Inmitten der Spekulationen über den Verbleib von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat US-Präsident Donald Trump indirekt erklärt, dass dieser noch am Leben sei. Auf die Frage, ob er neue Informationen zu Kims Gesundheitszustand habe, sagte Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus: “Ja, ich weiß ziemlich gut Bescheid, aber ich kann jetzt nicht darüber sprechen. Ich wünsche ihm nur alles Gute.” Und weiter dann: “Ich hoffe, es geht ihm gut. Ich weiß, wie es ihm geht – relativ gesehen.” Die Medien würden in nicht allzu ferner Zukunft erfahren, was mit Kim los sei. In den USA waren bereits in der vergangenen Woche Berichte über den angeblich kritischen Zustand des jungen Machthabers als wahrscheinlich falsch bezeichnet worden.

Zu dick, zu viele Zigaretten

Zuletzt hatte es vermehrt Spekulationen über Kims Gesundheitszustand gegeben, nachdem dieser mehr als zwei Wochen nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen wurde und er nicht an den Feierlichkeiten zum Geburtstag seines Großvaters und Staatsgründers Kim Il Sung am 15. April teilgenommen hatte – dem wichtigsten Tag im politischen Kalender des Landes.

Donald Trump und Kim Jong Un bei ihrem Treffen Ende Juni 2019 an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea (Foto: Reuters/U.S. Network Pool)

Donald Trump und Kim Jong Un bei ihrem Treffen Ende Juni 2019 an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea

Nach Berichten, wonach der Diktator erkrankt sein und sich einem dringlichen Eingriff am Herz-Kreislauf-System unterzogen haben soll, hatte der Sicherheitsberater der südkoreanischen Regierung am Sonntag gesagt, Kim lebe und sei “wohlauf”. Das südkoreanische Nachrichtenportal “Daily NK” hatte zuvor schon unter Berufung auf einen Informanten im Nachbarland gemeldet, Kim sei am 12. April am Herzen operiert worden. Nach einem Eingriff erhole er sich wieder. Kim ist übergewichtig und gilt als starker Raucher.

Untergetaucht aus Angst vor Coronavirus?

Südkoreas Wiedervereinigungsminister Kim Yeon Chul wiederum erklärte inzwischen, er halte es für plausibel, dass Kim aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus die Öffentlichkeit meide – und nicht weil er erkrankt sei. Da bislang aus dem international weitgehend abgeschotteten Nordkorea keine eindeutigen Belege kommen, die den vermutlich etwa 36-Jährigen Machthaber wohlauf zeigen, werden die Spekulationen wohl munter anhalten.

sti/sam (afp, dpa, rtr)



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