Reisen in Deutschland: Wo wir bald Urlaub machen dürfen – und wer zuerst darf

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Von Bayern bis zur Nord- und Ostsee: Erste Bundesländer geben grünes Licht: Wo wir bald Urlaub machen dürfen – und wer zuerst darf

Dass wir diesen Sommer unseren Urlaub am Mittelmeer verbringen, ist sehr unwahrscheinlich. Denn wann und ob die europäischen Urlaubsländer ihre Grenzen öffnen, ist ungewiss. Urlaub im eigenen Land ist aber bald wieder möglich – zumindest in einigen Regionen. Wir zeigen, welche Ziele in der Republik sich langsam wieder für den Tourismus öffnen wollen – und wer zuerst dorthin darf.

Es ist höchst unwahrscheinlich, dass Auslandsreisen in diesem Jahr noch möglich sind. Selbst wenn einige Länder ihre Grenzen für einen kontrollierten Tourismus öffnen würden, ob Deutsche einreisen dürften ist aus zweierlei Gründen ungewiss: Zum einen gehört Deutschland weltweit zu den am meisten von Corona betroffenen Ländern, die dank hoher Infektionszahlen gar nicht erwünscht wären. Und zum anderen dürfen Bundesbürger nach wie vor noch nicht zu touristischen Zwecken reisen – auch im eigenen Land nicht. Hinzu kommt, dass das Auswärtige Amt bis zum 3. Mai eine weltweite Reisewarnung verhängt hat, die am Mittwoch bis zum 14. Juni verlängert wurde.

Gemeinsame Kriterien für eine Rückkehr zur Reisefreiheit nötig

Dass dieser Zustand nicht ewig anhalten sollte, hoffen nicht nur urlaubsreife Bundesbürger. Auch Außenminister Heiko Maas ließ verlauten, dass Europa so schnell wie möglich, aber so verantwortlich wie nötig gemeinsame Kriterien für einen Weg zurück zur Reisefreiheit brauche. Dennoch warnte er vor einem touristischen Wettlauf unter den Nationen: „Was ein Infektionscluster in einem beliebten Urlaubsgebiet in den Heimatländern der Touristen anrichten kann, haben wir bereits erlebt. Das darf sich nicht wiederholen“, sagte er laut Bild im Hinblick auf das Corona-Fiasko im österreichischen Skiort Ischgl.

Da wir also vom Urlaub im Ausland bisher nur träumen können, liegt die ganze Hoffnung diesbezüglich auf dem eigenen Land. „Ich gehe davon aus, dass das möglich sein wird, hoffentlich auch schon im Sommer“, so die vorsichtige Äußerung des Politikers Thomas Bareiß, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung. Auch wenn er klarstellt, dass es ein Handtuch-an-Handtuch-Szenario am Nordseestrand in diesem Jahr nicht geben werde.

Voraussetzung dafür seien aber klare Sicherheitskriterien wie Sicherheitsabstände, regelmäßige Desinfektion oder auch Tests für Personal und Mitarbeiter. Ein bundesweites Datum zur Wiedereröffnung von Hotel- und Gastronomiebetrieben liegt aber nicht vor.

Dennoch preschen nun die ersten Bundesländer vor. Ab Mai soll es touristisch wieder aufwärts gehen im Land und die ersten Öffnungen sind verkündet:

Reisen nach Mecklenburg-Vorpommern bald wieder erlaubt

Das Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern öffnet seine Gaststätten wieder und beendet noch vor Pfingsten das mehrwöchige Einreiseverbot für auswärtige Touristen. Basis für diese weitreichende Entscheidung sei die weiterhin geringe Zahl von Corona-Neuinfektionen trotz Ladenöffnung und teilweiser Wiederaufnahme des Schulbetriebs. “Die Lockerungen in den letzten 14 Tagen haben gut funktioniert, die Infektionslage ist weiter stabil”, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Montagabend in Schwerin. Zuvor hatten sich Vertreter von Landesregierung und Gastgewerbe in der gemeinsamen Task Force Tourismus auf einen Stufenplan zum Neustart des Gastgewerbes im Nordosten verständigt.

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Demnach sollen zunächst die Gaststätten im Land vom Samstag (9. Mai) an unter strikten Hygieneauflagen und mit maximal sechs Erwachsenen je Tisch für Einheimische öffnen dürfen, am 18. Mai auch Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. Zum 25. Mai soll dann das seit Mitte März geltende Einreiseverbot für Touristen aus anderen Bundesländern aufgehoben werden. Damit wäre nach dem verpassten Ostergeschäft Pfingsturlaub von Ende Mai an der Ostsee oder in der Mecklenburgischen Seenplatte wieder für alle Bundesbürger möglich.

Den Hotels ist aber zunächst nur die Vermietung von maximal 60 Prozent ihrer Bettenkapazitäten erlaubt. Nach Angaben von Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) sind damit 200.000 Belegungen möglich. “Entscheidend ist, dass Urlaub zu Pfingsten wieder für alle in Mecklenburg-Vorpommern möglich wird”, sagte Glawe. 

Schleswig-Holstein: Erste Lockerungen beim Tourismus

Auch das nördlichste Bundesland Deutschlands ist derzeit dabei, den Tourismus im Land schrittweise wieder hochzufahren. Seit dem 4. Mai dürfen Besitzer von Zweitwohnungen wieder ihre Feriendomizile in Schleswig-Holstein nutzen. “Das gilt auch für die Insel und Halligen”, sagte Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) und sprach von einer “langsamen Wiederbelebung” des Freizeitbereichs.

Die Besitzer von Zweitwohnungen dürfen seit dem 4. Mai auch ihre im selben Hausstand lebenden Partner und Kinder mitnehmen – nicht aber Freunde. Die Besitzer müssen aber sicherstellen, dass sie sich im Falle einer bestätigten Covid-19-Infektion innerhalb von 24 Stunden zur Quarantäne an ihren Hauptwohnsitz begeben können.

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Auch Dauercamping ist ab dieser Woche wieder erlaubt. Auf den Inseln könne es dabei aber die Einschränkung geben, da Dauercamper dort einen Zweitwohnsitz haben müssten. Zudem sollen dann die Sportboothäfen an Nord- und Ostsee wieder öffnen dürfen.

Was zudem immer wahrscheinlicher wird: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat sich mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) auf eine schrittweise Öffnung der Grenze zu Dänemark ab Mitte Mai verständigt. “Wir haben heute telefoniert und miteinander verabredet, einen konkreten Fahrplan zu entwickeln, in welchen Schritten ab spätestens 15. Mai eine Öffnung der Grenze zu Dänemark erfolgen kann”, sagte Günther am Montag der Deutschen Presse-Agentur. “Dies soll in den kommenden Tagen präzisiert werden.”

Niedersachsen: Ende Mai sollen Hotels wieder öffnen

Auf den Nordseeinseln Borkum, Norderney und Wangerooge gemütlich im Sand liegen – das soll schon bald wieder möglich sein. Vom 11. Mai an sollen Ferienhäuser und -wohnungen sowie Campingplätze mit einer maximalen Auslastung von 50 Prozent belegt werden können. Allerdings gilt eine Frist von sieben Tagen für die erneute Belegung. Die Hotellerie in Niedersachsen kann dem Plan zufolge am 25. Mai ihr Geschäft wieder aufnehmen, ebenfalls bei maximal 50 Prozent Auslastung und weiteren Auflagen.

Auch für Gastronomie-Betriebe im Land gibt es Lockerungen: Vom kommenden Montag (11. Mai) an sollen die Niedersachsen wieder Essengehen können. Restaurants, Cafés und Biergärten dürfen dem Stufenplan zufolge dann mit einer maximalen Auslastung von 50 Prozent im Innen- wie Außenbereich öffnen. Dabei gilt eine Reservierungspflicht. Am 25. Mai soll weiter gelockert werden. Bars, Kneipen, Diskotheken bleiben weiter geschlossen.

Baden-Württemberg: Drei-Stufen-Plan ausgearbeitet

Urlaub am schönen Bodensee oder im Schwarzwald – auch Baden-Württemberg hat sich dazu bekannt, den Tourismus im Land bald wieder in Gang zu setzen. Zusammen mit Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen hatte das Bundesland in der letzten April-Woche einen Drei-Phasen-Plan für die Wiederbelebung von Tourismuswirtschaft, Hotellerie und Gastronomie entwickelt.

Eingeleitet werden soll die Öffnung mit touristischen Outdoor-Angeboten wie Zoos, Freizeitparks und Klettergärten. In der zweiten Phase sollen Restaurants und mit eingeschränkter Nutzung Ferienwohnungen und Hotels folgen. Später soll dann der Übernachtungstourismus ohne Restriktionen wieder möglich sein.

“Bei den Szenarien für die schrittweise Rücknahme der Beschränkungen haben wir es uns nicht leichtgemacht, denn natürlich ist bei allen Maßnahmen zu beachten, dass der Gesundheitsschutz der Bürgerinnen und Bürger Vorrang hat”, erklärten die baden-württembergischen Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut und unter anderem ihr für Tourismus zuständiger Kabinettskollege Guido Wolf.

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So ist die Lage in Bayern

Am Dienstag (5. Mai) kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an, dass in seinem Land vom Pfingstsamstag an Hotels unter strengen Hygieneauflagen wieder öffnen dürfen. Restaurants dürfen bereits fünf Tage vorher aufmachen.

Der Deutsche Tourismusverband DTV forderte angesichts der vielen unterschiedlichen Regelungen ein bundesweit einheitliches Vorgehen. “Einen Fleckenteppich gilt es sowohl zum Wohl der Branche als auch der Urlauber unbedingt zu verhindern”, sagte DTV-Geschäftsführer Norbert Kunz.

Sachsen-Anhalt

In SachsenAnhalt dürfen vom 15. Mai an wieder Ferienhäuser und -wohnungen an Einheimische vermietet werden. Restaurants sollen ab dem 22. Mai öffnen dürfen, wie das Kabinett am Dienstag in Magdeburg entschied.

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Mit Material der dpa

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